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15.07.09
Eindrücke aus Roth 2009
Solarer Berg: Stimmung auf der Radstrecke der Challenge Roth
Solarer Berg: Stimmung auf der Radstrecke der Challenge Roth
Normann Stadler: Ist er der große Verlierer von Roth 2009? Ja, selbstverständlich, beziehungsweise: nein, auf keinen Fall!
Von Arne Dyck

Zweifellos war Stadler der große Favorit. Nach der Absage von Sindballe und Beke schien kaum jemand in Sicht zu sein, der ihm den Sieg streitig machen könnte. Stadler selbst war sich dieser Stärke bewusst („Der Sieg geht nur über mich“), doch er stellte sich allzu optimistischen Einschätzungen entgegen, die seinen Sieg zu bloßen Formsache erklärten – womöglich mit Weltrekord, zumindest aber mit Radrekord.

Stadlers vierter Platz ist interessanter als sein Sieg es hätte sein können. Er zeigt, wie hart alle Top-Platzierungen erkämpft werden müssen, und wie riskant nah diese Athleten am Limit ihrer Leistungsfähigkeit agieren. Kippt ein Dominostein in die falsche Richtung, wird der Sportler scheitern. Entsprechend dünnhäutig reagieren Topathleten auf die Frage von Journalisten, welche Platzierung sie sich im nächsten großen Wettkampf zutrauen: „Den Sieg? Aber doch mindestens Top-Drei?“ Fast scheint es, als erlebten sie solche Fragen als despektierlich, als Verkennung der tatsächlichen Größe ihrer Aufgabe im Wettkampf.

Platz vier für Normann Stadler hört sich nach einer Enttäuschung an. Gemessen am Potential des Hawaii-Siegers ist es das auch. Doch um seine Leistung angemessen zu würdigen, sollte man auch die Meinung anderer Topstarter dieses Rennens berücksichtigen. Olaf Sabatschus äußerte die Ansicht, dass Normann eine bessere Platzierung verdient gehabt hätte, denn er sei auf dem Rad alleine voraus gefahren, während seine Verfolger allesamt in zwei größeren Pulks gefahren seien, die sich später zu einem einzigen vereinigten. In diesen Pulks herrschte eine eher großzügige Regelauslegung, was nach Ansicht von Sabatschus die schnellen Laufzeiten erklärt. Die erste Gruppe wurde angeführt von Thomas Hellriegel, die zweite wesentlich von Michael Göhner.

Ich würde mir wünschen, dass die Challenge Roth sich als Wettkampf mit besonders sorgfältiger Einhaltung der Windschattenregelung etablieren könnte. Die Strecken sind anerkanntermaßen schnell und werden von den stärksten Profis der Welt bevölkert; zahlreiche Rekorde sind dort gefallen. Roth könnte es sich leisten, bei Streckenlängen und Regelwerk für Präzision zu sorgen. Aktuell festigt sich leider bei den Profis hinter vorgehaltener Hand die Überzeugung, dass Roth eher das Pflaster für die schnellen Läufer sei, da die Chancen gut stünden, kraftsparend über die Radstrecke zu kommen. Ob diese Ansicht nach Betrachtung eines mehrjährigen Zeitraums begründet ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Allein das Gerücht empfinde ich aber als störend und sollte mit entsprechendem Einsatz von Kampfrichtern aus der Welt geschaffen werden. Denn mehr als für Rekorde interessiere ich mich für die simple Frage, wer an diesem Tag der beste Athlet war.

Am schnellsten im Ziel war bekanntlich Michael Göhner. Ich freue mich zu hören, dass er in der zweiten Verfolgergruppe viel gearbeitet hat. In den vergangenen Jahren war es sportlich eher ruhig um den Reutlinger, dessen Karriere aus meiner Sicht ein wenig auf der Kippe stand. Als riesiges Talent, als Kronprinz für künftige große Siege in eine Profikarriere gestartet, schien er die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen zu können. Bei den großen deutschen Rennen der letzten Jahre über die Langdistanz hatte ihn niemand ernsthaft auf der Rechnung.

Sein Sieg in Roth über seinen hochdekorierten Landsmann Normann Stadler, noch dazu  in einer Endzeit, die sich auch mit Timo Brachts Leistung in Frankfurt ungefähr vergleichen lässt (ich schätze Brachts Leistung eine Spur höher ein), ist ein grandioser Durchbruch.

Was will man zu Chrissie Wellington sagen? Ich erinnere mich an Zeiten, da finishten die schnellsten Frauen mit 9:10 Stunden. Die charismatische Engländerin schraubte unbedrängt an der Spitze radelnd und laufend den Streckenrekord auf 8:32 Minuten. Man möchte gerne wissen, was diese Athletin zu leisten imstande wäre, wenn sie von einer gleichwertigen Gegnerin gefordert würde. Belinda Granger, Teamkollegin beim früheren Trainer Brett Sutton, ließ durchblicken, dass Chrissie noch nicht alles gezeigt hat. Ist sie sauber? Man würde es so gerne glauben.

Rebekah Keat war nicht viel langsamer. Die gebürtige Australierin hat sich vor allem auf Mitteldistanzen einen Namen gemacht, die sie jahrelang fast nach Belieben dominierte. Eine große Karriere auf der Langdistanz schien vorgezeichnet. Dennoch staunte ich nicht schlecht, als sie vor dem Rennen eine Zeit von 8:50 Stunden ankündigte. Hallo? Eine solche Leistung, erstmals aufgestellt unter – gelinde gesagt – sehr günstigen Bedingungen von der legendären Paula Newby-Frazer, scheint die Trennlinie einer Zwei-Klassen-Gesellschaft zu markieren. Hier die superschnellen Frauen Wellington, Keat, van Vlerken, Csomor und Wallenhorst, dort alle anderen, die sich zwischen 9:00 und 9:30 Stunden zäh um die eine oder andere Minute verbessern, als Lohn eines harten Trainingsjahres.

Enorm gestiegen ist auch das Niveau der Athleten in den Altersklassen, nicht nur in diesem Jahr und nicht nur in Roth. Im Jahr 2005 wurde man mit einer Zeit von 9:20 Stunden Fünfzigster, im Jahr 2006 und 2008 musste man dafür eine 9:11 hinlegen. Am vergangenen Sonntag waren 8:54 Stunden nötig. Schuld daran sind selbstredend unsere Trainingspläne und Sendungen, sowie gute Ernährung und frühe Bettruhe (22 Uhr Lichtschluss!). Im Ernst: Sowohl in Roth als auch in Frankfurt können die schnellen Altersklassenathleten sauber ohne Windschatten fahren, wenn sie wollen. Das Material ist über alle Leistungsklassen hinweg sehr professionell. Das grundlegende Trainingswissen und bewährte Trainingspläne sind heute dank Internet für jeden leicht verfügbar. Nur in Einzelfällen beschleicht mich bezüglich der Leistungsentwicklung ein seltsames Gefühl. Allerdings hat Katja Ebstein bereits alles zu diesem Thema gesagt, so dass ich mir weitere Ausführungen sparen kann.

Die Challenge Roth ist das Langdistanzrennen mit den meisten Zuschauern in Deutschland. 150.000 sollen es gewesen sein. Ich habe sie nicht gezählt, doch man spürte deutlich einen noch größeren Andrang als in anderen Jahren. Bevor es nun Tumulte gibt: Auch in Frankfurt gab es viele Zuschauer, selbst wenn es dort weniger waren als in den Jahren zuvor. Einigen wir uns darauf, dass es bei beiden Rennen mehr als genug Schaulustige gab.

Zum Schluss noch ein Wort zu Normann Stadler. Er war anlässlich der Challenge in der Aufzeichnung einer Live-Sendung zu sehen, neben Jörg Jaksche und Lisa Hütthaler. Normann hat darin seiner Empörung über Hütthalers Darstellung Ausdruck verliehen, Doping gehöre zum Leistungssport einfach dazu, genauso wie Ernährung und Training. Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber ich habe diese Empörung stets vermisst. Wo war die Anklage der von dopenden Kollegen betrogenen Sportler, wo ein Aufschrei der Entrüstung? Entweder gab es das nicht, oder wir haben es überhört. Normann Stadler hat diese Empörung vor großem Publikum ausgesprochen. Dafür möchte ich ihm danken.
Arne Dyck
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