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1.12.06
Pillen & Pedalen
Noch ganz sauber? Radrennen im Amateurbereich
Noch ganz sauber? Radrennen im Amateurbereich.
Ein Profi- oder ein Massenproblem? Eine Geschichte aus Südbaden. Aufgeschrieben von Tino Heeg.

Doping – eines der Themen des Jahres. Tief verstrickt sind die Radprofis wie der ehemalige Merdinger Jan Ullrich, tief verstrickt sind aber auch schon viele Amateure. Auch wenn das Experten wie Ulrich Wiedmann vom Freiburger Olympiastützpunkt oder der Freiburger Telekom-Teamarzt Lothar Heinrich nicht so sehen. Tino Heeg hat sich konspirativ mit einem Informanten getroffen, der die Szene aus dem Effeff kennt - und der weiß Abenteuerliches zu berichten.

Irgendwo südlich von Freiburg im Dreiländereck. Die Schweizer Grenze ist nahe und gelegentlich rauschen Passagierflugzeuge im Sinkflug über die sanften Hügel auf dem Weg zum Euro-Airport. Rick möchte seinen richtigen Namen nicht nennen. Der 27-jährige Radsportler war bis vor kurzem A-Amateur. Insgesamt sieben Jahre fuhr er in der obersten Liga der Amateure. Er absolvierte zahllose Rennen im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Schweiz und stand gelegentlich auch auf dem Siegerpodest. Die A-Amateure bewegen sich in halbprofessionellen Strukturen – was die Bezahlung, aber auch, was das Doping angeht.

Rick hat nach eigenen Angaben selbst nie leistungssteigernde Substanzen genommen. „Aber im Bereich der A-Amateure waren sicher achtzig Prozent aller Fahrer gedopt“, erzählt der groß gewachsene Sportler mit sanfter Stimme. „Viele haben auch EPO genommen, obwohl das sehr teuer ist.“ Rick kennt einen Rennfahrer aus Belfort, der an der Grenze mit EPO erwischt worden war – und zwar mit einer Menge für mehrere Fahrer. Einige A-Amateure geben dafür richtig viel Geld aus und erzielen auch die besseren Ergebnisse. Andere experimentierten nur etwas mit verschiedenen Substanzen – was viel gefährlicher ist.

"Gerade junge Fahrer halten sich für unsterblich" 

Wenn mehr als drei Viertel des Feldes gedopt sind, kann das für einen Nicht-Doper enorm frustrierend sein. „Es ist schon unfair.“ Aber Rick war seine Freiheit mehr wert. Gerade junge Fahrer, berichtet der Rennfahrer, „halten sich noch für unsterblich und nehmen einfach alles.“ Ein guter Bekannter sei ein solcher Fall. Dieser junge Fahrer war samstags noch auf einem Bundesliga-Rennen, von dem er erst spät in der Nacht zurückkam. Trotzdem stand er zusammen mit Rick am nächsten Morgen am Start eines lokalen Kriteriums. „Er sagte mir, er sei völlig erledigt, aber wolle heute für mich fahren und mir Windschatten geben.“

 

Nachdem er die Tablette genommen hatte, war er wie verwandelt.
Nachdem er die Tablette genommen hatte, war er wie verwandelt.
Nach ein paar Runden hatte sich eine Spitzengruppe gebildet – mit Rick und seinem Bekannten. Der klagte immer noch über Müdigkeit und meinte dann augenzwinkernd, dass er jetzt seine „Tablette“ nehmen müsste. „Als er das getan hatte, war er wie verwandelt“, erinnert sich Rick, „das waren zwei unterschiedliche Fahrer!“ Dann übernahm er die Tempoarbeit und gab Rick Windschatten, so dass dieser im Ziel sogar Zweiter wurde. „Das ist auch der Grund, warum ich keine Namen nennen möchte“, entschuldigt sich Rick, „denn alle diese Fahrer haben in ihrer Karriere auch mal etwas für mich getan.“

Ortstermin: Olympiastützpunkt Freiburg 

Vor der Tür des Olympiastützpunktes an der Freiburger Schwarzwaldstraße (OSP) läuft ein entfesselter Georg Thoma seiner Goldmedaille entgegen – allerdings nur als mannshohes Standbild. Drinnen zeigt Hans-Ulrich Wiedmann, Chef des Freiburger Zentrums für die Betreuung von Nachwuchs- und Spitzensportlern, die erst vor zwei Jahren eingeweihten Trainingsräume, Sporthalle und Kraftgeräte, an denen unter anderem Skiflieger Martin Schmitt, Kombinierer Georg Hettich oder Mountainbikerin Nina Göhl täglich trainieren.

Wiedmann betont besonders die Möglichkeiten der modernen Trainingslehre und Leistungsdiagnostik, die im OSP geboten werden. Hier können die jungen Athleten mit Hilfe einer qualifizierten Trainingssteuerung ihre Leistung optimieren. Leistungsentwicklung mit sauberen und fairen Mitteln – dafür stehe der OPS. Wiedmann glaubt, dass es eine breite Dopingfront nur bei Profisportlern in dafür anfälligen Sportarten gibt, im Amateur- und Nachwuchsbereich hingegen kaum gedopt wird. „Im Nachwuchsbereich wird nicht versucht, in großem Maßstab mit unfairen Mitteln zu arbeiten.“

Während seiner Amtszeit im OPS habe es noch keinen einzigen ihm bekannt gewordenen Dopingfall gegeben: „Doping wird von uns in keiner Weise toleriert, wir wollen die Athleten davor schützen und zu gesunden und leistungsfähigen Sportlern entwickeln.“ Rick ist da anderer Ansicht: „Ich glaube, dass die Funktionäre ziemlich genau wissen, was da läuft. Es ist halt keine gute Werbung, wenn sie zugeben, dass alle etwas nehmen. Deshalb sagen sie: Nee, nicht erwischt, nicht gedopt.“

Doping beim Nachwuchs: "Nur Ausnahmefälle"

Für ihn sind es die Ausnahmen bei den jungen Fahrern, die nicht zu den verbotenen Mitteln greifen. Und die kommen oft nicht weit: „Ein Freund von mir war sehr gut bei den Junioren und bei der U23, er hätte später sicher Profi werden können. Als er nach dem Studium zum Militär musste, war er in einer speziellen Sportgruppe mit drei gleichaltrigen Radfahrern. Da hat er gesehen, wie die drei sich jeden Tag irgendetwas intramuskulär gespritzt haben. Als er zurückkam, hat er gesagt: Das mache ich nicht! Und hat sein Fahrrad in der Garage an die Wand gehängt.“

Lothar Heinrich, Arzt an der Freiburger Uni-Klinik und beim ProTour-Radsportteam T-Mobile verantwortlich für die medizinische Betreuung und Trainingssteuerung, sitzt an einem winzigen Schreibtisch zwischen Kisten und überfüllten Regalen in seinem Büro in der Hugstetter Straße, direkt neben dem Blockheizwerk des Klinikums. Am nächsten Tag wird der Sportmediziner nach Salzburg zur WM der Straßenradsportler aufbrechen und dort die deutsche Nationalmannschaft betreuen. Dass gerade die jungen Sportler anfällig für Doping sind, sieht auch er nicht so: „Das sind nur Einzelfälle.“


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