 Andreas Fuchs siegt in Podersdorf bei stürmischem Wind Trotz unwirtlicher Wetterbedingungen und
wütendem Neusiedlersee nahmen am 29.8. um 7.30 Uhr über 1000 Triathleten entweder
die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer auf dem Rad und den anschließenden
Marathonlauf in Angriff bzw. versuchten sich auf der ebenfalls angebotenen
Halbdistanz. Nachdem kurzfristig über ein Verschieben des Starts nachgedacht
wurde, entschlossen sich Veranstalter Kurt Mitschko und sein Team doch dafür,
pünktlich zu starten.
Erst nachdem der erste Schwimmer, Favorit Alexander
Frühwirth, den Schwimmbewerb knapp unter einer Minute bewältigt hatte,
beruhigte sich zumindest der Regen, Wind und Wolken erschwerten nach wie vor
den Bewerb, was jedoch kaum einen der Athleten davon abhielt, sich auf die 180
Radkilometer zu machen. Frühwirth musste seine Führung relativ bald an den
jungen Nikolaus Wihlidal abgeben, der sich lange Zeit auch an dieser Position
behaupten konnte, nach etwas mehr als der Hälfte der Distanz jedoch vom späteren
Sieger Andreas Fuchs abgelöst wurde.
Fuchs beeindruckte durch eine nahezu unglaubliche
Radleistung. Trotz stürmischem Wind absolvierte er die 180 Kilometer in 4:34
Stunden und sorgte damit bei den unzähligen Zuschauern für Begeisterung. Lokalmatador
Rainer Fuhrmann rollte derweil das Feld von hinten auf. Nach einer eher mäßigen
Schwimmleistung von 1:16 Stunde gelang es ihm aufgrund des zweitbesten
Radsplits, schon vor dem Marathon den Grundstein für seinen späteren zweiten
Gesamtrang zu legen. Einzig der Däne Bjarne Moller konnte sich unter die
starken Österreicher mischen.
Die Entscheidung sollte auf die Laufstrecke vertagt
werden. Rainer Fuhrmann lieferte eine packende Aufholjagd und kam bis auf 7
Minuten an den Steirer Fuchs heran. Trotz schnellstem Marathon in 2:55 Stunden
konnte er Sieger Fuchs (8:53 Stunden) nicht mehr einholen, belegte aber am Ende
den zweiten Platz. Nikolaus Wihlidal kämpfte tapfer und finishte schließlich
als Gesamtfünfter in 9:07 Stunden. Damit verlor er Platz drei in der Österreichischen
Staatsmeisterschaft an Alexander Frühwirth, der mit der zweitbesten
Marathonzeit seine für ihn eher dürftige Radleistung wettmachen konnte.
Bei den Damen siegte die Österreicherin Bettina
Zelenka in 10:33 Stunden, 11 Minuten vor Constance Mochar, ebenfalls aus
Österreich. Dritte wurde die Slowakin Kristina Lapinova. Zelenka und Mochar
lieferten sich bis zum Schluss ein ausgeglichenes Duell um die
Staatsmeisterschaft, das erst auf der Laufstrecke zugunsten von Zelenka
entschieden werden konnte.
Die 22. Auflage des Austria Triathlon war nicht nur
ein Rekord was die Starterzahl betrifft, sondern darüber hinaus auch noch ein
weiterer Beweis für die professionelle Arbeit von Veranstalter Kurt Mitschko
und seiner Crew. Tausende nasse aber zufriedene Zuseher sowie Athleten werden
das mit Sicherheit bestätigen.
Text: Pressemeldung Austria Triathlon Podersdorf
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