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13.10.09
Das Laufschuh-Duell
Kriminell: Drei Laufschuhe im Vergleich
Kriminell: Drei Laufschuhe im Vergleich
Mit dem Asics DS Trainer, dem Newton Racer und dem Nike Luna Racer vergleichen wir drei sehr unterschiedliche Laufschuhe. "Darf man das?" ruft empört die Volksseele. "Natürlich nicht!", ist unsere Antwort. Außer, man tut es.
Von Arne Dyck

Der Asics DS Trainer ist in diesem Vergleich das Referenzmodell, das wegen seiner großen Verbreitung als Nullpunkt in unserem Koordinatensystem fungiert. Genau genommen handelt es sich auch nicht um einen Vergleichstest und schon gar nicht um ein Duell, so dass der Titel dieses Beitrags mal wieder Schmu und Bauernfängerei ist. Der Leser sitzt vielmehr vor einer Betrachtung, die sich mit den Besonderheiten dieser Schuhmodelle auseinandersetzt, ohne dabei einen Sieger zu küren.

Allen drei ist gemeinsam, dass es sich um Laufschuhe mit geringer Sprengung (Fersenüberhöhung) handelt und damit auf den fortgeschrittenen Triathleten zielen, denn die meisten Triathleten brauchen ein paar Jahre oder Jahrzehnte, bis sie von einer hohen zu einer niedrigen Fersenposition gelangen. Das Laufen mit großer Fersenüberhöhung ist eine Zivilisationskrankheit, gefördert durch die Schuhindustrie; am besten ist es, man läuft von Anfang an in Schuhen mit geringer Sprengung. Das ermöglicht einen effizienten Laufstil und provoziert weniger Verletzungen als Schuhe mit großer Sprengung.

Asics DS Trainer

Asics DS Trainer
Asics DS Trainer
Der DS Trainer von Asics ist aus diesem Grunde ein Klassiker unter den Trainingsschuhen. Wer über eine passable Lauftechnik verfügt und mehr als 60 Kilo wiegt, findet in ihm einen guten Trainingspartner und Wettkampfschuh für lange Strecken. Auf Messen und im Internet bekommt man ihn für rund hundert Euro, und mehr ist er leider auch nicht (mehr) wert, denn die Sohle ist nach 600-700 Trainingskilometern unter dem Vorfuß komplett abgerieben, was erstens nervt und zweitens eine Frechheit ist.

Seine Eignung als Wettkampfschuh und Begleiter für schnelle Trainingseinheiten muss man heute etwas differenziert betrachten, denn es gibt interessante Konkurrenz auf dem Schuhmarkt. Zwei davon möchte ich nun näher vorstellen.

Der Nike LunaRacer

Nike Lunaracer
Nike Lunaracer
Diesen fliegengewichtigen Renner als Alternative zum braven DS Trainer darzustellen ist natürlich ein Skandal. Doch wer auf Pronationsstützen verzichten kann, sollte sich tatsächlich einmal mit dem LunaRacer als Trainings- und Wettkampfschuh befassen. Einmal am Fuß, bemerkt man bei diesem Schuh natürlich zunächst das fantastisch niedrige Gewicht – so macht Laufen Spaß! Aber gleich der zweite Eindruck gilt der hervorragenden Elastizität der Sohle. Man läuft wie auf Sprungfedern, der Schuh ist eine graugelbe Einladung zu einem tänzelndem, schwebendem Laufstil mit kurzen Bodenkontaktzeiten. Wer sich über die Jahre einen schlurfenden Schritt und eine leicht "sitzende" Haltung beim Laufen angewöhnt hat, der findet mit diesem Schuh wieder zurück zum schnellen Abdruck. Vor allem aus diesem Grund und erst in zweiter Linie wegen des geringen Gewichts ist der LunaRacer ein sehr schneller Schuh.

Die Dämpfung ist für einen flachen Schuh überragend. Ich habe ihn mit Freude auch bei längeren Läufen getragen, wobei ich einräumen muss, dass diese nur bis 1:45 Stunden, selten bis 2:00 Stunden gingen. Die Dämpfung ist so gut, dass man unwillkürlich nach dem Sinn eines LunaTrainers (mit dickerer und breiterer Sohle) fragt. Mehr Schuh als den LunaRacer brauche ich nicht, vielleicht ergänzt um eine kleine Pronationsstütze. Interessant für schnelle Wettkämpfe wäre hingegen eine noch dünnere, etwas härtere Sohle.

Zusammengefasst kann man sagen, dass der LunaRacer allein wegen seines geringen Gewichts als Wettkampfschuh zu klassifizieren ist. Dämpfung und allgemeiner Komfort sind mehr als ausreichend auch für das flotte Training, wobei die Passform renntypisch schmal ist – perfekt!

Sehr gut gefällt mir das halbtransparente Obermaterial, dass man nicht so recht als Oberstoff bezeichnen will. Und zwar weniger wegen der Optik (obwohl meine durchschimmernden Füße verdammt sehenswert sind!), als vielmehr wegen der geringen Elastizität des Materials. Es hält den Fuß sehr gut auf der Sohle platziert – eine Eigenschaft, auf die ich später beim Newton noch zurückkomme. Damit sitzt der Schuh satt und fest am Fuß; beim Aufprall hat man sofort guten Kontakt zum Untergrund, um blitzschnell Antriebs- und Steuerimpulse zu übertragen. Das ist der Schlüssel zu schnellen Laufzeiten, und in diesem Zusammenhang trägt auch das Obermaterial des Schuhs dazu bei. Im Gegensatz dazu wird ein labberiger Oberstoff die Bodenkontaktzeiten verlängern, weil der Fuß Extrazeit benötigt, bis er zunächst festen Kontakt zur Innensohle und anschließend zur Straße herstellen kann.

Über die Haltbarkeit des Nike Luna Racer kann ich noch nicht viel sagen. Es gibt jedoch Aussagen über mangelnde Haltbarkeit der Verbindung zwischen Sohle und Obermaterial neben den Fußballen. Infos dazu und zu weiteren Aspekten rund um den Luna Racer gibt es hier. Dank an Uli Fluhme für den Thread.

Nicht geeignet ist der Luna Racer für sehr langsame Läufer, da sich die Federwirkung der Sohle und die Vorteile des geringen Gewicht erst bei höherem Tempo entfalten.

Der Newton Racer

Newton Racer
Newton Racer
Dieser Schuh ist ein Spezialist, kein Generalist. Er ist in seinem Element bei schnellen Trainingseinheiten auf flachen asphaltierten Wegen. Weniger gut gefällt er mir bei langsamen Läufen, an starken Steigungen oder auf kiesigen Böden, für die die Sohle zu wenig Grip bietet.

Lässt man den Schuh jedoch auf sein bevorzugtes Terrain, erkennt man nach einigen Kilometern Eingewöhnung das Potenzial der ungewöhnlichen Sohlenkonstruktion. Es tut sich was unter den Fußballen! Dort arbeiten auf jeder Seite 4 beweglich fixierte Gummiklötzchen, die sich "verstärkend" auf den Abdruck und die Schrittlänge auswirken. Ich habe dazu natürlich keine Labormessungen gemacht, doch der subjektive Eindruck vermittelt ein dynamisches, tempofreudiges und insgesamt sehr positives Laufgefühl. Athleten aus dem Profilager der Triathleten haben mir dies im Gespräch bestätigt.

Allerdings muss man sich auf einen Laufstil über den Vor- oder Mittelfuß einlassen.  Dabei kann man durchaus zuerst mit der Ferse aufkommen, aber sobald wirklich Gewicht auf den Schuh kommt, sollte man über dem Mittelfuß stehen. Wer viel Druck auf die Ferse bringt, tut gut daran, zunächst mit Schuhen wie dem DS Trainer an einem dynamischeren Laufstil zu arbeiten. Wer jedoch über eine adäquate Lauftechnik verfügt, sollte meiner Meinung nach durchaus die Anschaffung dieses Schuhs erwägen.

Falls der Leser den Übergang zu dieser ungewöhnlichen Sohlenkonstruktion aus orthopädischer Sicht scheut (Änderungen an eingeschliffenen Bewegungsmustern sind manchmal problematisch in Hinblick auf Sehnenreizungen), kann er demnächst eine abgeschwächte Variante erwerben, die Newton derzeit auf den Markt bringt und am kommenden Freitag in unserer Live-Sendung vorgestellt wird. Bei meinen Läufen mit dem Newton Racer habe ich mir in der Tat zunächst die Achillessehne gereizt, was ich allerdings weniger auf die spezielle Sohle, als vielmehr auf das sehr weiche, luftige und leider auch recht nachgiebige Obermaterial zurückführe. Schnürt man den Schuh mit dem gewohnten Zug, so sitzt er durch das sehr nachgiebige, netzartige Obermaterial nur locker am Fuß. Meine Füße fanden daher zunächst nur wenig Halt in den schnellen Tretern, was nach meiner Einschätzung die Reizung verursachte (logischerweise auf beiden Seiten).

Schnürt man den Schuh etwas fester als normal, läuft er sich gleich wesentlich besser; dennoch vermittelt das Obermaterial für meinen Geschmack etwas zu wenig Halt für einen schnellen Schuh.

Nicht geeignet ist der Newton Racer für Fersenläufer, für Offroad-Fans und für Athleten mit sehr breitem Vorfuß, da die Gummiklötzchen dafür zu schmal stehen. Es gibt den Racer mit und ohne Stütze. Außerdem werden neben dem Wettkampfschuh Modelle für das Training, jeweils für Männer oder Frauen angeboten.

Bewertung

Der Asics DS Trainer ist ein guter Schuh, nicht zuletzt deshalb, weil er für fast jeden gut geeignet ist. Letzteres wird man über den Nike LunaRacer und vor allem für den Newton Racer wohl kaum sagen können. Beide haben jedoch Eigenschaften, die den DS Trainer etwas alt aussehen lassen. Beim LunaRacer ist es vor allem der Federeffekt der Sohle und natürlich das geringe Gewicht, wobei er auch bei der Dämpfung besser ist als der Asics. Nur wer eine Stütze benötigt, wird den DS Trainer bevorzugen.

 

 Asics DS Trainer 13
Nike LunaRacer
Newton Neutral Racer
Passform
eher schmal
schmal
eher schmal
Sitz
gut
überragendausreichend, weiches Obermaterial
Dämpfung
gut
überragend
gut
StützePronation, mittelstark
ohne
optional
Laufeindruck
dynamisch
sehr dynamisch, federnd
sehr dynamisch auf schnellen Untergründen
Geeignet für
Training aller Art. Marathon.
Training, Wettkampf von 10k bis Marathon für technisch gute Läufer. Nichts für Schnecken.Schnelles Training, Wettkampf Halbmarathon oder länger. Nichts für Fersenläufer. Spezielle Modelle für Training erhältlich.

 Der Newton Racer ist dem DS Trainer sehr ähnlich. Er punktet jedoch mit seiner innovativen Sohlenkonstruktion, die mir als ausgereift und wirksam genug erscheint, um diesen Schuh einmal auszuprobieren. Auf schnellen, asphaltierten Strecken würde ich ihn gegenüber dem Asics eindeutig bevorzugen.

Im Geschwindigkeitsbereich von 5:00 bis 4:00 min/km ist der Newton Racer für meinen Geschmack sehr gut geeignet. Der Nike hat es gerne noch etwas schneller und ist an meinen Füßen von 4:30 bis 3:45 min/km der beste Schuh, den ich bisher gelaufen bin. Wird es noch schneller, dürfte er ruhig rennmäßige Härte haben, wie man sie eher bei den Rennschuhen von Asics findet. Sowohl der Nike als auch der Newton sind eine versuchsweise Anschaffung oder eine ausgiebige Probesitzung beim Fachhändler wert.
Arne Dyck

Über den  Autor
Arne Dyck ist Triathlet auf der Langdistanz. Seine Bestzeit über 10k liegt bei 33:59min, innerhalb der Langdistanz bei 3:19h. Er wiegt 75 kg und läuft überwiegend auf dem Mittelfuß.

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