|
28.04.08 |
Getestet: Der Schwimmanzug blueseventy pointzero3 |
E-Mail
Der Schwimmanzug namens "pointzero3" von blueseventy ist im Unterscheid zu anderen Schwimmanzügen nicht aus Stoff, sondern aus sehr dünnem Neopren gefertigt. Seinen Durchbruch hatte die schnelle Pelle im Jahr 2006 auf Hawaii, als Normann Stadler mit diesem Anzug den Grundstein zu seinem zweiten Hawaiisieg legte. Wir haben ihn getestet. Von Stefan Schröter
Der Speedsuit besitzt seit Ende 2007 die FINA-Zulassung. Er besteht aus dünnem Neopren mit hydrophober Nano-SCS-Beschichtung, besitzt Stretcheinsätze im Beinbereich und hat einen Reibungswiderstand von 0,032. Spürbarer Tempogewinn Fakten blueseventy pointzero3 Preis EUR 209,- blueseventy.com Der blueseventy pointzero3 ist ein schlicht gestalteter Speedsuit und trägt sich angenehm. Er dehnt sich im Wasser ein wenig. Die Beweglichkeit ist nicht eingeschränkt, der Armzug wird durch den pointzero3 nicht behindert. Technisch sauberem Schwimmen steht also nichts im Wege. Man spürt förmlich, wie man durch das Wasser gleitet. Gleiche Tempovorgaben fühlen sich mit dem pointzero3 nicht so anstrengend an wie im Vergleich ohne den Anzug. Spürbarer Auftrieb Trotz der nur dünnen, aber flexiblen Schicht besitzt er ein wenig Auftrieb. Der Unterschied zwischen einer reinen Badehose, einem Zweiteiler oder Triathloneinteiler und dem Speedsuit ist zu spüren. Mit dem Anzug hat man einen weitern Trumpf in der Hand. Das Ausziehen nach dem Schwimmen geht zügig und ohne Probleme.
Der blueseventy pointzero3 ist ein vielversprechender Speedsuit. Die beiden Sieger der Weltmeisterschaften 2007 auf Hawaii und ein Drittel der Starter trugen den pointzero3, die schnellste Schwimmerin bei den Profis trug die Weiterentwicklung, den pointzero3+. Tipps und Hinweise
- An den Wenden kommt beim Speedsuit bemerkbar Wasser in den Anzug, insbesondere im Lendenwirbelbereich. Darum sollte der Anzug knalleng am Körper sitzen.
- Ein Band ist am Schiebegriff des Reißverschlusses zum besseren Öffnen im Wettkampf nach dem Schwimmen bereits befestigt.
- Nicht vergessen, die scheuergefährdeten Hautstellen am Hals einzucremen! Es kann dort bei längeren Schwimmeinheiten/-strecken zu Scheuerstellen kommen.
- Da das Ausziehen des Speedsuits nicht lange dauert, lohnt es sich bei Neoprenverbot auf jeden Fall, auch bei kürzeren Schwimmstrecken, mit dem Speedsuit zu schwimmen.
Stefan Schröter redigiert von Mio Diskussion im Forum
|