 Ich wusste dass es über Trails geht, aber was für Trails! Von Bernd Weis erreicht uns ein Rennbericht über einen außergewöhnlichen Wettkampf. Bereits der Name der Veranstaltung lässt aufhorchen. Denn unter dem Begriff "American Zofingen Ultra Duathlon" kann man sich nichts anderes vorstellen als einen harten Tag an den Wurzeln unseres Sports. Von Bernd Weis
"Powerman Zofingen" als VorbildDie Distanzen sind etwas kürzer mit 8km Laufen + 135km Radfahren + 25km Laufen, dafür sind die Strecken extrem bergig. Beim Laufen müssen insgesamt 1000Hm und beim Radfahren 3000Hm bewältigt werden. Der Wettkampf findet im Naturreservat Mohonk Preserve statt, dadurch ist tolle Landschaft garantiert. Laut Jonas Baumann (10. Platz Powerman Zofingen 2009, war Dritter im letzen Jahr beim AmZof) ist die Stecke noch härter als beim Original. Ich bin zurück nach meiner Krankeit im Juli und August, hatte eine Virisinfektion – Rheumatisches Fieber.
 Der Indian Summer zeigte sich von seiner schönsten Seite Was für ein tolles Rennen. Landschaftlich zeigte sich der Indian Summer von seiner schönsten Seite und die Strecke waren atemberaubend. Aber auch knüppelhart. Ich wusste dass es über Trails geht, aber was für Trails: Über Stock und Stein, Felsen und über Baumstümpfe, auf Planken über Moorgruben und um Schlammgruben herum. Ich folgte am Anfang der losstürmenden Meute und lief mein Rennen. Ich hatte ja über 7 Stunden noch vor mir, "nur nicht überzocken" war meine Devise. Der Ötztaler ist weniger hart Der Morgen war kalt, deshalb zog ich mir auf dem Rad erst einmal Jacke und Handschuhe an und stecke mir viel Verpflegung ein. Nach dem ersten abfallenden Kilometer ging's dann gleich in den ersten Anstieg. Ein ständiges Auf und Ab, nie flach, solch eine bergige und anspruchsvolle Radstrecke gibt es selten. Selbst den Ötztaler Radmarathon, den ich vor einigen Jahren mal gefahren bin, fand ich weniger hart.  Das Ziel im Naturreservat Mohonk Preserve Aber selbst das war mir nicht genug, so dass ich auf dem Rad noch 15 Minuten unfreiwillig draufgesetzt habe: Bin falsch gefahren, was ich erst nach 4km an einer Ampel registriert habe. Zurück stand dann ein Ordner an der Kreuzung, vorher leider nicht. Psychisch war ich nach der ersten Radrunde dann etwas "down", doch aufgeben gilt nicht und so setze ich meine Aufholjagd fort. Zurück in der Wechselzone war ich froh, dass das Radfahren vorbei war. Ich habe mich schon auf das Laufen gefreut, doch bei einer Langdistanz machen die ersten Meter keinen Spass. Alles tut weh, und erst nach einigen Kilometern läuft man erst richtig rund. Bis zum Schluss konnte ich mein konstantes Tempo durchziehen, lief dann sogar noch Tagesbestzeit und auf einen nach meinem Malheur unerwarteten 5. Platz ein. Ergebnisse1. Michael Bakker, Garrison (USA), 7:17:39 h 2. Corey Boilard, Concord (USA), 7:23:51 h 3. Alex Lambrix (Holland), 7:25:57 h 4. Richard Bailey, Chapel Hill (USA), 7:29:35 h 5. Bernd Weis, SG Dettingen, 7:42:12 h Wem übrigens die Langdistanz zu viel ist, es gibt auch noch eine Kurzstrecke, die am selben Tag, nur etwas später startet. Bernd Weis
Über den Autor Bernd Weis hat fünf Mal an den Duathlon Weltmeisterschaften Elite teilgenommen.
Website American Zofingen Website Bernd Weis mit Bildergalerie
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