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13.08.08
Peking 2008: Michael Phelps - Schwimmen in einer anderen Welt!
Schwimmen 2.0: Michael Phelps
Schwimmen 2.0: Michael Phelps
Wenn Michael Phelps mit Baseballkappe über den Unicampus schlendert, sieht er aus wie jeder andere Student auch. Doch wer Phelps Leistungen im Schwimmbecken kennt, der möchte meinen, hier bewegt sich Aquaman persönlich auf ungewohntem Terrain. Das Wasser ist seine Welt!
Von Holger Lüning

Außer seiner, spätestens im Schwimmdress sichtbaren, körperlichen Eignung für den Schwimmsport, scheint aber auch Phelps Motor von besonderer Güte zu sein. So untersuchte Genadijus Sokolovas, medizinischer Direktor der USA Swimming Association, im Laufe der Jahre das Laktatverhalten von mehr als fünf tausend Hochleistungsschwimmern. Kein Schwimmer lag nach Ende eines bedeutenden Rennens unter zehn Millimol Laktat pro Liter Blut (mmol/l). Phelps Wert lag nach einem seiner Weltrekorde jedoch lediglich bei 5.6 mmol/l. Dieser ungewöhnliche Wert deutet auf eine besondere Fähigkeit hin. Phelps regeneriert wesentlich schneller als andere Sportler. Ein Grund, weshalb er in der Lage ist, so viele Rennen in kurzer Zeit zu absolvieren, wie wir es derzeit in Peking erleben.

Ein anderer Faktor für seine herausragenden Leistungen sehen viele Beobachter in seinem langjährigen Trainer Bob Bowman. Selbst als Bowman von Baltimore an die Universität von Michigan berufen wird, folgt Michael Phelps seinem Ziehvater.

Bowmans Training bringt seinen Schützling immer näher an die Weltspitze. Mit 15 Jahren schwimmt er seinen ersten Weltrekord. Zweite Plätze werden zur Seltenheit. Nach einer seiner seltenen Niederlagen bei der WM 2003 über 100m Schmetterling, erkannten Bowman und Phelps weiteren Spielraum für Verbesserungen. Sie erkannten, dass Phelps nicht in der Lage war, sich nach Start und Wende von seinen Konkurrenten entscheidend zu lösen. Statt vier bis fünf Delphinkicks unter Wasser, entschied man, diesem Part zukünftig größere Aufmerksamkeit zu widmen.

Neue Technik an der Wende

Die Theorie ist einleuchtend: Je schneller der Schwimmer vom Start und aus der Wende kommt, umso leichter fällt es ihm, danach eine hohe Geschwindigkeit aufrecht zu erhalten. Der Vorteil dehnt sich über die gesamte Schwimmbahn. In etwa so, wie mit einem Rad nach einer schnellen Abfahrt in der Ebene die Geschwindigkeit zu halten.

Die Arbeit begann im Kraftraum mit drei zusätzlichen Trainingseinheiten. Fünf Kilogramm Zunahme an Muskelmasse waren das Ergebnis der harten, fast dreijährigen Arbeit. Die verbesserten Kraftwerte bescherten Phelps einen explosiveren Start und eine deutlich besseren Abstoß nach der Wende. In Kombination mit der Unterwasserbeinbewegung bis zu 15m wurde Phelps zum besten Start- und Wendenschwimmer der Welt.

Im vergangenen Jahr, bei der WM in Melbourne, demonstrierte Phelps mit sieben Goldmedaillen eindrucksvoll seine Dominanz. In seinem Heimatland wurde er zum gefeierten Star und die Erwartungen für Peking wuchsen.

Trotz der hohen Erwartungen sieht man Michael Phelps nach einem normalen Trainingstag mit 15km Wassertraining als äußerst entspannte Person. „Außerhalb des Beckens bin ich ein sehr entspannter Mensch,“ sagt der Champion. Bowman bestätigt das: „Seine größte Stärke ist seine Fähigkeit, sich zu entspannen und sich auch unter größtem Wettkampfdruck fokussieren zu können. Gleichzeitig steigt mit dem erhöhten Druck auch sein Leistungsvermögen.“ Eine Fähigkeit, die gerade die deutschen Schwimmer in den Tagen von Peking scheinbar verloren haben.

Swim 2.0

Nach den ersten Tagen von Peking scheint Michael Phelps der Weltklasse enteilt zu sein. Jedes seiner Rennen endet mit einer neuen Weltrekordzeit und man glaubt, um im Jargon der neuen Kommunikation zu sprechen, dieser junge Mann schwimmt mit Swim 2.0 während seine Konkurrenz immer noch mit Swim 1.0 herumschustert. Und Grenzen scheint es für Phelps ohnehin nicht zu geben. Da kann die Konkurrenz froh sein, dass ihm der Zeitplan von Peking nicht auch erlaubt über die Rücken- und längeren Freistilstrecken an den Start zu gehen.

Das wird einem klar, wenn man seine Trainingstests kennt. Im Training geht Phelps nämlich auch schon mal über längere Distanzen. So schwamm er im Frühjahr einen 5.000m-Test in 46.34 Minuten. Für alle, die nicht lange rechnen wollen: Das ist ein Schnitt von 55.88 Sekunden pro hundert Meter! Weltrekordtempo! (Übersetzung für Triathleten: 3.8km in gut 35 Minuten ohne Neopren!) Die Möglichkeiten eines Michael Phelps scheinen folgerichtig unendlich zu sein!

Nach den Spielen von Peking wird Phelps der erfolgreichste Olympiateilnehmer aller Zeiten sein. Wahrscheinlich mit mehr als zehn Goldmedaillen! Wir sind Zeuge eines sporthistorischen Moments. Wer weiß, wann das nächste Jahrhunderttalent diese Marke übertrifft? Möglicherweise setzt sich der Amerikaner ein Denkmal für die Ewigkeit.
Holger Lüning

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Über den Autor
Holger Lüning
Holger Lüning
Holger Lüning, M40, Sport- wissenschaftler und Hawaiifinisher. Ironmanbestzeit 9:34 Stunden, Schwimmzeit 0:49 Stunden. Holger Lüning ist Schwimmtrainer und amtierender Deutscher AK-Meister über 2,5 km Freiwasserschwimmen. In seiner aktiven Zeit als Schwimmer startete er in der ersten Bundesliga. Er ist Mitglied des triathlon-szene TV-Teams und Coach bei den triathlon-szene Schwimmseminaren.
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