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27.09.13
Trainingsplanung: Intuition oder Kalkül?
Intuition und Faktenwissen: Erfolgreich ist, wer beides nutzt
Intuition und Faktenwissen: Erfolgreich ist, wer beides nutzt
Wie trainiert man erfolgreich? Durch das disziplinierte Abarbeiten ausgeklügelter Trainingspläne, als Datensammler und wandelndes Lexikon angewandter Sportwissenschaft? Oder besser als spontan und intuitiv agierender Springinsfeld, der sich hauptsächlich von seinem Gefühl leiten lässt? In diesem Beitrag steht, wo die Stärken beider Herangehensweisen liegen und wie man sie für sich nutzt.
Von Karsten Keßler

Scheinbare Unvereinbarkeit

Während meiner Bundeswehrzeit war ich für ein paar Wochen mit einem Bundesliga-Schwimmer auf der gleichen Bude, der mich fast täglich dadurch verblüffte, dass er von früh bis spät an seinem Trainingsplan arbeitete, ihn dann aber während dem Schwimmtraining mehrmals verwarf und selten das schwamm, was er eigentlich vor hatte. Ebenso begriff ich nie so ganz das Training unseres starken Marathonläufers, der an vielen Tagen scheinbar willkürlich „noch eine kleine Ecke“ dran hing oder überraschenderweise „jetzt vielleicht mal dem Traktor dort nachlaufen“ wollte.

Auch der starke Amateur-Radfahrer, mit dem ich gelegentlich eine Trainingsfahrt machte, war meist für allerlei Zwischensprints oder Tempoverschärfungen zu haben (wobei ich mir bei rückblickender Betrachtung gar nicht sicher bin, ob er das überhaupt als solches wahrnahm). Ganz davon abgesehen, dass diese Spontanität für mich manchmal sehr viel Schweiß und Tränen bedeutete, wunderte ich mich darüber, dass meine Trainingspartner eine scheinbare Oberflächlichkeit und Unbekümmertheit in sich trugen und gleichzeitig damit deutlich erfolgreicher waren als ich, der doch gerne ganz genau an vorbildlich ausgearbeiteten Trainingsplänen festklebte.

Bei manchen meiner Kollegen kam ich folglich zu dem Entschluss, dass sie mir schlicht etwas vormachten. Bei anderen war ich überzeugt, dass sie einfach Glück mit ihrem Training hatten und bei wieder anderen, dass sie doch deutlich besser sein würden, hätten sie so wie ich einen Plan, dem sie genau folgen würden.

Was dem Ganzen noch die Krone aufsetzte, war die Tatsache, dass alle zugleich ein sehr hohes Maß an Fachwissen besaßen. Detailgenaues Wissen über Trainingsgeschwindigkeit, irgendwann absolvierte Trainingsstrecken, Trainingsplanung und viele Dinge mehr. Wie war dieses Fachwissen mit der scheinbaren Spontanität und Unbekümmertheit beim Umsetzen im täglichen Training zu vereinbaren?

Eigentlich nicht möglich, dachte ich mir über viele Jahre. Denn: Entweder bin ich kopfgesteuert und trainiere exakt nach Plan, oder ich bin bauchgesteuert und trainiere so, wie ich gerade lustig bin. Als Mitglied einer modernen mitteleuropäischen Zivilisation ist dem planvollen, systematischen und wissenschaftlich fundierten Vorgehen selbstverständlich den Vorzug zu geben, könnte man doch meinen.

Rationale Ausgangsmatrix

Unsere schulische Ausbildung und tägliche berufliche Tätigkeit ist zu großen Teilen auf Analysen und Techniken aufgebaut. Unsere heutige Wirtschaftswelt ist eine Welt der Analysen. Keine wichtige Entscheidung wird ohne vorhergehende Analyse getroffen. Wenn eine bestimmte Technik oder Vorgehensweise erwiesener maßen zum Erfolg geführt hat, kann sie auch auf andere Gegebenheiten angewendet werden. Es liegt doch nahe, dieses wissenschaftliche Vorgehen auch auf weitere Bereiche anzuwenden, so z.B. das eigene Triathlontraining. Vielleicht auch nur aus Gewohnheit heraus.

Im Folgenden möchte ich dazu auf die hypothetische Frage „Bei welchem Langstreckenrennen starte ich?“ beispielhaft auf rationaler Ebene eine Antwort suchen, sofern das überhaupt möglich ist. Ich kann mir also folgende Entscheidungsmatrix aufzeichnen:

Entscheidungsmatrix: Je höher die Zahl, desto besser die Bewertung
Entscheidungsmatrix: Je höher die Zahl, desto besser die Bewertung
Ich habe die Alternativen Frankfurt, Roth und Glücksburg. Dazu die Kriterien Strecken, Preis/Leistungs-Verhältnis und Zuschauer. Als Methode zur Entscheidungsfindung, wo ich denn starte, ziehe ich folgende Fragen heran: „Wie schön sind die Strecken?“, „Wie gut ist das Preis/Leistungs-Verhältnis?“, „Wie gut sind die Zuschauer?“. Jedes Kriterium wird zusätzlich gewichtet, da nicht alle Kriterien dieselbe Wichtigkeit oder Bedeutung für mich haben.

Als vorletzten Schritt vergebe ich eine Note (5 = Kriterium optimal erfüllt, 1 = gar nicht erfüllt) und berechne die gewichtete Note (blaue Spalte, „Bewertung“). In meinem Fall erhalte ich für Roth die höchste Gesamtnote und würde damit dort starten. Das liegt daran, dass mir in diesem Beispiel die Streckenwahl am Herzen liegt (50%) und ich dort Roth 4 Punkte gegeben habe.

Der geneigte Triathlet wird nun seine Matrix erweitern müssen, da ja auch noch weitere Kriterien eine Rolle spielen. So z.B. Köln als weitere Alternative, der Wettkampftermin, Anreise und Übernachtungsmöglichkeiten, hoffentlich auch die Windschattenproblematik, Wetter (Windverhältnisse), Bestzeitentauglichkeit usw.

Es entsteht sehr schnell ein aufgeblähtes System, dass mit viel Glück und Kopfzerbrechen ein Ergebnis ausspuckt. Augenscheinliche Kritikpunkte bei diesem Vorgehen sind z.B., dass man gar nicht alle Informationen erfassen kann, die Entscheidungsfindung mit wachsendem Informationsangebot immer mühsamer wird, womöglich völlig falsch gewichtet wird oder die Abhängigkeiten der Kriterien das System völlig kompliziert werden lassen.

Auf der nächsten Seite: Wie das Unterbewusstsein komplexe Aufgaben richtig löst und zur Geheimwaffe erfolgreicher Sportler wird.



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