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13.04.10
Interview mit Jörg Barion, Ex-Geschäftsführer der DTU
Jörg Barion war dreizehn Jahre lang hauptamtlicher Geschäftsführer der DTU. Die Präsidentin Claudia Wisser kündigte das Arbeitsverhältnis mit dem Vorwurf der versuchten Täuschung über die finanzielle Lage der DTU und der Tochtergesellschaft "Triathlon Event GmbH". Wir haben Jörg Barion dazu befragt.
Von Arne Dyck

Im Gerichtsverfahren um Ihre Kündigung haben Sie einen Vergleich mit der Gegenpartei geschlossen. Was ist das Ergebnis dieses Vergleichs?

Jörg Barion: Das Gericht hatte bereits in der 1. Instanz einen Vergleichsvorschlag unterbreitet, der einen Ausstieg zum 01.07.2009 sowie Abfindungszahlungen vorsah. Dieser Vergleich wurde von Seiten der DTU jedoch vehement abgelehnt, woraufhin das Gericht allen Klagepunkten meinerseits entsprach und eine Wiedereinstellung verfügte.

In der zweiten Instanz wurde nun vom Gericht ein nahezu identischer Vergleich vorgeschlagen mit nur einem Unterschied, dass die Zahlungen  der DTU an mich etwas  höher sind. Dieser Vergleich wurde nunmehr bei professioneller Rechtsbegleitung von Seiten der DTU  angenommen. Ich habe dem Vergleich ebenfalls zugestimmt um endlich diese Angelegenheit abschließen zu können da wohl aufgrund der zu geringen Mitarbeiterzahl kein Kündigungsschutz bestand. Die Aussage der Präsidentin, dass eine spätere Kündigung nicht mehr möglich gewesen wäre, ist falsch. Bei gleich bleibender Mitarbeiterzahl von unter 10 kann jeder Mitarbeiter der DTU auch nach 40-jähriger Betriebszugehörigkeit jederzeit fristgerecht ohne Gründe entlassen werden.

Welches waren die Gründe für die Kündigung, insbesondere für die Tatsache, dass fristlos gekündigt wurde?

De facto liegen weder nachvollziehbare Gründe für eine fristlose noch für eine fristgerechte Kündigung vor. Dies wurde ebenfalls bereits im Gerichtsurteil der ersten Instanz festgestellt.

Noch heute behauptet die Präsidentin als Hauptgrund, dass die finanzielle Lage der DTU bei  Amtsübernahme schlecht gewesen sein soll. Im Gegenteil hatte jedoch der Konsolidierungskurs unter Präsident Rainer Düro aus Trier Früchte getragen. Die DTU hatte im Jahr 2008 große Einsparungen vorgenommen.

Es war mir zusammen mit dem damaligen Vizepräsidenten für Marketing, Jörg Ullmann aus Karlsruhe, gelungen, zwei großen Hauptsponsoren  für den organisierten Triathlonsport in Deutschland zu gewinnen. Mit „Dextro-Energie“, heute sogar Sponsor der Weltserie, und Varta konnte eine komfortable finanzielle Perspektiventwicklung hergestellt werden. Nach der WM in Hamburg 2007 mit dem Sieg von Daniel Unger und dem sportlichen Erfolg in Peking durch Jan Frodeno und die anderen Kaderathleten stand die DTU in sportlicher Hinsicht so gut da, wie lange schon nicht mehr. Diese positiven Effekte strahlten auch in die finanziellen Bereich ab.

Fakt ist, dass das vom damaligen Vizepräsident Bernd Rollar und mir prognostizierte deutlich positive Jahresergebnis tatsächlich für 2008 eingetreten ist. Die Peinlichkeit der offensichtlich falschen Einschätzung durch Präsidentin Claudia Wisser und Vizepräsident Finanzen Ralf Eckert wollte sich die DTU-Führung mit Hinweis auf das laufende Rechtsverfahren auf der Verbandsratssitzung 2009 in Darmstadt ersparen und legte erstmals seit bestehen der DTU den Delegierten keine schriftliche Bilanz vor. (Anm. d. Red.: Die Bilanz wurde per Overhead-Folie präsentiert).

Weitere genannte Gründe beziehen sich auf die Tochtergesellschaft „Triathlon Event GmbH“, kurz TEG. Sämtliche in diesem Zusammenhang aufgestellte öffentlichen Behauptungen in Interviews auf diversen Online-Portalen, dem Verbandsmagazin und offensichtlich auch gegenüber den Landespräsidenten in entsprechenden Sitzungen sind falsch. Die Fakten werden in Kürze nach Abschluss der entsprechenden Verfahren vorliegen und sicherlich zeitnah seitens DTU oder anderer Parteien kommuniziert.

Die DTU-Führungsspitze hat hier, wie in anderen Fällen nach dem Prinzip gehandelt, „erst agieren, dann informieren“. Für mich ist es insbesondere sehr bedauerlich und erschütternd, dass zum Teil sehr verdiente Funktionäre und andere für die DTU tätige Personen durch das rigorose und brachiale Vorgehen der Doppelspitze Wisser-Eckert kriminalisiert und diffamiert wurden.

Welche verdienten Funktionäre meinen Sie konkret und wodurch werden sie "kriminalisiert und diffamiert"?

Dazu zähle ich den Präsidenten des LV-Schleswig-Holstein, Herrn Bieler, der ebenso wie der ehemalige Präsident Düro zu unrecht bezüglich der TEG-GmbH beschuldigt wurde, der Präsident von Hessen, Dr. Engelhardt, und ehemalige Präsidiumsmitglieder, die sich sehr für den Sport eingesetzt haben und denen die verdiente Anerkennung dafür verwehrt wurde.

Betrachten Sie die Vorwürfe, die gegen Sie erhoben wurden, größtenteils als Folgen der Fehler des früheren Präsidiums unter Klaus Müller-Ott?

Nein, ein Geschäftsführer in einem Sportverband ist ein weisungsgebundener Angestellter und kein Geschäftsführer im üblichen Sinn. Wie oben bereits angeführt sind alle Vorwürfe gegen meine Person haltlos. Im Vorfeld der Präsidiumswahl 2008 wurde mir von unterschiedlichen Personen mitgeteilt, dass die jetzige Präsidentin an meiner Position interessiert sei. Dieser Sachverhalt und finanzielle Erwägungen könnten die wahren Gründe für die Kandidatur und die danach erfolgten Aktivitäten gewesen sein …

Zwischenfrage: Welche Personen waren das? Hat Frau Wisser mit diesen Personen persönlich über den Wunsch gesprochen, sie wolle über den Umweg einer Präsidentschaft Angestellte bei der DTU werden, oder sind wir damit auf der Ebene von Gerüchten?

Das waren Personen aus dem Präsidium und der Landesverbände. Niemand hatte in den Raum gestellt, sie wolle Angestellte der DTU werden, jedoch eine finanzielle Entlohnung über ihre Tätigkeit erzielen und das ist ja bereits mit der bundesweit einmaligen Aufwandspauschale und Dienstwagen erreicht.

Bitte beantworten Sie die Frage vollständig: Wer waren diese Personen, und haben diese mit Frau Wisser persönlich über deren angebliches Interesse am Posten des Geschäftsführers gesprochen?

In dieser Frage muss ich auf meine Verschwiegenheit verweisen.


… Ich beurteile das Engagement vom ehemaligen Präsidenten Dr. Klaus Müller-Ott als keineswegs negativ. Ich habe mit ihm, wie mit den beiden anderen ehemaligen Präsidenten weitgehend hervorragend zusammengearbeitet, wenngleich wir in der Endphase verschiedene Diskurse über die Positionsausrichtung des Verbandes und etwa der Standortfrage „Hamburg oder Frankfurt“ hatten.

Über die TEG GmbH wurden die Veranstaltungen in Leipzig und Kiel abgewickelt. Die Vision des damaligen Präsidenten Müller-Ott war es, Events als Cityman bundesweit analog zum Erfolgsschlager von Hamburg auszubauen. Im Mittelpunkt stand hier, auch etwas Positives für die Sport und den Athleten zu tun. Es wurde der Bundesligawettbewerb eingebaut, Preisgelder gezahlt, wie auch Veranstalterabgaben an den Landes- und Bundesverband entrichtet. Dennoch war das finanzielle Ergebnis negativ, weil extrem hohe Absperrkosten und Verkehrsabsicherungskosten anfielen.

Natürlich hätten wir uns die Arbeit der nicht nur medienmäßig, sportlich und organisatorisch, sondern auch finanziell erfolgreich verlaufenen WM in Hamburg 2007, wie die Veranstaltungen in Kiel 2006 u. 2007 sparen können. Aber nur durch Aktivitäten und Visionen wie sie der damalige Präsident hatte, kommt der Sport weiter. Ich sehe die Aktivitäten rückblickend durchaus als wichtiges strategisches Investment.

Die Triathlon Event GmbH hätte auch problemlos nach 2008 weitergeführt werden können. Schließlich soll ab 2011 eine ähnliche Konstruktion die Durchführung der Triathlon Bundesliga übernehmen. Diese Aufgabe hätte die GmbH mit ihrem Stammkapital übernehmen können. Die Insolvenz war somit in meinen Augen vollkommen überflüssig, vielleicht sogar ein Verstoß gegen die Fürsorgepflicht gegenüber dem Verbandsvermögen. Die damit verbundenen Aufwendungen sind schlecht investiert.

In einem Interview mit diesem Magazin sagte Präsidentin Claudia Wisser, Sie hätten bei der Akquise von Sponsorengeldern doppelt kassiert: Einmal in Form Ihres Geschäftsführergehalts, ein zweites Mal durch eine Firma, die Ihnen gehört und deren Dienstleistung es war, Sponsoren für die DTU zu akquirieren. So wären laut Wisser allein in den Jahren 2001 bis 2008 EUR 180.000,- zusätzlich zum Geschäftsführergehalt an Sie geflossen. Ist das richtig?

Richtig ist, dass ich verschiedentlich Erfolgsprovisionen wie andere hauptamtliche Mitarbeiter der DTU, andere Agenturen und alle Trainer erhalten habe. Das ist nichts Ungewöhnliches wenn auch die veröffentlichten Summen falsch sind. Schon die Summe in dem Interview von Ihnen mit Frau Wisser war falsch, wie die meisten Aussagen Wissers aus dem Bereich der Halb- oder Unwahrheiten zu kommen scheinen.

Die ausgezahlten Provisionen waren wesentlich niedriger, als die marktüblichen. Dadurch konnte die DTU in der Vergangenheit eine hohe Summe an Vermittlungsgebühren sparen.

Durch das gezielte „Hochkochen“ dieses Themas soll von Seiten der DTU-Führung der  Eindruck erweckt werden, als hätte der Geschäftsführer ungerechtfertigt viel verdient. Mit den von Frau Wisser dargelegten Zahlen lässt sich sicherlich später selbst ordentlich über monetäre Aufwendungen und Kickback-Zahlungen verhandeln. Präsidentin Wisser soll  ja während einer Sitzung der Landespräsidenten sich offensichtlich sinngemäß so ausgedrückt haben, dass ein zukünftiger Geschäftsführer ein „Volljurist und bestenfalls BWL oder VWLer sein solle und nicht unter 100.000 Euro zu haben“ sei. Mittlerweile scheint ein solches Modell aber gar nicht mehr in den Planungen des geschäftsführenden Präsidiums Wisser/Eckert vorgesehen zu sein.

Die Honorierung meiner Tätigkeit erfolgte im Rahmen der Tariffestsetzung von TVÖD. Als Anmerkung am Rande sei gestattet, dass der Geschäftsführer noch nicht einmal der höchstdotierte hauptamtliche Mitarbeiter der DTU war.

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