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19.05.10
Ein guter Tag: Notizen aus dem Training
Eine Hausuafgabe hast Du auf jeden Fall vergessen. Foto: petfed, Photocase
Eine Hausuafgabe hast Du auf jeden Fall vergessen. Foto: petfed, Photocase
ImageBereits in der Schule gab es diese zwei Regeln: Eine Hausaufgabe hast Du auf jeden Fall vergessen, und: wenn Du mit dem Schlimmsten rechnest, wird es meistens ganz erträglich. Im Training rechnete ich heute mit dem Schlimmsten. Es wurde ein guter Tag.
Von Arne Dyck

Zuerst die Fakten: 140 km Rad mit 4x 40 min etwas über Wettkampftempo in der Nähe eines 38er Schnitts. 18 km Koppellauf mit einem Tempo von 4:50 min/km. Hier die Bewertung der Trainingseinheit im Überblick:

Kategorie
Befund
Auf dem Rad abgehängt worden:
nein
Schmerzen Rücken/Nacken:
nein
Eier aufgerieben:
nein
Krämpfe:
nein
Regen:
nein
Hungerast, Übelkeit, Völlegefühl:
nein
Selbstmitleid Rad/Lauf, Depressionen, Erinnerungen an schwere Kindheit:
ohne
Beim Lauf abgehängt:
nein
Blasen:
nein

Bereits vor einer Woche hatten wir die gleiche Trainingseinheit absolviert, und sie war mir unglaublich schwer gefallen. Urs war natürlich wie immer super in Form und motiviert, aber ich hatte einen gebrauchten Tag erwischt und litt fünfeinhalb Stunden wie ein Hund. Unter der Dusche fiel mir das Stehen schwer; ich setzte mich in die Duschwanne, bekam dabei sofort einen Krampf und stieß mir übel den Kopf an den Armaturen. Irgendwann fiel ich todmüde ins Bett.

Durch eine perverse chemische Reaktion meines Körpers war ich dort schlagartig hellwach und blieb es bis zum Morgengrauen. Als endlich der Wecker klingelte, fiel ich sofort in einen bewusstlosen Tiefschlaf. Unter Aufbietung aller Kräfte befreite ich mich aus dem Bett und strebte meinem Broterwerb zu. Doch ich tappste den ganzen Tag herum wie ein Taucher auf dem Meeresgrund. So viel zur letzten Woche.

Heute war als Dreingabe Regen angesagt. Kein Getröpfel, sondern ein solider deutscher Dauerregen, den eine steife Brise (logisch!) aus dem kühlen Norden (klar!) bringen sollte. Überflüssigerweise hatte einer meiner besten Trainingsfreunde, Ralf, sein kommen angekündigt, der sich der Form seines Lebens nähert und gemeinsam mit Urs dafür sorgen würde, dass die Kette schön straff gehalten wird. Ihr seht, ich hatte allen Grund, das Schlimmste zu befürchten.

Fragt mich nicht warum, denn ich bin kein Großrechner. Vom angesagten Regen keine Spur, es war fast sonnig, wenn auch ziemlich frisch. Das Einfahren ging so lala, die Beine drehten ganz gut, aber richtig locker fühlte ich mich nicht, während die anderen nur herum alberten.

Von Arnold Schwarzenegger ist die Geschichte überliefert, dass er unmittelbar vor dem Wettbewerb zum Mister Universum gemeinsam mit den anderen Sieganwärtern beim Frühstück saß und ungerührt erzählte, er habe gerade mit seiner Mutter telefoniert. Er habe ihr versichert, ja, er sei wieder Mister Universum geworden, natürlich, und er komme morgen mit dem Flieger, um mit ihr zu feiern.

Ich war beim Einfahren das exakte Gegenteil dieses Selbstbewusstseins und würde mich daher als „dlonrA“ bezeichnen. Wie es das eingangs erwähnte Gesetzt will, ging es dann aber doch ganz gut. Um die ganze Wahrheit zu erzählen: Ralf konnte wegen einer geprellten Rippe kaum atmen und Urs ist aktuell etwas im Übertraining. Neben diesen belanglosen Details noch ein paar weitere Gründe für mein besseres Abschneiden im Telegrammstil:

Erstens: Mit meinem Rad habe ich mir viel Mühe gegeben. Mittlerweile läuft es einfach sehr gut. 

Zweitens: Ich teste in diesen Einheiten konsequent meine Wettkampfernährungen und habe ein Ensemble gefunden, das für mich funktioniert. Es besteht aus dick angerührtem Sponser Long Energy Getränk, Sponser Activator, Powerbar Amino Mega liquid, und für den Koppellauf Powerbar Gels. Mich interessiert dabei, wie viel Energie ich aufnehmen und ob/inwieweit mir Eiweiß unterwegs helfen kann. Sobald das Wetter wärmer wird (also in drei Jahren) werde ich noch mit Kochsalz experimentieren.

Ob man mit der Dröhnung schneller fährt und läuft als mit einer Apfelschorle oder mit der Isoplörre vom Discounter, die ich außerhalb der heißen Phase das ganze Jahr über verwende, muss ich für mich leider bejahen (teuer!). Ich habe den Eindruck, mehr Energie aufnehmen zu können. Vor allem regeneriere ich spürbar schneller. Wer wie ich die vierzig Lenze bereits überschritten hat und mit teils abenteuerlichen Regenerationszeiten konfrontiert ist, weiß das zu schätzen. Wenn meine Zeit es zulässt, werde ich bei anderer Gelegenheit mehr über meine Erfahrungen mit diesen speziellen Nahrungsmitteln berichten.

Mein Sportsfreund Urs gehört zu jener Spezies, die nichts dabei findet, anderthalb Stunden lang einen halben Schritt vor Dir zu laufen. Das erfordert von Dir große innere Stärke, denn Du verlierst in jeder Sekunde. Ich habe für den Ironman einen Wettkampfpuls von 150 Schlägen anvisiert, nun laufen wir nach 140 Kilometern harter Arbeit auf dem Rad konstant 155. Urs geht es blendend, aber ich bin nicht mehr wirklich in meiner Komfortzone. Ich blicke auf die Uhr und weiß im selben Moment, dass das ein übler Fehler war. Mist! Noch eine Stunde zehn Minuten liegen vor uns. Diese trübe Aussicht hätte ich mir gerne erspart. Egal, dranbleiben!

Ich habe mich oft gefragt, ob mir diese Plackerei wirklich Spaß macht. Wenn ich auf die vielen Sportarten zurückblicke, die ich bisher mit Leidenschaft betrieben habe – Sportklettern, Alpinismus, Kampfsport, Berglaufen, Marathons, Triathlon – dann fällt mir auf, dass alle diese Spielarten für mich etwas Heroisches haben. Es sind großartige Spielfelder der Herausforderung und Bewährung, aber was sagt das über mich aus? Vielleicht, dass ich gerne ein Held wäre? Andererseits: Sucht man sich dann Sportarten aus, die kaum ein Publikum haben und die außer Insidern niemand versteht? Wahrscheinlich wird man mit Kompressionsstrümpfen und einem Trinkgürtel im Vierfünfzigerschnitt eher gehänselt als zum Held erklärt.

Wir biegen mit fliegendem Atem rechts ab, es geht über einen schmalen Singletrail kaum spürbar bergab. Urs läuft vorne und zieht das Tempo an. Wir hetzen einen virtuellen Gegner, der uns über das kleine GPS-Gerät ein Rennen liefert. Ein halbe Stunde lang ging es leicht bergauf, wir liegen provozierende 500 Meter zurück. Urs fliegt, und ich muss ordentlich knautschen, um dranzubleiben. Meine Fersen berühren fast das Gesäß, unsere Schritte sind lang, und ich merke, dass ich mich pudelwohl fühle. Der Blick auf die Uhr tut mir unheimlich gut, nur noch zehn Minuten sind es bis nach Hause. „Wir sind doch gar nicht so schlecht!“, ruft Urs fröhlich. „Aber hallo!“ krächzt voll Begeisterung jemand, der vor fünf Stunden noch „dlonrA“ hieß.

Der Himmel ist schwarz, gleich wird es regnen. Heute hat alles geklappt. Die Frage nach dem Sinn existiert nicht mehr. Hart war’s und geil. Ich freue mich auf eine warme Mahlzeit. Und eine Dusche – diesmal im Stehen.
Arne Dyck

ImageFILMARCHIV
Weitere Details und Tipps zu diesem Thema in unseren Filmen „Was bringt Eiweiß im Energiegetränk? “ und "Wie man ein Rad schnell macht: Update 2010 " von Arne Dyck.

Über den Autor
Arne Dyck, Jahrgang 69, ist aktiver Triathlet mit einer Bestzeit von 9:22 auf der Langstrecke. Seine Erfahrungen gibt er in kostenlosen Trainingsplänen und als Coach beim triathlon-szene Coaching weiter.

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