Empfohlen
Altenried Bike24 bronny.de triathlonstore Cervelo Emwee Bikes Kask Helmets Nutritional Finetuning Orca Powermeter24 Radsport Buchstaller Shark Sportswear Triathlonshop Sports Block SportScheck Sport Thieme Wiggle Onlineshop
Hier werben
Anzeigen
logo
... die Triathlon TV-Sendung!
  triathlon-szene TV-Sendung
Faris Al-Sultan und Patrick Lange im Interview
Über 1100 Sendungen in der Mediathek
  triathlon-szene TV-Sendung
Andreas Dreitz im Interview
Über 1100 Sendungen in der Mediathek
  triathlon-szene TV-Sendung
Aktuelles Trainingswissen
verständlich erklärt
  triathlon-szene TV-Sendung
Weltmeister Daniel Unger
"Meine besten Trainingseinheiten"
  triathlon-szene TV-Sendung
Weltmeister Daniel Unger:
Die Höhen und Tiefen im Profisport
  triathlon-szene TV-Sendung
Fritz Buchstaller:
Die optimale Sitzposition für Triathleten
  triathlon-szene TV-Sendung
Jan Frodeno: Interview mit dem Olympiasieger
  triathlon-szene TV-Sendung
Kienle-Schwimmcoach Jan Wolfgarten:
Worauf es bei der Kraultechnik wirklich ankommt
  triathlon-szene TV-Sendung
Jürgen Zäck
Fachwissen von den Stars der Szene
  triathlon-szene TV-Sendung
Aktuelle Rennanalysen
Interview mit den Top-Stars
  triathlon-szene TV-Sendung
Aktuelle Rennanalysen
Live-Sendung jeden Donnerstag 19 Uhr
  triathlon-szene TV-Sendung
Roth-Sieger Nils Frommhold
Über 1000 Sendungen in der Mediathek
  triathlon-szene TV-Sendung
Roy Hinnen: Radtraining für Triathleten
  triathlon-szene TV-Sendung
Stefan Zelle, Radlabor
"Sitzprobleme lassen sich vermeiden"
  triathlon-szene TV-Sendung
Timo Bracht
Live-Sendung jeden Donnerstag 19 Uhr
Nächste Sendung Donnerstag, 25. Mai, 19:00 Uhr
Wie funktioniert das mit den Live-Sendungen?
Home arrow Klugschnackers Notizen für durchreisende Kometen arrow Nach Olympia: Triathlon auf dem Weg zum medialen Straßenfeger?
30.08.08
Nach Olympia: Triathlon auf dem Weg zum medialen Straßenfeger?
Langweilig? Triathlon im Fernsehen.
Langweilig? Triathlon im Fernsehen.
Sportlich gesehen erlebt der deutsche Triathlon gerade seine fetten Jahre: Drei Hawaii-Siege durch Normann Stadler und Faris Al-Sultan, der Weltcup-Gesamtsieg von Anja Dittmer, der Weltmeistertitel von Daniel Unger und nun der Olympiasieg von Jan Frodeno – ein beeindruckendes Allegro durch die großen Titel unserer Sportart, für die Hellriegel, Leder, Zäck und Vuckovic den Auftakt gegeben hatten. Aus diesen Erfolgen müsse man etwas machen, hört man überall.
Von Arne Dyck

Gerade jetzt, denn einen Olympiasieger hat man nicht nur ein Jahr lang, wie einen Weltmeister, sondern vier.  Zeit genug also für eine mediale Offensive, die den Triathlonsport endgültig aus seinem Nischendasein befreien soll. Den Taktstock habe dabei die DTU zu schwingen. Der Verband solle sich mehr reinhängen bei der Vermarktung des Triathlonsports und dabei die Erfahrungen gemachter Fehler nutzen, die bei der Vermarktung von Stefan Vuckovics Silbermedaille gemacht worden seien.

Nichts davon wird eintreffen. Es ist an der Zeit, sich als Triathlon-Enthusiast ein paar Tatsachen in Erinnerung zu rufen. Zum Beispiel diese: Nicht ohne Grund ist Triathlon eine Randsportart. Das gilt insbesondere für die olympische Kurzstrecke. Ein großer Teil der Zeitungsleser hat sie noch gar nicht als eigenständige Disziplin erfasst. Meine Nachbarn zum Beispiel, obwohl sportlich interessiert, kennen nur Hawaii und dass mal ein Deutscher dort gewonnen hätte. Unger, Hamburg? "Ah, ja, stimmt, der Glatzkopf, der so gejubelt hat! Habe ich gesehen. Ist das nicht schon länger her?" Äh, ja, ist es...

Die Kraft der Bilder

Was den Menschen im Gedächtnis bleibt, sind starke Bilder: Stefan Vuckovics Jubeldefilée bei den Spielen in Sydney. Normann Stadler im Glutofen Hawaiis mal kotzend, mal heulend ("fucking tire!"), oder mit zum Sieg gereckter Faust nach dem totalen Triumph. Lothar Leder und Chris McCormack liegend und wankend nach ihrem historischen Sprintfinale in Roth. Dies ist fast schon die komplette Liste medienwirksamer Momente mit deutscher Beteiligung aus zehn Jahren Triathlonsport. Das ist natürlich ungerecht all den großartigen Leistungen deutscher Triathleten gegenüber, die in unserer kleinen Aufzählungen nicht vorkamen. Doch dies sind die Bilder, die bei denen angekommen sind, die wir mit der Begeisterung für unseren Sport anstecken wollen.

Warum ist diese Bilanz so mager? Ganz einfach: Triathlon ist im Fernsehen in den meisten Fällen sterbenslangweilig. Eine Ausnahme macht vielleicht Hawaii wegen dreier Gründe, die wir kurz aufzählen wollen:

Ironman Hawaii

Erstens geht es um viel: um den Sieg in der Mutter aller Schlachten. Man erlebt live den Griff nach den Sternen und den Sturz des Kaisers. Zweitens werden auf dem hitzeflimmernden Asphalt, zwischen feuerspeienden Bergen und alles versengenden Winden nicht nur Sieger, sondern Helden geboren – Normann Stadler, die Urgewalt! Chris McCormack, der ruhelose Krieger. Der niemals taktierende Wüstenfuchs Al-Sultan. Drittens verbindet man mit den bekanntesten Langstrecklern eine Geschichte, kennt die Namen und Gesichter, drückt dem einen die Daumen fester als dem anderen, fiebert mit.

Sieht man von Hawaii und den im vierjährigen Turnus anstehenden Olympischen Spielen einmal ab, gibt es im Triathlon keine großen Titel und damit auch keine Dramen mit ausreichender Fallhöhe. Die WM in Hamburg war interessant, doch wäre sie nicht in Hamburg gewesen sondern im Weltcup-Austragungsort  Tiszaujvaros, und hätte nicht Unger sondern ein Ausländer gewonnen – kein Hahn hätte danach gekräht.

Beispiel Tennis

Schauen wir hinüber zu einer anderen Randsportart, die den Aufstieg zum medialen Straßenfeger erfolgreich gegangen ist (Hin- und Rückweg): Der Tennis-Boom der Achtzigerjahre. Er hatte drei Ursachen: Erstens ein Turnier, dass eine überragende Bedeutung hatte, zweitens einen Deutschen der es gewann, drittens starke Gegner, die bekannt waren und mit denen man eine Geschichte verband (der Perfektionist Ivan Lendl oder das unbeherrschte Genie John McEnroe). Auch Thomas Hellriegels zweiter Platz auf Hawaii 1995 hatte diese drei Zutaten: Eine glanzvolle Bühne, einen weltbekannten Gegner namens Mark Allen und einen deutschen Pass.

Der Kurzstrecke fehlen in Deutschland diese Top-Events. Es gibt den Weltcup, doch wer in Deutschland interessiert sich dafür? Ich würde sogar so weit gehen zu spekulieren, dass der Weltcup von der Basis der deutschen Triathletinnen und Triathleten abgelehnt wird. Denn er ist der Grund für die Tatsache, dass unsere besten Kurzstreckler nur sehr spärlich in Deutschland starten. Man wird als Fan dadurch der Gelegenheit beraubt, sie näher kennenzulernen und – nach und nach – eine Geschichte mit ihnen zu verbinden. Und diese Geschichte ist die Voraussetzung dafür, dass man mitfiebert und Anteil nimmt, oder, aus der Sicht der Medien, als Athlet eine Schlagzeile oder eine Sendeminute wert ist.

Also: Große Rennen auf der Kurzstrecke müssen her, die ausreichend Prestige haben, um über Wohl und Wehe eines Topsportlers zu entscheiden. In den USA kämpfen die weltbesten Triathleten auf der Kurzdistanz in Einzelrennen und Serien um Preisgelder, die einen Spitzenlangstreckler unter seinem Hawaii-Blumenkranz blass werden lassen. Das sorgt für Spannung beim Zuschauer, für Aufmerksamkeit in den Medien und Engagement bei den Sponsoren. In Deutschland ist man von solchen Verhältnissen weit entfernt, auch wegen des viel kleineren Marktes. Doch es liegt nicht nur am Geld. Die besten deutschen Kurzstreckler zeigen sich nur selten in der Heimat, denn sie haben mit der Punktehatz in Weltcuprennen genug um die Ohren. Und diese sind bis auf eine Ausnahme alle jenseits unseres Radars.

Neue, spannendere Rennformate?

Zurück zur Notwendigkeit starker Bilder. Machen wir uns nichts vor, die meisten Triathlonwettkämpfe sind für Fernsehzuschauer sterbenslangweilig. Wer nicht selbst Triathlon betreibt und Insider ist, verendet irgendwann während des Bikeparts vor der Flimmerkiste an Gähnkrämpfen. Sollten wir deshalb nach neuen Rennformaten suchen, die schneller konsumierbar und ereignisreicher sind?

Versuchen könnte man es freilich. Doch vielleicht ist folgendes wahr: Dass Triathlon im Kern eine Sportart ist, die man machen muss, um ihren Reiz zu begreifen. Die im Fernsehen nicht so rüber kommt wie Biathlon oder eine Schussfahrt über die "Streif". Die langweilig ist, außer man übt sie aus. Ist das schlimm? Ich finde: Nein.

Glotze aus und ab zum Training.
Arne Dyck

Diskussion im Forum

Triathlon Radsport Sonstiges
Anzeige
Triathlon-Szene Trainingslager 2017
Trainingslager  für Triathleten
18.02. - 25.02.2017 Fuerteventura
26.03. - 08.04.2017 Mallorca
23.04. - 07.05.2017 Mallorca
Individuelle Trainingspläne
Individuelle Trainingspläne, persönliches Coaching
Individuell erstellte Trainingspläne
Wöchentlich oder 14-tägig neu angepasstes Training
Verschiedene Trainingspakete
Anzeige
Trainingspläne Rechner Food Indoor
Triathlon Trainingspläne zum Download
Direkt zu den Downloads: Kostenlose Trainingspläne für Kurzsdistanz, Mitteldistanz, Langdistanz (Ironman)
Trainingspläne für Volksdistanz, Kurzdistanz, Mitteldistanz und Langdistanz (Ironman).
Einsteiger:
Trainingsplan Volksdistanz
Trainingsplan Kurzdistanz
Trainingsplan Mitteldistanz
Fragen stellen im Forum
Fortgeschrittene:
Downloaden
Legende
Erläuterungen
Schwimmpläne hart
Schwimmpläne medium
Fragen stellen im Forum
logo Home | Werben | Impressum | Übersicht: Alle Artikel