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3.12.08
Die 100 besten Tipps für Rennradfahrer
Umfassend, aber oberflächlich: Die 100 besten Tipps für Rennradfahrer
Umfassend, aber oberflächlich: Die 100 besten Tipps für Rennradfahrer
Als 12-Jähriger relativ spät zum Radsport gekommen, aber immerhin in einer Zeit eingestiegen, wo Pedalriemchen, Schlauchreifen und zwölf Gänge zum alltäglichen Handwerkszeug des kleinen Rennradlers zählten, muss natürlich ein Buch mit diesem Titel meine Neugierde wecken.
Von Andreas Staudt

Der Autor Nis Sienknecht dürfte den meisten Startpassinhabern aus der Zeitschrift „Triathlon“ bekannt sein. Dort ist der Redakteur für die Bereiche Technik, Ausrüstung und Training zuständig. Dass er selbst in Radsport und Triathlon Erfolge erzielen konnte, lässt natürlich hoffen.

Meine Spannung, wie denn die 100 Tipps gegliedert sind, weicht allerdings beim ersten Überblättern der Neugier. Jedem Tipp ist genau eine Seite gewidmet, und so stellt sich natürlich die Frage, wie der Autor eine Gewichtung realisiert, außer vielleicht den Raum für Text durch die Größe der Bilder zu variieren.

Wohl rein von Berufs wegen stürze ich mich zuerst auf die technischen Inhalte wie "Das Rennrad", "Die Sitzposition" und "Do It Yourself". Diese drei Kapitel enthalten, wie die restlichen sieben auch, jeweils zehn Tipps, wobei die "Sitzposition" künstlich auf zu viele Tipps verteilt erscheint, während die Schraubertipps mit je einer Seite eindeutig zu knapp sind. Dieses Kapitel ist völlig sinnlos, da unerfahrene "Nachwuchs-Schrauber" keine ausreichende Anleitung erhalten und alte Hasen nichts Neues mehr erfahren. Eine Anbauanleitung für den Fahrradtacho  ist schließlich jedem neuen Gerät beigefügt und wirkt hier wie der künstliche Versuch, das Sachgebiet aufzufüllen.

Die einleitende Rubrik "Das Rennrad" hätte eine konkrete Hilfestellung zum Finden eines geeigneten und fachkundigen Fahrradhändlers verdient, bedient sich aber lieber des banalen Aufzeigens der verschiedenen Griffpositionen am Lenker, dem Hinweis, die Rahmengeometrie zu beachten, ohne diese jedoch ausreichend zu erklären, oder dem zwecklosen bzw. ebenfalls nur rudimentär erklärten Tipp, die Gabel zu tauschen, um das Fahrverhalten des Rades zu verändern. Hierbei fehlt auf jeden Fall eine weiterführende Erklärung aller Einflussgrößen, denn die Gabelvorbiegung (hier fälschlicherweise auch noch als "Gabelvorlauf" bezeichnet, was das genaue Gegenteil meint) ist es nicht alleine, die das Fahrverhalten beeinflusst, und die Vielfalt an Bauformen für hauptsächlich drei verschiedene Steuersatztypen und zwei unterschiedliche Schaftdurchmesser kann auch fortgeschrittene Fahrer bei der Auswahl überfordern.

Die Kapitel "Training" und "Ernährung" sind schnell überblättert. Ersteres widmet sich verschiedenen Trainingsbereichen, ohne jedoch konkrete Anleitung zur Gestaltung effektiven Trainings zu geben. Darauf wird dafür im Bereich "Trainingssteuerung" eingegangen, mithin der einzigen Rubrik, die ich im Ansatz als gelungen für Rookies sowie alte Hasen bezeichnen würde, nimmt man ernsthaft trainierende Sportler einmal aus, die das kleine Einmaleins der Trainingslehre auf jeden Fall bereits beherrschen sollten.

Unter "Ernährung" brilliert der Autor in mittlerweile gewohnter und nicht sonderlich tief gehender Form mit Stammtischweisheiten, ohne ernsthafte Ratschläge zu geben oder auf Nahrungsergänzungsmittel einzugehen.

Eines meiner Lieblingskapitel ist die "Ausrüstung". Ich denke es wird schwierig, jemanden zu finden, der auf Erfahrungssuche so viele Fehlkäufe hinter sich hat wie ich. Natürlich würde ich nicht erwarten, von einem wie mir, der in hochgekrempelter Jeans mit Unterhose darunter auf dreistellige Distanzen geht, effektive Kleidungstipps zu bekommen, aber immerhin würde ich in der Lage sein, Neueinsteiger vor allzu großem Nippes aus der Sonderangebotsecke effektiv zu warnen.

Daher begeistern mich natürlich die ausgiebig beschriebenen Methoden der Herstellung von Fahrradhelmen oder die Unterschiede zwischen optischen Korrektur- und Fahrradbrillen; ich vermisse jedoch konkrete Tipps zur Auswahl geeigneter Modelle, die sich nicht nach einiger Tragezeit als kopfschmerzverursachende Quälgeister entpuppen.

Quickfacts
Die 100 besten Tipps für Rennradfahrer

Autor: Nis Sienknecht
Broschiert: 144 Seiten
Verlag: spomedis; Auflage: 1
ISBN-10: 3936376190
» Bei Amazon...
Natürlich widmet sich der Autor auch Trinkflaschen und Werkzeug. Wieso ich allerdings eine Flasche, die bei vielen Veranstaltungen kostenlos angereicht wird und wenn nicht, für 5 Euro im Handel zu erstehen ist, aufwendig im beschriebenen Prozedere reinigen sollte, statt sie zu entsorgen, erscheint  mir paradox, während die Exkursion zur Werkstattgrundausstattung wieder nur oberflächlich die Qualitätsunterschiede streift, ohne aber Kriterien zur Beurteilung selbiger an die Hand zu geben.

Die Punkte unter "Fahrtechnik" und zum "Fahren in der Gruppe" pendeln zwischen den Extremen. Einerseits wertvolle Hinweise, wie der zum effektiven Bremsen oder Übungen zur Fahrsicherheit, andererseits die Beschreibung grundfalscher Kurvenfahrtechnik und -linie einschließlich der Bebilderung, die zeigt ungewollt zeigt, wie man es besser nicht machen sollte.

Eigentlich ist es schon peinlich, erneut gebetsmühlenartig die Oberflächlichkeit der Kapitel zu erwähnen, aber auch durch das Kapitel "Wettkampfdisziplinen" zieht sie sich wie ein roter Faden. Weder gelingt es Sienknecht, das Wertungssystem beim Sechstagerennen auch nur im Ansatz brauchbar zu erklären, noch schafft er es, die Bahndisziplinen oder Querfeldeinrennen darzustellen und driftet stattdessen in nichtssagende Besonderheiten der entsprechenden Fahrradgattungen ab.

Da hilft auch der abrundende Anhang mit Verzeichnissen von Websites, Zeitschriften, den wichtigsten Rennen und weiterführender Literatur nicht mehr viel; Letztere ist für den Einsteiger nach den "100 besten Tipps für Rennradfahrer" bitter notwendig und hat beim Veteranen hoffentlich bereits für soviel Grundlage gesorgt, dass er im Buchladen guten Gewissens zu anderer Lektüre greifen kann.

Fazit

Weniger ist manchmal mehr. Dies hat der Spomedis-Verlag, der nach eigenen Angaben die Messlatte am gesundheitsorientierten Freizeitsportler anlegt, wohl außer Acht gelassen, und Autor Nis Sienknecht gelingt der Spagat zwischen gehaltvollen Basics für Rookies und  verwertbaren Informationen für Fortgeschrittene bei Weitem nicht. So gibt es keine klare Zielgruppe, der man das vorliegende Werk vorbehaltlos empfehlen könnte, außer vielleicht derjenigen, die auf die Schnelle ein Geschenk zu 12,95 € für ein radsportaffines Opfer sucht.
Andreas Staudt, redigiert von Mio

Über den Autor
Andreas Staudt ist seit früher Jugend im Ausdauersport aktiv und hat sich mittlerweile zum reinen Genuss- und Spaßathleten entwickelt. Der Zweiradmechanikermeister betreut u.a. Rennteams, Ausdauer- und Extremsportler und schreibt im Forum unter dem Nick "sybenwurz". 

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