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13.09.08
Gedanken zum Beschiss im Triathlon
Gute Sache: Gegner mit Ehrgefühl
Gute Sache: Gegner mit Ehrgefühl
Auf der ersten Schwimmrunde beim Ironman Frankfurt verlor er, nennen wir ihn Rolf, gut 4 Minuten auf seinen Trainingskumpel Klaus. In der zweiten Runde keine einzige. Der Verdacht lag nahe, dass Rolf an der Wendeboje eingangs der zweiten Runde ordentlich abgekürzt hatte – wie viele andere an diesem Tag.
Von Arne Dyck

Bilder und Berichte aus dem Internet erhärteten den Verdacht. Doch auf Nachfrage behauptete Rolf steif und fest, er habe sich auf der zweiten Runde eben sehr angestrengt. Dadurch sei er, obwohl als sehr mäßiger Schwimmer bekannt, das Tempo des sehr starken Schwimmers Klaus geschwommen. Und dabei blieb er.

Ich war in den Anfangsjahren nicht dabei, doch wahrscheinlich ist der Beschiss im Triathlon fast so alt wie die Sportart selbst. In anderen Sportarten ist das genauso, man denke nur an die zahllosen Fouls oder, eine Stufe verwerflicher, die mittels "Schwalbe" vorgetäuschten Regelverstöße im Fußball. Es ist müßig, sich darüber groß aufzuregen. Allerdings ist der Betrug durch die messbare Leistung im Triathlon, die Finisherzeit, oft deutlich lächerlicher als in anderen Sportarten. Zumindest wenn man ihn leugnet.

Man denke nur an den Triathleten, der in seiner Trainingsgruppe beim Radtraining stets Mühe hat, den Windschatten seiner deutlich stärkeren Kollegen zu halten – und der dann im Wettkampf, der leider an Pulkbildung litt, schneller als alle seine Kameraden über die Radstrecke kam. Oder an den schmerbäuchigen Engländer, der in Roth vor Jahren durch Abkürzen in die Top10 kam (und sogar die Stirn hatte, am nächsten Tag zur Siegerehrung zu gehen). Kurz: Die Leistung im Triathlon ist eine ziemlich vorhersehbare Sache, und je höher das Niveau, desto vorhersehbarer ist sie. Ausreißer nach oben halten sich in engen Grenzen. Deshalb ist der Beschiss im Triathlon so unüberbietbar lächerlich.

Doch er ist noch mehr als das. Er kann auch Freundschaften zerstören. Denn häufig treten wir bei regionalen Wettkämpfen gegen jene an, mit denen wir, sei es regelmäßig oder hin und wieder, trainieren. Denen wir über Jahre hinweg immer wieder bei Wettkämpfen begegnen, mit denen wir uns sportlich auseinanderzusetzen haben und mit denen wir letztlich unsere Leidenschaft teilen.

Respekt vor dem Gegner

Ich selbst habe über 15 Jahre hinweg versucht, bestimmte Leute in meiner Gegend zu schlagen, sowie von bestimmten anderen nicht geschlagen zu werden. Die Fairness dieses Wettstreits und die Leidenschaft, mit der wir ihn ausfochten, erkenne ich heute als die eigentliche Würze dieser Jahre. Ich habe bei Gott alles versucht, um diese Rennen zu gewinnen, und auch meine Gegner schenkten mir nichts. Die Rivalität war so intensiv, dass wir in manchen Augenblicken abseits der Wettkämpfe schlecht übereinander sprachen, dessen bin ich mir sicher. Doch einen Betrug, sei es durch Abkürzen oder verbotene Hilfe von außen, hätte es nie gegeben. Nicht weil wir bessere Menschen waren. Sondern weil die Rennen im unmittelbaren Wettstreit, Mann gegen Mann, ausgefochten wurden. Deshalb respektierten wir uns gegenseitig auf einer persönlichen Ebene.

Das ist bei großen Rennen fernab der Heimat mit Hunderten oder Tausenden von Startern anders. Man schwimmt in einer anonymen Masse vor anonymen Zuschauern; einer kürzt vor der Boje ab, Dutzende paddeln hinterher und feilen schon an der Story, mit der sie zu Hause die sensationelle Leistung verkaufen werden. War das abgekürzte Stück groß genug, entlarvt sich der Betrüger durch eine unrealistische Zeit in der Ergebnisliste vor seinen Trainingskollegen und wohl vertrauten Gegnern selbst. Das Vertrauen ist zerstört. Alle Leidenschaft des Zweikampfs ist für die bisherigen Gegner unwiederbringlich dahin. Wer sich nicht an die Regeln hält, mit dem mag man sich nicht messen.

Was folgt aus alledem?

Vielleicht dies: Gegner mit Ehrgefühl zu haben ist eine gute und wertvolle Sache, auch wenn es Dir vielleicht kein einziges Mal gelingt sie zu schlagen. Besteht der Verdacht auf einen Betrug, so ist ein alter und bisher ehrenhafter Gegner es wert, dass man ihn konkret darauf anspricht. Das ist besser als das geflüsterte Misstrauen und die Tuschelpost in der Szene. Vielleicht hat er eine gute Erklärung, die Dich überzeugt. Vielleicht auch nicht.

Insofern ähneln gute Gegner einer Kiste Äpfel: man muss sie gut behandeln, und von Zeit zu Zeit die Faulen aussortieren.
Arne Dyck

P.S.: Die Namen sind frei erfunden. Zumindest im Moment.
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