Empfohlen
Altenried Bike24 bronny.de triathlonstore Cervelo Emwee Bikes Kask Helmets Nutritional Finetuning Orca Powermeter24 Radsport Buchstaller Shark Sportswear Triathlonshop Sports Block SportScheck Sport Thieme Wiggle Onlineshop
Hier werben
Anzeigen
logo
... die Triathlon TV-Sendung!
  triathlon-szene TV-Sendung
Faris Al-Sultan und Patrick Lange im Interview
Über 1100 Sendungen in der Mediathek
  triathlon-szene TV-Sendung
Andreas Dreitz im Interview
Über 1100 Sendungen in der Mediathek
  triathlon-szene TV-Sendung
Aktuelles Trainingswissen
verständlich erklärt
  triathlon-szene TV-Sendung
Weltmeister Daniel Unger
"Meine besten Trainingseinheiten"
  triathlon-szene TV-Sendung
Weltmeister Daniel Unger:
Die Höhen und Tiefen im Profisport
  triathlon-szene TV-Sendung
Fritz Buchstaller:
Die optimale Sitzposition für Triathleten
  triathlon-szene TV-Sendung
Jan Frodeno: Interview mit dem Olympiasieger
  triathlon-szene TV-Sendung
Kienle-Schwimmcoach Jan Wolfgarten:
Worauf es bei der Kraultechnik wirklich ankommt
  triathlon-szene TV-Sendung
Jürgen Zäck
Fachwissen von den Stars der Szene
  triathlon-szene TV-Sendung
Aktuelle Rennanalysen
Interview mit den Top-Stars
  triathlon-szene TV-Sendung
Aktuelle Rennanalysen
Live-Sendung jeden Donnerstag 19 Uhr
  triathlon-szene TV-Sendung
Roth-Sieger Nils Frommhold
Über 1000 Sendungen in der Mediathek
  triathlon-szene TV-Sendung
Roy Hinnen: Radtraining für Triathleten
  triathlon-szene TV-Sendung
Stefan Zelle, Radlabor
"Sitzprobleme lassen sich vermeiden"
  triathlon-szene TV-Sendung
Timo Bracht
Live-Sendung jeden Donnerstag 19 Uhr
Nächste Sendung Donnerstag, 29. Juni, 19:00 Uhr
Wie funktioniert das mit den Live-Sendungen?
Home arrow Berichte und Analysen arrow Frank Vytrisal: Es war soooo schlimm!
15.07.08
Frank Vytrisal: Es war soooo schlimm!
Ich habe mich nach Frankfurt sehr bedeckt gehalten, da ich nicht wusste wie ich meine Saison weiter planen wollte. Am Montag nach dem Rennen von Frankfurt hatte ich aber sofort mit den Organisatoren vom Ironman Zürich Kontakt aufgenommen, um nach einer Genesung die Möglichkeit zu haben mich für Hawaii zu qualifizieren. Dieses Startrecht wurde mir auch gewährt, vielen Dank noch mal! Die Woche nach Frankfurt war nicht einfach. Die Analyse meines Blutes zeigte, dass ich mir einen Virusinfekt eingehandelt hatte. Katrin, meine Frau und gleichzeitig meine Hausärztin, sagte zu mir: "Wärst du nur mein Patient, würde ich Dir sagen, schlag Dir das mit Zürich aus dem Kopf -- geht nicht. Aber als mein Mann, schlage ich vor wir schauen am Donnerstag nach dem Blut und wenn sich die Werte normalisiert haben, versuchst du es einfach."

Zwei andere befreundete Ärzte schlugen in die gleiche Kerbe. So war nur ganz leichte Bewegung von einer Stunde pro Tag angesagt. Am Donnerstag wollte ich noch mal schauen wie ich mich unter Belastung fühle. Geplant waren 2 Stunden incl. 30 Minuten im geplanten Wettkampftempo. Die erste Stunde im lockeren GA-Bereich war auch prima, ich war wieder sehr zuversichtlich und guter Dinge. Dann erhöhte ich die Belastung und mein gutes Gefühl verschwand sehr schnell. Meine geplanten 290 - 300 Watt waren nicht zu halten, der Puls schoss in die Höhe und mir wurde schlecht. Alles andere als eine positive Generalprobe. Ich beschloss den Ironman Zürich sausen zu lassen, denn mit 90 Prozent meiner Kraft schaffe ich keinen Ironman, geschweige denn eine Qualifikation für Hawaii.

Nach dem Training war ich sichtlich geknickt, aber Katrin lächelte mich an und sagte voller Freude: "Deine Blutwerte sind ok!" So schöpfte ich wieder Hoffnung, schließlich hatte ich noch 2 Tage bis zum Wettkampf. Meine Entscheidung wurde revidiert, und ich fuhr Freitag morgens in Begleitung eines Freundes und Trainingspartners nach Zürich. Ich beschloss auch dies nicht an die große Glocke zu hängen, da ich nicht wusste, ob ich unter diesen Umständen in der Lage wäre einen Ironman zu bewältigen.

Für den Wettkampftag war regnerisches Wetter gemeldet, ich redete mir ein, dass dies gut für mich ist. So war ich gewappnet als es beim Schwimmstart in Bindfäden geregnet hatte. Das Schwimmen war sehr locker in der ersten Verfolgergruppe. Hier habe ich sicherlich eine oder zwei Minuten verloren, aber in Anbetracht meiner gesundheitlichen Lage wollte ich keinesfalls am Anfang überziehen. Nach einem schlechten Wechsel, ich habe meine Verpflegung verloren (das Klebeband hielt nicht durch den Regen), stieg ich als Letzter der Gruppe auf mein Rad. Doch schon nach wenigen Kilometern hatte ich meine Mitstreiter aus dem Wasser überholt, außer einen Ronnie Schildknecht -- den sah ich erst im Ziel wieder!

Auf dem Rad versuchte ich annähernd das zu fahren, was ich trainiert hatte, sprich 300 Watt. Das ging auch einigermaßen, doch mein Gefühl dabei war nicht wie sonst. Es war anstrengend, ich musste mich überwinden, und ich musste mir immer wieder gut zureden. In den Flachpassagen lief es sehr gut, auf den anspruchsvollen Bergauf- und vor allen Dingen Bergabpassagen war ich durch meine Streckenunkenntnis benachteiligt. Schon auf der ersten Abfahrt musste ich feststellen, dass mir der Regen und die Kälte mehr ausmacht, als ich mir das einredete. Ich fror fürchterlich, hatte Probleme die Bremsen zu ziehen und war froh als es wieder bergauf ging und ich wieder treten durfte. Ich wollte mir nicht vorstellen, dass ich unter solchen Umständen 180 km fahren sollte. Ich redete mir immer wieder ein, dass es gleich aufhören wird zu regnen und dann wird mein Stündlein schlagen. Nach der Hälfte der Radstrecke bekam ich Krämpfe in beiden Oberschenkeln -- so etwas kenne ich normalerweise überhaupt nicht.

An eine Aufgabe habe ich trotz allem nie gedacht. Der Infekt hat sicherlich meine Leistungsfähigkeit geschwächt, aber das konnte ich nicht mehr ändern. Als Stefan Riesen zu mir auffuhr, versuchte ich mit ihm mitzufahren, was mir in der Ebene auch sehr leicht fiel, aber am Berg und besonders bergab war ich chancenlos. Nachdem wir dann durch ein offizielles Begleitmotorrad fehlgeleitet wurden, habe ich zu langsam reagiert und den Anschluss an Stefan verloren. Kurz unterhalb meiner Krampfschwelle quälte ich mich in die zweite Wechselzone.

Der Marathon: "Ich war am Limit"

Auf der Laufstrecke hatte ich gleich zu Beginn wieder mit Krämpfen zu tun. So konnte ich nur ganz verhalten beginnen. Die ersten Kilometer mit Schnitt 4:20 - 4:30 min/km waren entsprechend langsam. Aufgebaut wurde ich von ein paar Freunden die mir zuriefen, dass die anderen schlecht aussehen, zum Glück haben sie mir nicht gesagt wie ich zu diesem Zeitpunkt aussah.

Von km 5 - 25 ging es mir besser. Es kam wieder Blut in Hände und Füße und mein Lebensgeist kam zurück. Auf diesen Kilometern machte ich ständig Boden gut auf den zu diesem Zeitpunkt drittplatzierten Daniel Müller. Bei Kilometer 27 konnte ich den dritten Platz übernehmen und dachte das müsse ich nur noch "Heimschaukeln". Doch da irrte ich mich gewaltig, meine Reserven waren völlig aufgebraucht, und ich wollte mir nicht vorstellen, noch 15 Kilometer zu laufen. Doch jetzt war ich auf einem Podiumsplatz und hatte damit auch die Quali für Hawaii, jetzt musste ich durch!

Mein normales Marathontempo konnte ich nicht mehr laufen, ich wollte nur nicht gehen oder gar anhalten müssen. Doch bei km 32 kam die Schreckensmeldung. "Der Daniel ist 1:50 min hinter Dir" rief mir Peter zu. Bei km 36: "Lauf, der ist nur noch 50 sec. Hinter dir!" Ich war am Limit! Beim letzten Wendepunkt (37,5 km) kam die ganze Wahrheit zu Tage: 20 sec. Betrug der Abstand. Ich beschloss nun volles Risiko zu gehen und so zu laufen, als ob es der letzte Kilometer sei.

Bei Kilometer 39,5 rief mir Peter mit versteinertem Gesichtsausdruck zu: "Lauf um dein Leben, das wird eng!". Nach so vielen Qualen an diesem Tag wollte ich mir das dann nicht mehr nehmen lassen und beschleunigte nochmals, nicht wissend wie viele Meter dies noch gut gehen kann. Leider war ich nicht in der Lage, auch nur eine Sekunde den Zieleinlauf genießen zu können. Die Ziellinie hätte auch keinen Meter weiter hinten sein dürfen.

Im Ziel angekommen konnte ich mich nicht mehr auf den Beinen halten und musste medizinisch versorgt werden. Doch schon nach einer halben Stunde war ich wieder zu Scherzen aufgelegt. Abschließend sei gesagt, dass dies vielleicht nicht mein bestes Rennen war, dazu war mein Körper nicht in der Lage, aber vom Kopf war es ein absoluter Durchbruch. Mich so durchzukämpfen, macht mich sehr stolz. So eine Kampf (Krampf)-Leistung hätte ich mir vorher nicht zugetraut.

Ich kehre mit einem positiven Fazit aus Zürich zurück. 3. Platz, Quali für Hawaii, mental gewappnet für meine nächsten Aufgaben. Vielen Dank an alle, für das in mich gesetzte Vertrauen, und viele liebe Grüße aus Darmstadt!
Frank Vytrisal

Frank Vytrisal

Triathlon Radsport Sonstiges
Anzeige
Triathlon-Szene Trainingslager 2018
Trainingslager  für Triathleten
Mit Arne Dyck
Kleine Radruppen, eigene Guides, gute Stimmung
Februar/März 2018 Fuerteventura
April und Mai 2018 Mallorca
Genaue Termine ab ca. Juli. Rechtzeitig buchen, da stets früh ausgebucht!
Individuelle Trainingspläne
Individuelle Trainingspläne, persönliches Coaching
Individuell erstellte Trainingspläne
Wöchentlich oder 14-tägig neu angepasstes Training
Verschiedene Trainingspakete
Anzeige
Trainingspläne Rechner Food Indoor
Triathlon Trainingspläne zum Download
Direkt zu den Downloads: Kostenlose Trainingspläne für Kurzsdistanz, Mitteldistanz, Langdistanz (Ironman)
Trainingspläne für Volksdistanz, Kurzdistanz, Mitteldistanz und Langdistanz (Ironman).
Einsteiger:
Trainingsplan Volksdistanz
Trainingsplan Kurzdistanz
Trainingsplan Mitteldistanz
Fragen stellen im Forum
Fortgeschrittene:
Downloaden
Legende
Erläuterungen
Schwimmpläne hart
Schwimmpläne medium
Fragen stellen im Forum
logo Home | Werben | Impressum | Übersicht: Alle Artikel