 Ironman China: Einkaufen in den Straßen von Haikou Hatte ich gestern erwähnt, daß ich der Größte war? Wenn nicht, dann hier
der Nachtrag: Nach der Landung in Haikou wurden etwa 200 Chinesen und 3
Europäer in einen Cobus 3000 gesteckt. Von Jürgen Sessner
Das ist ein ganz gewöhnlicher Flughafenbus, der aber Gott sei Dank in Wiesbaden gebaut wird. Zumindest stand das auf einem Schild im Bus. Vielleicht hat uns das das Leben gerettet, denn er war nur für 100 Personen zugelassen. Nachdem alle im Bus waren, stellte ich mit Entzücken fest, daß ich mit meinen 181 cm der Größte war, was mir sonst nicht sehr oft passiert. Soviel zur Steigerung meines Selbstwertgefühles. Am darauf folgenden Tag stürzten wir uns für ganze 30 min auf die Straßen von Haikou, um ein wenig einzukaufen. Das Stadtzentrum liegt etwa 10km vom Hotel entfernt und ist wie aus einem typischen Kinofilm entsprungen. Der täglich mehrmals fahrende Shuttle-Bus bringt die Hotelgäste entweder in ein Einkaufszentrum am Stadtrand oder eben dorthin, wo das Leben tobt. Und das ist hier nicht nur so dahingesagt, gegen diese Innenstadt ist die Rushhour in einer deutschen Großstadt ein verkehrsberuhigter Bereich. Alles fährt Kreuz und Quer einschließlich unserem Bus, der Fahrer ignorierte so ziemlich jede Verkehrsregel auf den 20 Minuten Fahrt, die es so gibt. Ampeln, Stoppschilder, durchgezogene Linien, sogar Einbahnstraßen sind nicht selten, nur interessiert es eben niemanden. Wir hatten die Wahl zwischen 30 min und 3h Aufenthalt, und da uns das Ganze für den ersten Eindruck etwas zuviel war, entschieden wir uns für die kürzere Variante und kauften nur etwas Wasser und andere undefinierbare Getränke, die wir nach Farbe auswählten, ein. Zurück im Hotel mussten wir uns vom Kulturschock erholen und buchten gleich eine chinesische Massage, ganz nach dem Motto wenn schon Wellness, dann richtig. Heidi entschied sich für etwas Sanfteres mit Entgiftung und so, doch ich war mal wieder etwas vorlaut und wollte den harten Mann spielen. Doch diese kleine Chinesin entdeckte in einer fiesen Regelmäßigkeit lauter kleine Punkte an meinem Körper, die äußerst Schmerzhaft auf den Druck ihrer Hände, Ellbogen und was sie sonst noch so einsetzte, reagierten. Letztendlich war ich nach der Behandlung so was von locker, daß ich erst gar nicht mehr gehen konnte. Mit etwas Mühe schleppte ich mich dann ins Bett. Leider klappte das mit dem Einschlafen um 17 Uhr deutscher Zeit nicht so gut, darum husteten wir noch ein paar Stunden, bevor wir endlich schlafen konnten. Morgen steht ein Bericht über eine größere Shoppingtour auf dem Programm sowie ein kurzer Rundblick über das Starterfeld. Bis dahin viele Grüße nach Deutschland. Jürgen Sessner Über den Autor Jürgen Sessner ist Spezialist für Leistungsdiagnostik und Inhaber von Corpus Diagnostik. Im Rahmen des triathlon-szene Coachings schreibt er individuelle Trainingspläne. Als Trainer und Lebenspartner von Triathlonprofi Heidi Jesberger berichtet er eine Woche lang täglich aus China.
Diskussion im Forum Website Heidi Jesberger
|