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9.10.08
Ironman-Eigentümerin WTC verkauft - was kommt jetzt?
Ein finanzkräftiger Investor kauft die World Triathlon Corporation
Ein finanzkräftiger Investor kauft die World Triathlon Corporation
Am 08.09.2008 vermeldete das amerikanische Triathlon-Onlinemagazin slowtwitch.com den Verkauf der World Triathlon Corporation an eine Investorengruppe mit dem Namen Providence Equity Partners. Während bei uns die Meldung mit wenig bis keinem Interesse wahrgenommen wurde, überschlugen sich die Spekulationen in den amerikanischen Onlineforen. Von Startgeldern von über 750 $ bis zu Ironman-Rennen ohne Qualifikationsmöglichkeit für Hawaii wurde gesprochen. In einem weiteren Artikel am 15.09.2008 wollte der Editor von slowtwitch.com, Dan Empfield, etwas Licht in das Dunkel bringen. Um in die Materie einzusteigen, sind jedoch ein paar Hintergrundkenntnisse notwendig.
Von Jürgen Sessner

Die WTC wurde im Jahr 1990 gegründet, nachdem die Familie um Dr. Jim Gills die Rechte für den Ironman von Valerie Silk für eine relativ bescheidene Summe gekauft hat. Diese hatte in den vorangegangenen 10 Jahren mit der Verlegung des Rennens von Oahu nach Big Island sowie der Lizenzierung von 4 Qualifiern (u.a. Roth 1988) einige wichtige Schritte in Richtung Etablierung von Triathlon als ernstzunehmende Sportart getan. Nun hatte also die Familie Gills die Firma WTC an eine Investmentfirma verkauft, man spricht von einem Kaufpreis von etwa 50 Mio. Dollar.

Neuer Eigentümer: Providence Equity Partners

Die Investorengruppe Providence Equity Partners verfügt über ein Finanzvolumen von etwa 21 Milliarden Dollar und besitzt Beteiligungen vor allem im Medienbereich. So gehören MGM, Warner Brothers und Univision zur Gruppe. Die komplette Führungsetage der WTC, angeführt von Präsident Ben Fertic, wurde vorerst übernommen und wird die Geschicke weiterhin leiten. Der Name wird allerdings ein neuer sein. Die WTC wird zur World Endurance Holding – und damit ist eines klar: Es wird nicht bei Triathlon bleiben.

Die Konsequenz der Übernahme einer Investorengruppe ist die angestrebte Wertsteigerung der Firma. Die Voraussetzungen dafür sind durch die Medienbeteiligungen bestens, und diese nur mit der „Randsportart Triathlon“ zu nutzen wäre nicht gerade profitabel. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass die zwei wichtigsten amerikanischen Triathlonmagazine im Printbereich ebenfalls im letzten Jahr an private Investorengruppen verkauft wurden. Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Investorengruppen ihre Firmen weiterverkaufen, wenn dabei ein guter Gewinn erzielt wird. Somit könnte sich mittelfristig die Providence Equity Partners durch gezielte Zukäufe ein Imperium im Bereich Ausdauersport schaffen und im Paket dann den Höchstbietenden weiterverkaufen. Warum sollten nicht Events wie diverse Marathons oder gar die Tour de France von so einem potenten Unternehmen aufgekauft werden?

USA: Ironman ist kaum in den Medien

Jedoch zurück zur Sache: Die durchschnittliche Haltezeit der Firmen liegt laut Angaben auf der Homepage bei etwa 5 - 7 Jahren. Danach werden die Beteiligungen meist gewinnbringend abgestoßen. Da die WTC mit ihrem Konzept deutlich auf Expansionskurs war und der Triathlonboom weltweit deutlich spürbar ist, muss es für die WTC andere als kurzfristig wirtschaftliche Gründe für den Verkauf gegeben haben. Wer die amerikanischen Verhältnisse im Triathlon kennt, weiß, dass gerade im Mutterland des Ironman die landesweite Berichterstattung ein großes Dilemma ist. Nicht einmal vom Ironman Hawaii werden Livebilder gesendet, die Fans bekommen mit mehrwöchigen Verzögerungen die Bilder ins Haus geschickt. Da sind Deutschland, Österreich und die Schweiz mit teilweise 6 Stunden langen Live-Übertragungen von den lokalen Ironmans wesentlich besser gestellt. Dieses Manko war für die WTC anscheinend nicht zu lösen, wohl wissend, dass dies der größte Hemmschuh für das Wachstum der Marke bedeutet. Mit dem neuen Eigentümer stehen ganz andere Mittel und Wege zur Verfügung, um den Namen Ironman in eine neue Ära zu überführen.

Alleine die Steigerung der Popularität wird jedoch kein Geld in die Kassen der Anleger spülen. Die Marke Ironman generiert Geld hauptsächlich über 3 Wege:

  1. Verkauf der Markenrechte an Lizenznehmer für Triathlon Hardware wie Nahrungsergänzungsprodukte, Räder, Bekleidung usw.
  2. Verkauf von Hawaii-Slots an lizenzierte Partner weltweit, den Ironman-Rennen. 
  3. Seit 2 Jahren führt die WTC auch eigene Rennen auf dem amerikanischen Kontinent durch.

Da laut Providence Equity Partners das Rennen auf Hawaii weiterhin im Mittelpunkt der Serie stehen soll und die Startplätze dort limitiert sind, ist naheliegend, dass diese wohl eine kräftige Preissteigerung erfahren. Außerdem wird die World Endurance Holding den Weg der WTC weitergehen und zusätzlich an den Sponsoringeinnahmen der Veranstalter beteiligt werden wollen.

Startplätze bald deutlich teurer?

Die Veranstalter ihrerseits haben nun zwei Möglichkeiten. Sie können entweder die Anzahl der Slots reduzieren oder die Mehrkosten über erhöhte Startgelder an die Athleten weitergeben. Auf meine Anfragen bezüglich der zu erwartenden Änderungen äußerten die zwei größten Lizenzinhaber weltweit, die österreichische Triangle und die amerikanische NAS, noch zurückhaltend. Es habe noch keine Kontakte mit den neuen Besitzern gegeben und man wolle die Weltmeisterschaft auf Hawaii und dort stattfindende Sondierungsgespräche abwarten. Die Gefahr besteht jedenfalls, dass sogar bestehende Verträge durch die Umfirmierung ungültig werden. Laut der Presseerklärung sind zumindest alle Rennen mit angemeldeten Athleten abgesichert.

Spätestens nach dem IM Florida wird jedoch schnell klar werden, wie es für die Veranstalter weitergeht. Sollte dort die Anmeldung nicht wie üblich direkt nach dem Rennen für das nächste Jahr freigegeben werden, ist entweder die Sache noch in der Schwebe oder es wird Änderungen geben.

Bei Rückgabe der Slots hätte die World Endurance Holding sehr schnell die Möglichkeit, einen der vielen 70.3 Half-Ironmans zu einem vollen Ironman zu erheben und damit eine neue Einnahmequelle zu generieren oder die frei werdenden Kapazitäten, wie jetzt schon üblich, in Auktionen oder Verlosungen fließen zu lassen. Auf jeden Fall wird die oft kritisierte Kommerzialisierung im IM-Triathlon weiter fortschreiten, alles andere würde dem Ziel der Private Equity widersprechen.

Natürlich kann aber die Sportart Triathlon durch bessere Vermarktung einen Anschub in Sachen Popularität bekommen. Leider gibt es momentan zu wenig Institutionen, die damit wirklich etwas anfangen könnten. Eine Chance könnte sich für andere Anbieter auftun, die nicht an hohe Abgaben oder Restriktionen in der eigenen Vermarktung gebunden sind, um erfolgreich eigene Produkte im Markt zu platzieren. Die Challenge-Serie oder das Kölner Event machen dies jetzt schon vor.
Jürgen Sessner

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