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10.12.07
Rollkommando: Freie Rollen

Da kaum jemand die nötige Fläche zur Verfügung hat, die das Einziehen einer Sechs-Tage-Bahn ermöglichen würde, schauen wir nach Alternativen, die deutlich weniger raumgreifende Operationen ermöglichen. Absurderweise sind gerade diejenigen, die ihre Fahrräder eh innerhalb der Wohnräume beherbergen, auch die Kandidaten, die am ehesten auf einen Rollentrainer verzichten können, weil sie in ihrem Fundus einer Winterschlampe das Gnadenbrot und tägliche Ausfahrten gewähren. Allen anderen sei hier schon eingangs ein Raumordnungsverfahren empfohlen, welches freien Blick auf den familieneigenen Fernseher schafft, wenn die Trainingsrolle aufgebaut und der Renner aufgepflanzt ist.

Die wenigsten Indoor-Radler werden nämlich die mentale Härte mitbringen, stundenlang gegen die Wand zu fahren, und wenn doch, wären sie durchaus hart genug, das Training auch im polaren Ambiente außerhalb der vier Wände durchzuziehen. Der Rest nutzt die Kiste mit im Sommer angestauten Videos oder DVDs, um die sture Fahrerei zu versüßen oder gar, rechnergesteuert und mit der Rolle gekoppelt, virtuelle Welten zu durchradeln.

Anachronismus: Die freie Rolle 

Ein Ausnahme mögen die Nutzer einer „freien Rolle“ sein. Diese Art des Trainingsgeräts ist die nicht entsteinte Kirsche im Cocktail, das Efeu an der tausendjährigen Eiche, die Jahrhundertflut im Keller des Heimatkundemuseums. Was dem Straßenradler die Heldenkurbel, ist die freie Rolle für den Indoor-Biker: Vor 25 Jahren völlig normal, ist sie heute eine exotische Angelegenheit, ein wilder Aufschrei ungezähmter Waden, die mit jedem Tritt zu provozieren scheinen, die Gelsenkirchener Barock-Wand oder IKEA´s Sitzgruppe Ørebrö zu Vergangenheit zu degradieren, sollte nur einer der beiden Reifen auch nur einen zehntel Millimeter neben die Rolle geraten.

Auch ELITE´s Versuch, dem Verdacht der Aussichtslosigkeit des Unterfangens, auf einer freien Rolle fahren zu können, zumindest optisch Milderung spenden zu wollen, mutet an wie Hohn im Gesicht derjenigen, die sogar freihändig fahren und notfalls derweil noch das mottenzerfressene Leibchen ihrer vergangenen Helden und verblassten Ikonen wechseln. Selbst die parabolisch geformten Rollen, die dem „Parabolic Roller“ den Namen verleihen, geben zartschmelzenden Naturen nicht das physikalische Grundverständnis mit auf den Weg zum Fahrradhändler, das nötig wäre, um auch nur im Ansatz verstehen zu können, wie ein nicht befestigtes Fahrrad darauf „bewegt“ werden kann, ohne umzukippen. Ein dreifaches „Hoch“ auf die Hummel, die sich, rein physikalisch betrachtet, niemals in die Lüfte erheben dürfte, was sie aber genauso wenig zu interessieren scheint wie ein kippinstabiles Einspurfahrzeug, welches, ebenso rein physikalisch betrachtet, auf der Straße niemals in der Senkrechten zu halten sein dürfte.

Zweifelnden sei hier nachgetragen, dass zumindest auf der Rolle die Kreiselkräfte der rotierenden Laufräder soviel zur Stabilisierung beitragen, wie ihnen, völlig zu Unrecht, auf der Straße nachgesagt wird. Wer es nicht glauben mag, soll doch das Fahrrad bitteschön einmal mit stehenden Rädern auf der freien Rolle balancieren, ohne die Bremsen zu ziehen und dagegen am Schneehang mit einem „Gfällerei“, einer Art Skibob mit Fußrasten, zu Tal rasen, was einwandfrei möglich ist, ohne rotierende Massen an Bord oder die Füße am Boden zu haben, sieht man gegebenenfalls von den Umdrehungen der zuvor geleerten Flachmänner ab, die nach dem Aufsitzen und vor dem Abfahren breitbeiniges Abstützen erfordern.

Der Abgrund lauert 

Nicht ganz so gut wie ELITE scheinen es MINOURA und TACX mit Zauderern zu meinen, wo schnöde, zylindrische Rollen verbaut werden; dafür wird jedoch mit immerhin drei Modellen unterschiedlicher Preisklassen geglänzt, was letzteren Hersteller angeht. Während sich beim „Parabolic Roller“ von ELITE das Rad mehr oder weniger selbständig in der Mitte der Rollen zentriert, lauert bei allen Modellen von TACX und MINOURA der Abgrund, wo die Rollen enden.

Diese haben bei den Modellen Ecotrack und Sporttrack von TACX sowie Action Roller Advance von MINOURA einen Durchmesser von 80 mm, die Sporttrack glänzt zusätzlich durch ein Gelenk in der Mitte der Längsschienen, wodurch man den Trainer bei Nichtgebrauch platzsparend zusammenfalten kann.

Geräuschwertung 

Mehr Komfort versprechen der Rollertrack durch 11 cm dicke Rollen, die dank dadurch niedrigerer Drehzahlen komfortabler und vor allem leiser laufen, oder MINOURA´s AC-Pro, der zusätzlich mit einem Gesamtgewicht von 22 kg auftrumpft, was natürlich eine gewisse Solidität ausstrahlen und Laufruhe bringen soll. Die Geräuschwertung geht aber einwandfrei an ELITE, wo für die Parabolic Roller die gleiche leise und reifenschonende Kunststoffmischung wie für die Elastogelrollen der Trainer mit Hinterbaubock verwendet wird.

Aber halt! Leise ist nicht gleich leise. Die Rolle alleine hat noch keinen entscheidenden Einfluss auf die Geräuschentwicklung, sondern vor allem auch der Boden, auf dem sie steht. Ein fester Estrich mit Fliesen sorgt für Ruhe, der Holzboden einer Altbauwohnung verstärkt die Vibrationen der Rolle dagegen dank der Hohlräume wie ein Gitarrenkorpus. Hier bringen die von den Rollen-Herstellern angebotenen Teppiche ungefähr so viel Nutzen wie ein Feuerlöscher in der Rumpelkammer einer Prominentenvilla in Malibu, während der Santa-Ana-Wind wieder mal einen Waldbrand ums Haus treibt.

Do it yourself - Schalldämmung 

Die einzige Möglichkeit, die Nachbarschaft nicht auf die Palme zu bringen, ist eine vollständige Abkopplung der Rolle vom Boden. Der ideale Weg ist das Unterlegen einer Schicht Styroporplatten oder alternativ einer Isomatte aus dem Camping- oder Gymnastikzubehör. Darauf kommt dann eine Pressspanplatte, die wiederum von einem Teppich – hier leisten Reststücke aus dem Baumarkt billigen Ersatz für die mit stolzen Preisen versehenen Matten aller drei Hersteller – kaschiert und schließlich vom Rollentrainer gekrönt wird. Man ahnt es allmählich: Der wilde Ruch des Fahrens auf der freien Rolle wird gezügelt vom versabberten Halfter einer alten Mähre auf dem Weg zum Schlachter.

Zubehör 

Wenn wir aber eh schon so weit sind, wenden wir uns doch noch ein wenig weiter dem verweichlichenden Zubehör zu. Die schalldämpfenden Matten, die den englischen Rasen von der bunten Blumenwiese und geharkte Beete vom Kräutergarten trennen, wurden bereits angesprochen; TACX bietet darüber hinaus ebenso wie MINOURA einen Halter für die Vorderradgabel an, der über (MINOURA) bzw. statt (TACX) der vorderen Rolle zwischen die Längsprofile montiert wird.

Wer damit liebäugelt, wird dann aber definitiv mit einer der Rollen besser bedient sein, die den Hinterbau in einem Bock einspannen. Der große Vorteil der freien Rolle, das Fahrrad einfach und ohne lange Rüstzeit einfach draufstellen zu können, ist hier nicht mehr gegeben, und irgendwie fehlt auch der Widerstand des Vorderrades, dessen Speichen die schweißgeschwängerte Raumluft quirlen. Wer dagegen den Widerstand noch erhöhen oder gar regulieren will, wird in Deutschland schwerlich oder nur noch auf dem Gebrauchtmarkt fündig und die Suche führt via WorldWideWeb über den Atlantik in die Vereinigten Staaten.

Luxusversionen 

Hier befreien Hersteller wie Kreitler (www.kreitler.com), ZZZing (www.ZZZing.com) oder TruTrainer (www.trutrainer.com) die freie Rolle von ihrem wild-würzigen Image des unrasierten Outlaws, der mit staubigem Beinkleid in den Saloon schlurft. Rahmen aus eloxiertem und gefrästem Aluminium, faltbare Trainer, die nahezu in einem zusammengelegten Sacktücherl verschwinden, flüssigkeitsgedämpft aufgehängte Rollen oder in den Rollen rotierende Freiläufe treiben den Preis mal eben in knapp vierstellige Dollarbereiche. Das vorläufige Ende der Fahnenstange erreicht erst, wer sich mit den optional erhältlichen Windrädern, Wirbelstrombremsen und Zusatzgewichten befasst oder bei Inside Ride (www.InsideRide.com) vorbeiklickt, wo Zusatzrollenbügel auch wilde Sprints auf der Rolle möglich machen sollen.

Hier bewegen wir uns dann allmählich in Preisregionen, für die es aus den Niederlanden (TACX) und Italien (ELITE) schon Systeme gibt, die virtuelle Welten ins Haus holen, in denen man gegen sich und in Echtzeit gegen andere antreten kann. Darüber aber mehr im nächsten Teil...
Von Andreas Staudt
redigiert von Mio

Über den Autor

Andreas Staudt ist seit früher Jugend im Ausdauersport aktiv und hat sich mittlerweile zum reinen Genuss- und Spaßathleten entwickelt. Der Zweiradmechanikermeister betreut u.a. Rennteams, Ausdauer- und Extremsportler und schreibt im Forum unter dem Nick „sybenwurz“.

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