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19.02.10
Interview mit Michael Göhner
Michael Göhner: Ambitionen für Hawaii 2011
Michael Göhner: Ambitionen für Hawaii 2011
Das große Potential von Michael Göhner ist seit Jahren bekannt, doch nicht jedes Rennen gelang dem laufstarken Triathlonprofi. Mit dem Sieg bei der Challenge Roth 2009 in einer Zeit von 7:56 Stunden fragt man sich: Ist seine Zeit nun gekommen? Andrea Nollert hat sich auf Lanzarote mit ihm unterhalten.
Von Andrea Nollert

Michael, erst einmal vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, ein Interview für triathlon-szene zu geben!

Michael Göhner: Sehr gerne.

Du kommst gerade aus Tirol, wo du dein erstes Trainingslager des Jahres absolviert hast. Schwerpunkt in den zehn Tagen dort waren Skilanglauf (350km) und Schwimmen (35km). Jetzt bist du mit Triathlonschule auf Lanzarote, um ein paar Radkilometer zu ergänzen. Wie baust du dein Trainingslager hier auf?

Michael Göhner: 
Mein erstes TL in Leutasch war für einen Triathleten schon sehr unspezifisch, aber es hat mir sehr viel gebracht, weil man auf den klassischen Langlaufskiern und beim Skating die Grundlagen sehr gut legen kann und es eine willkommene Abwechslung zum alltäglichen Triathlon-Training darstellt. Deshalb sammle ich erst hier meine Radkilometer. Das Wetter in Deutschland war ja sehr unbeständig und wir hatten seit Anfang Dezember viel Schnee. Deswegen war auch fast nur Rollentraining möglich. Ich habe mein TL standardisiert aufgebaut, es sind die Blöcke 3:1, d.h. auf drei Tage Belastung, die sich von Umfang und Intensität her steigern, folgt eine Art Ruhetag. An diesem macht man nur zwei Einheiten, auf jeden Fall Schwimmen und etwas anderes.

Dann achtest du aber doch sicher darauf, dass  du im Grundlagenbereich bist?

Michael Göhner: Ja, stimmt, die Einheiten auf dem Rad werden manchmal mit Krafteinheiten kombiniert. Am Ruhetag trainiere ich dann eher im kompensativen Bereich oder im unteren GA-Bereich.

Und wie sieht es aus, würdest du hier z.B. das Bergzeitfahren Tabayesco mitmachen?

Michael Göhner: Klar, das habe ich gestern schon mitgemacht (am dritten Tag). Ich bin keinesfalls Anschlag hochgefahren, aber schon flott. Ich sag immer: Einmal ist keinmal, denn es soll ja auch Spaß machen. Man kann solche Spitzen ruhig mal einbauen – das reine Grundlagenausdauertraining habe ich ja auf den Skiern schon hinter mir. Außerdem ist das Herz-Kreislaufsystem trainiert, ich möchte jetzt das Muskuläre noch auf dem Rad anpassen.

Hier im Camp sind jetzt aber ein paar Sportler, die das noch nicht machen konnten, die bisher nur ein wenig auf der Rolle trainiert, aber noch keine richtige Grundlage haben. Magst du auch ein paar Tipps für Anfänger/Einsteiger geben, die das hier zum ersten Mal machen?

Michael Göhner: Grundsätzlich sind die Umfänge, die Daniel Kezele von Ocean and Sports (Triathlonschule) hier eingebaut hat, schon relativ hoch. Da ist es wichtig, die Radeinheiten relativ ruhig anzugehen. Auch sollte man in der Gruppe mitfahren, die man wirklich fahren kann. Also lieber in der langsameren Gruppe anfangen und auf den Körper achten. Ansonsten ist das hiesige Schwimmtraining mit viel Technik sehr wichtig, besonders für Anfänger. Auch wenn es die kürzeste Einheit beim Triathlon ist, sollte man im Camp die Möglichkeit nutzen, hieran zu arbeiten.

Und zur Ernährung, wir hauen uns ja hier den Bauch alle ordentlich voll, man sieht auch die ein oder andere Flasche Wein, die am Abend bestellt wird. Was sagst Du dazu?

Michael Göhner: Ich finde, es spricht nichts gegen ein Gläschen Wein, wobei man ja auch ein Erdinger Alkoholfrei trinken kann…
Generell sollte aber eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Regeneration im Vordergrund stehen.

Du wirst in diesem Jahr nicht auf Hawaii starten. Warum?

Michael Göhner: Es gab viele Gründe. Zum einen hatte ich eine Woche vor Hawaii 2009 einen Radsturz. Diese Verletzung im Rücken hat sich sehr lange hingezogen. Ich konnte erst Anfang Januar wieder einigermaßen schmerzfrei trainieren, somit hatte ich eine recht lange Pause. Die Zeit bis zum ersten Ironman im Frühjahr wäre dann recht knapp gewesen. Drei Langdistanzrennen pro Jahr müssen ja vorbereitet sein, und ich will auf jeden Fall in Roth starten und dort meinen Titel verteidigen. In Roth kann man sich aber nicht qualifizieren, also hätte Südafrika angestanden, das wäre definitiv zu knapp geworden.

Außerdem muss ich mich im Schwimmen einfach noch verbessern. Wenn ich drei Langdistanzen mache, muss ich mehr wettkampfspezifische Einheiten einbauen und kann weniger an meinen Schwächen arbeiten bzw. diese verbessern.

Das Schwimmen ist auch auf der Langstrecke heute sehr wichtig geworden. Du arbeitest immer noch daran, dein Schwimmen zu verbessern. Was machen Deine Fortschritte im Wasser?

Michael Göhner: Oh ja, das Schwimmen ist definitiv mein Problem, ich muss mich da noch weiter verbessern. Wenn ich es schaffe, auf Hawaii noch 2-3 Minuten schneller zu schwimmen, dann habe ich auch eine realistische Chance, am Ende vorne zu landen. Und das muss mein Ziel sein.

Wann rechnest Du damit, im Schwimmen den Anschluss zur Weltspitze herzustellen?

Michael Göhner: Ganz klar, 2011 auf Hawaii. Da möchte ich hin und zwar mit Ambitionen!

Du hast gerade Roth erwähnt. Der Sieg bei der Challenge Roth 2009 war Dein bisher größter Sieg. Worin siehst Du die Ursache für diesen Erfolg? Was war an diesem Tag so besonders bzw. anders als sonst?

Wenn man gewinnt und dann auch noch in unter 8 Stunden, muss richtig viel passen. Aus meiner Sicht war es ein fast perfekter Tag. Die Bedingungen waren sehr, sehr gut: fast windstill, angenehme Temperaturen. Das sind die Grundvoraussetzungen für eine schnelle Zeit.

Diese Bedingungen hatten die anderen Athleten aber auch.

Michael Göhner: Natürlich war ich selbst auch fit. Ich habe mich ganz speziell auf den einen Tag vorbereitet und das war der Grundstein für den Erfolg. Die Konkurrenten haben es mir nicht leicht gemacht, ich hätte auch nicht viel langsamer sein dürfen und war ständig unter Zugzwang.

Ich musste volles Rohr schwimmen und durch Normann auch alles auf dem Rad geben, habe dann aber dennoch mit 8 1/2 min Rückstand zum Laufen gewechselt. Da hat Pete Jacobs die Pace vorgegeben, so dass gar nicht viel mit Taktik war, sondern ich musste einfach schnell laufen. Das gesamte Rennen war ja grundsätzlich sehr schnell, Chrissie Wellington hat sogar eine Weltbestzeit aufgestellt...

Eigentlich war das Medieninteresse ja auf Normann Stadler konzentriert, den hast du einfach stehen lassen und er hatte schließlich keinen schlechten Tag! War dieser Sieg dadurch besonders wertvoll?

Michael Göhner: Normann hat seine persönliche Bestzeit erzielt und es ist klar, dass auf ihn das mediale Interesse gerichtet ist. Er ist zweimaliger Hawaiisieger! Dennoch hatten mich sicher einige auf der Rechnung. Immerhin war ich 2007 beim IM Germany Zweiter und es war klar, dass ich unter die Top drei kommen kann. Das war ja auch mein Ziel und natürlich habe ich mich sehr über den Sieg gefreut.

Wenn man sich das so vornimmt, unter die Top drei zu kommen, man hat hart trainiert, ist gut vorbereitet. Gibt es eigentlich etwas Zusätzliches, was du dann noch machst, ein Art mentales Training, oder hast du bestimmte Rituale an den Tagen vor dem Wettkampf?

Michael Göhner: Die paar Tage vor dem Rennen muss alles vorbereitet sein, und dann ist eigentlich alles Organisatorische dran. Man bereitet seine Wettkampfsachen vor und richtet dann die Wechselzone ein, schaut sich nochmal die Strecke an, aber hier und jetzt denke ich da noch gar nicht daran. Meine Fokussierung auf den Wettkampf beginnt deutlich später. Den Rookies kann ich nur empfehlen, dass sie sich rechtzeitig genau vorbereiten und die Strecken ansehen, wenn möglich abfahren, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Irgendein besonderes Ritual vor dem Wettkampf habe ich nicht. Auch kein mentales Training.

Als sehr guter Läufer schlägt Deine Stunde immer erst sehr spät im Verlauf eines Rennens. Wie hat sich die Taktik bei den Rennen verändert?

Michael Göhner: Mittlerweile weiß ich, dass bei einem so langen Rennen viel passieren kann und dass ich auf meine Laufstärke vertrauen kann. Allerdings musste ich meine Erfahrungen diesbezüglich erst sammeln. Als ich mit dem Langdistanz-Triathlon angefangen habe (bin ja erst seit 2006 Profi), war das anders. Da bin ich oft zu schnell angerannt - weil ich eben nicht als Erster vom Rad gestiegen bin.

Zu Beginn meiner Triathlonkarriere hatte das Laufen im Training auch nicht immer so hohe Priorität. Aber inzwischen trainiere ich – im Bewusstsein der Chancen durch meine Laufstärke – wieder mehr das Laufen. Durch eine Optimierung bei der Wettkampfverpflegung mit Dr. Wolfgang Feil von Ultra Sports hat sich außerdem meine energetische Versorgung deutlich verbessert. So kann ich darauf vertrauen, mein Rennen auch bis zum Ende „durchziehen“ zu können.

Im Mai vergangenen Jahres hattest Du Dich geweigert, gemeinsam mit dem unter Dopingverdacht geratenen Stephan Vuckovic bei Liga-Rennen zu starten. Wie hat die Triathlonwelt drauf reagiert und wie siehst Du die Sache heute?

Michael Göhner: Zunächst einmal war ich sehr überrascht, dass meine Entscheidung solch hohe Wellen geschlagen hat. Insgesamt habe ich zu diesem Thema sehr viele Anrufe und E-Mails bekommen, die mich zu geschätzten 99% in meiner Meinung unterstützt und gestärkt haben. Auch meine Sponsoren haben alle zu mir gestanden. Insgesamt hätte ich mir allerdings eine gewisse „öffentliche“ Unterstützung auch von anderen Athleten gewünscht. Die meisten haben sich nur mir persönlich gegenüber geäußert.

Auch heute stehe ich noch zu meinem Verhalten und würde wieder so reagieren. Schließlich war die gesamte Situation völlig undurchsichtig und Stephan Vuckovic trug nichts zu ihrer Klärung bei. Da sollte es das Recht eines jeden Sportlers sein, sich entsprechend zu distanzieren.

Deine Ziele hattest du bereits erwähnt, in diesem Jahr die Titelverteidigung in Roth und 2011 Hawaii.

Michael Göhner: Genau, das sind meine zwei ganz großen Ziele. In diesem Jahr werde ich außer in Roth vermutlich noch in Arizona oder Florida starten, um (hoffentlich) die Hawaiiquali für 2011 zu holen. Und 2011 werde ich dann auch höchstens zwei Langdistanzen (inklusive Hawaii) absolvieren. Außerdem werde ich in beiden Jahren natürlich noch einige Kurz- und Mitteldistanzrennen bestreiten.

Mit welchen Ambitionen wirst du Hawaii 2011 angehen? Nur finishen, wie wir Einsteiger es uns oft wünschen, wird es sicher nicht sein, oder?

Michael Göhner: Na ja, nach zwei Mal DNF würde ich schon gerne mal wieder finishen (lacht). Nein im Ernst, als Profi muss man sich andere Ziele setzen. Ich traue mir bei optimalem Rennverlauf die Top drei durchaus zu, und das ist auch mein Ziel.
Das Gespräch führte Andrea C. Nollert

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Website Michael Göhner

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