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8.03.08
Inferno Triathlon
Inferno: Faszinierende Herausforderung vor atemberaubener Kulisse
Inferno: Faszinierende Herausforderung vor atemberaubener Kulisse
Wer eine klassische Ironman-Distanz langweilig findet, Lutscherrennen überdrüssig ist und/oder während des Wettkampfes spektakuläre Landschaften sehen will, sollte zumindest einmal über den Start beim Inferno-Triathlon nachdenken.
Von Ingo Zander

Eingebettet in das Berner Oberland vor der Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau findet seit 10 Jahren (in diesem Jahr zum 11. Mal) stets in der zweiten Augusthälfte der Inferno statt. Beginnend mit einer Schwimmeinlage im Thuner See, bezwingt man mit dem Rennrad den Beatenberg sowie die Große Scheidegg, überquert mit dem Mountainbike die Kleine Scheidegg um im abschließenden Lauf bis auf den Gipfel des Schilthorns zu klettern.

Quickfacts
Distanzen:
3,1-100-30-25
Höhenmeter: 5500
(0-2300-1100-2100)

Startgeld:
285 EUR
Website:
www.inferno.ch
Raceday: 23.8.2008
Anmeldung: Möglich ab Mitte Februar
Das Besondere wird schon an der Kurzbeschreibung deutlich: Es ist ein echter Punkt-zu-Punkt-Wettkampf, bei dem kein Streckenabschnitt mehrfach bewältigt werden muss. Daraus folgt zugleich: Die Veranstaltung darf als logistisches Meisterstück gelten, gibt es doch nicht weniger als 3 Wechselzonen, eine weitere Umkleidestation/Depot auf halber Laufstrecke sowie Start- und Zielort. Diese auf den ersten Eindruck etwas unübersichtliche Situation beschäftigt den angehenden Einzelstarter am Vorwettkampftag gleich mehrere Stunden: Was kommt in welche Wechselzone, welches Pedalsystem und welche Verpflegung wohin? Und dann müssen noch sämtliche Wechselzonen angefahren werden.

1. Wechselzone Oberhofen (Schwimmen -> Rennrad)

Abgabe des Rennrades, Radkleidung für alle Eventualitäten, Verpflegung für die ersten Radkilometer - das unterscheidet sich zunächst kaum von den üblichen Vorbereitungen bei anderen Triathlons - aber es gibt einen wesentlichen Unterschied: Man bekommt sein Rennrad erst am nächsten Tag wieder zu sehen - und zwar nach dem Schwimmen, schon mitten im Wettkampf. Ein letzter Check des Rades am Raceday ist nicht möglich - der Start ist auf der anderen Seeseite. Ich hatte ein komisches Gefühl im Magen, als ich Freitag mittag mein Rad zurückließ und hoffte, dass am nächsten Morgen noch alles an seinem Platz und insbesondere noch Luft in den Reifen ist usw.

2. Wechselzone Grindelwald (Rennrad -> MTB)

Inferno: Die schönste Wechselzone der Welt?
Inferno: Die schönste Wechselzone der Welt?
Abgabe des Mountainbikes und spezifischer Kleidung dafür, d.h. insbesondere MTB-Schuhe, mit denen man vernünftig Laufen kann. Warum - siehe Streckenbeschreibung. Ich habe dort zusätzlich mein MTB-spezifisches Reparaturset hinterlegt, welches sich in punkto Kettennieter und Ersatzschlauch wesentlich von dem meines Rennrades unterscheidet.

3. Wechselzone Stechelberg (MTB -> Laufen)

Laufschuhe und weitere Laufaccessoires (Kappe o.Ä.) hinterlegen. Für manche hat es sich bewährt, dort eine größere Mahlzeit (kalte Nudeln oder so was *würg*) einzulagern und im Wettkampf einzunehmen.

Weiterhin empfiehlt es sich, nach der Wettkampfbesprechung (Freitag abends) in Mürren warme Kleindung für den Aufstieg aufs Schilthorn zu belassen – die Sachen können im Wettkampf an der Verpflegungsstelle am Ortsausgang aufgenommen werden. Dies ist insoweit sinnvoll, da auf den ersten 17km der Laufstrecke (Stechelberg -> Mürren) die Temperaturen in der Regel noch ganz angenehm sind und eventuell vorhandener Wind dank der dichten Bewaldung nicht stört – eine bis dahin nicht benötigte Jacke aber sehr wohl. Die letzten 8km liegen größtenteils oberhalb der Baumgrenze und können mit arktischer Kälte überraschen.

Morgens am Schwimmstart kann vor dem Start ein weiterer Beutel hinterlegt werden, der dann auf dem Schilthorn im Zielbereich gereicht wird. Es schadet also nicht, wenn man sich am Vorwettkampftag ein paar Gedanken dazu macht, was man zwischendurch und im Ziel gerne an persönlichen Habseligkeiten zur Verfügung hätte. Eine Art GAU wäre das Duschzeug, welches den entsetzten Teilnehmer in Stechelberg anlächelt, der aber verzweifelt seine Laufschuhe sucht, die schon auf dem Schilthorn sind.

Nun zu den Streckendetails:

Schwimmen: Strandbad Thun - Oberhofen

Start ist morgens 6.30 Uhr im Thuner Strandbad. Man reist entweder mit dem Shuttlebus an Stechelberg oder mit privatem Transportmittel an. Einschwimmen ist entweder im traditionell eiskalten Thuner See oder in einem Schwimmbecken möglich. Für die normalerweise rund 500 Starter (250 Einzelstarter plus ebenso viele Staffeln) ist der Startbereich ausreichend groß. Da der See nach Oberhofen hin praktisch durchquert werden muss, gibt es unterwegs keinerlei Engstellen in Form von Richtungsänderungen. Man schwimmt los, immer geradeaus, und kommt nach einer gewissen Zeit in Oberhofen an (falls man ausreichend genau geradeaus geschwommen ist - zahlreiche Begleitboote passen auf). Außer der anfänglichen Dämmerung und der Kälte des Wassers gibt es in der Regel keine besonderen Schwierigkeiten.

Rennrad: Oberhofen - Beatenberg - Interlaken - Brienz - Meiringen - Große Scheidegg - Grindelwald

Brutaler geht es eigentlich nicht. Aufsteigen, 300m einrollen, die Schuhe sind grade zu, da werden dem Teilnehmer dieselben schon wieder geöffnet: Der Einstieg in den Beatenberg ist mit der ersten Rampe nahe an den 10% gleich fürchterlich - und ehe man sich versieht, glänzt der Thuner See (in der hoffentlich vorhandenen Morgensonne) in unschuldigem grünblau weit unterhalb.

Die infernalische Rennradstrecke: Brutaler geht es eigentlich nicht
Die infernalische Rennradstrecke: Brutaler geht es eigentlich nicht
Der Anstieg zum Beatenberg ist insgesamt recht unrhythmisch zu fahren, wird ab und zu flach oder mit leichten Gefällen, um dann wieder mit bis zu 10% anzusteigen. Insgesamt werden rund 700HM hochgefahren, bis man nach 17km Strecke am Ende des Orts in die Abfahrt nach Interlaken kommt. Selbige ist durch langgezogene Kurven sehr schnell, aber nicht ungefährlich. Ab Interlaken fährt man einmal komplett am Brienzer See entlang um dann auf idyllische Nebenstraßen nach Meiringen zu gelangen.

Am Ortsausgang ist es dann soweit - das wahre Inferno, der Anstieg zur Großen Scheidegg, beginnt. Auf den folgenden 14km werden 1370m Höhenunterschied überwunden - das ist eine Durchschnittssteigung von fast 10%. Der untere Teil des Anstiegs verläuft durch die spektakuläre Rosenlauischlucht, um nach rund 6km an der Rosenlaui eine Hochebene zu erreichen - es wird 1km ganz flach, um direkt danach die größte Gemeinheit der Rennradstrecke zu offenbaren. Die Schwarzwaldalp, rund 18% Steigung auf knapp 1km.

Als Lohn folgen danach weitere 6km Anstieg, auf welchen die Steigung nicht mehr unter 10% fällt. 2km unterhalb derselben wird die Passhöhe sichtbar, dies macht die letzten Kehren etwas erträglicher.
Die Abfahrt ist ein Abbild der Auffahrt: Sehr steil, enge Kurven. In den oberen Kehren bremst man sich gerne die Bremsgummis weich, später wird es etwas einfacher, der Asphalt griffiger und die Kurven weiter. Man braust bis nach Grindelwald hinunter (~900m ü.N) in die zweite Wechselzone.

Eine Besonderheit sollte nicht unerwähnt bleiben: Die Passstraße zur Große Scheidegg ist beidseitig auf den letzten 6 Kilometern für den privaten Autoverkehr gesperrt, was für die Teilnehmer eine ganz angenehme Sache ist. Unangenehm hingegen ist, dass im Halbstunden-Takt Postbusse über die Scheidegg fahren, welche nahezu die komplette Straßenbreite einnehmen und nur wenig Rücksicht auf die komatös strampelnden Triathleten nehmen - hier ist Vorsicht angezeigt und bei einer drohenden Begegnung der Sprung in die nächste Wiese eine geeignete Maßnahme. Die Rennorganisation sichert die Busse durch vorausfahrende Motorräder, die die Teilnehmer mit einer Hupe vor dem nahenden Bus warnen.

MTB: Grindelwald - kleine Scheidegg - Wengen - Lauterbrunnen - Stechelberg

Nach einer wiederum kurzen Einrollphase geht es direkt in den Anstieg zur Kleinen Scheidegg. Der untere Teil verläuft noch auf sehr steilen, asphaltierten Wegen, um dann auf noch steilere Schotterwege überzugehen.

Ab der Baumgrenze wird die Bahnstation auf der Passhöhe sichtbar, die Steigung unrhythmischer: Kurze, sehr steile Passagen, die nur noch im kleinsten Gang und Wiegetritt fahrbar scheinen, wechseln mit Flachstücken ab. Der finale Kilometer vor der Passhöhe beendet für viele deren "Fahrkünste": Schieben ist angesagt – nur die wenigsten (und zumeist Staffelfahrer) können im Sattel bleiben. Insgesamt werden auf kaum 8 Kilometern fast 1100HM zurückgelegt.

Auf der Passhöhe (2060m) sollte man sich verpflegen, die Aussicht genießen und dann in die Abfahrt stürzen: Die ersten Kilometer an der Bahnlinie entlang mittelmäßig steil mit sehr grobem Schotter. Vorsicht: Es gibt einige Wasserablaufrinnen, die man erst sieht, wenn es zu spät ist: Wer ungebremst da durch fährt, fliegt ab bis ins Nirvana. Kurz vor Wengen biegt die Route in einen Wald  ab und ein Singletrial der feinsten Sorte folgt. Hinter Wengen geht es in engsten Schotterserpentinen extrem steil nach Lauterbrunnen hinunter. Teilnehmern des Jungfrau-Marathons ist dieser Abschnitt wohlbekannt - wird aber im Marathon bergauf "gelaufen". Ab Lauterbrunnen fährt man letzten 4km nach Stechelberg auf der Straße und einem Feldweg, leicht bergan.

Laufen: Stechelberg - Lauterbrunnen - Grütschalp - Mürren - Birg - Schilthorn

Die ersten 5km nach Lauterbrunnen zurück gehen leicht bergab. Ab dem Ortsausgang Lauterbrunen beginnt der Anstieg. Auf den folgenden 6 Kilometern werden, teilweise extrem steil, rund 700 Höhenmeter überwunden. Hinter Kilometer 11 verläuft die Strecke an der Bahntrasse nach Mürren entlang, mit seinen leichten Steigungen und Gefällen ein wunderschöner, flüssig zu laufender Abschnitt. In Mürren ist das Ziel der Staffeln, ab dem Ortsausgang Mürren sind die Einzelstarter alleine unterwegs, um auf den folgenden 8 Kilometern mit 1400HM das Schilthorn zu erklimmen.

Inferno: Über einen Grat geht es steil Richtung Ziel
Inferno: Über einen Grat geht es steil Richtung Ziel
Kaum der Zivilisation entronnen, wird es unangenehm. Die folgenden 1.5km sind schon steil, sind aber lediglich die Vorspeise zur größten Gemeinheit, die der Inferno zu bieten hat. Das Kanonenrohr. Im Winter eine schwarz kategorisierte Skipiste, ist es am Infernotag die größte Herausforderung: Extrem steil, "aufrecht" gehen oder stehen ist unmöglich. Wer seine Körner verbraucht hat, kann sich nicht, wie bei anderen Langdistanzen, gehend "retten", sondern kommt schlicht und einfach nicht weiter. Wie gemein.

Wer die 1.5km (mit rund 500HM?) des Kanonenrohres bezwingt, wird es bis ins Ziel schaffen, wenn das Wetter mitspielt. Bis 1.5km vor, aber 400m unter dem Ziel, an der Seilbahnstation Birg, ist es deutlich flacher. Der Schlussanstieg ringt dem Teilnehmer die letzten Körner ab, aber man kann die ganze Zeit den Sprecher im Ziel hören und selbiges bei klarem Wetter auch sehen (das ist mir persönlich bei 2 Aufstiegen dorthin leider 2x durch Wolken verwehrt worden). 500m vor dem, Ziel darf man noch einen spärlich gesicherten Grat überqueren, sich auf einem schmalen Pfad vortasten, um schlussendlich die Treppe zum Ziel auf der Plattform des Piz Gloria, dem Drehrestaurant auf dem Gipfel des Schilthorns, zu erklimmen.

Inferno: Der Schlussanstieg
Inferno: Der Schlussanstieg
Sämtliche Distanzen sind nominell kürzer als auf der klassischen Langdistanz, die Finisherzeiten in der Regel aber deutlich langsamer. Auf dem Rad bleibt bei schlecht ausgeprägten Kletterfähigkeiten eine Menge Zeit liegen und der 25km lange Berglauf nimmt ähnlich viel Zeit in Anspruch wie sonst ein Marathon.

Sind die schnellsten noch im Bereich ihrer typischen Ironman-Zeiten (Streckenrekord von Stefan Riesen: 8:34:27), müssen Mittelfeldathleten, die den Ironman in 10-12h schaffen, eine Stunde Bonus kalkulieren.

Auf der nächsten Seite: Inferno als Staffel und Infos für Zuschauer



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