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Home arrow Berichte und Analysen arrow Die Triathlongeschichte Deutschlands – Teil 1: 1980-82
3.12.07
Die Triathlongeschichte Deutschlands – Teil 1: 1980-82
Triathlon: Einfach nur die Spinnerei großer Jungs?
Triathlon: Einfach nur die Spinnerei großer Jungs?
Es gibt ja bekanntlich solche zufälligen Ereignisse, die dich dann einfach nie mehr loslassen werden. 1980 stehe ich als junger Kerl im Frammersbacher Freibad und beobachte eine handvoll Leute, die aus heutiger Sicht in ungewohnter Reihenfolge nach 20 km Laufen und 50 km Radfahren noch 1.000 m Schwimmen. Oder es eben versuchen. Jedenfalls standen sie dann sauber im Ziel. Gerade noch war aus den USA über unser Land die „Trimm-Trab“-Welle hergefallen und hatte dabei viele Lauftreffs hinterlassen. Und nun schon wieder was Neues? Oder war es gar nichts? Einfach nur die Spinnerei großer Jungs an einem für sie sonst langweiligen Sonntag Mittag?
Von Karsten Keßler

Direkter Vorläufer

1981, also genau ein Jahr später, sind die Sportler zur gleichen Zeit wieder im gleichen Schwimmbad und ich bin auch wieder da. Der „Frammersbacher Dreikampf“, direkter Vorläufer der Triathlonszene in Deutschland, war geboren und nun ein richtiger Wettkampf mit Sieger und Besiegten geworden. Ich kann es trotzdem nicht einordnen, was sie machen. Kein Wunder, denn weder gibt es den Begriff „Triathlon“ im deutschen Sprachgebrauch, noch existiert dieser Sport außerhalb meines kleinen Horizonts.

Vorbildliche Ausrüstung (1982)
Vorbildliche Ausrüstung (1982)
Julie Moss sollte erst im nächsten Jahr in Hawaii recht spektakulär über die Ziellinie krabbeln. Bis Ernst-Peter Berghaus in Essen den 1. Triathlon auf deutschem Boden austrägt, vergehen auch noch ein paar Monate. Und Normann Stadler sitzt im 30 km entfernten Wertheim vielleicht in der Schule und lernt gerade Lesen und Schreiben (bestenfalls). Trotzdem bin ich fasziniert von diesem kleinen Spektakel in meiner Heimatgemeinde. Von dieser Kombination der einfachen Grundsportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen. Von Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft, Technik, Muskeln, Sehnen, Schweiß und Wadenkrämpfen.

Verwegene Hunde

Es vergeht wieder ein Jahr, aber diesmal gibt es kein Halten mehr für mich und ich bin mitten drin. Zwischen dem Sieger und späteren Deutschen Vizemeister Gerd Amrhein (Bild 1). Zwischen Dr. Joachim Fischer, dem Zahnarzt aus der Nachbargemeinde, der 4 Jahre später zum 1. Präsidenten der dann gerade neu gegründeten DTU gewählt wird (unbestätigten Gerüchte nach an irgendeiner Autobahnraststätte) und vielen, vielen anderen verwegenen Hunden. Ich bin natürlich schlecht vorbereitet und mich trifft mit voller Wucht die ganze Härte eines solchen Ausdauerwettbewerbs (das ist noch heute nicht viel anders).

Übermächtige Laufszene (1982)
Übermächtige Laufszene (1982)
Es gibt eigentlich nur Aktive, keinen  Stab von Organisatoren im Hintergrund, keine Trainer oder Funktionäre, kaum Kommerz. Beinahe jeder, der in diesen Sport involviert ist, macht auch selbst mit und steht an der Startlinie. Beim Laufen tragen manche echte Laufhemdchen mit schmalen Trägern. Das sind scheinbar erfahrene Wettkämpfer aus der bereits Jahre zuvor entstandenen Läuferszene (Bild 2). Ich bin mächtig beeindruckt! Radfahrer erkennt man an ihrem Radtrikot mit breitem Bruststreifen und engen schwarzen Radhosen. Manche haben sogar Aufdrucke drauf, ähnlich den Berufsradfahrern. Unfair! Denn was haben die hier zu suchen? Ich bin Schwimmer und trage meine schmale Vereinsbadehose zur Schau. Hoffentlich beeindrucke ich damit meine Konkurrenten recht ordentlich.

Grüne Wiese

Es gibt noch kein Laktat, kein GA1, keine Triathlontrainer, keinen Puls- und Wattmesser, keine Powergels, keine Energieriegel, kein Koppeltraining, keinen Tri-Lenker und keine Klick-Pedale, keinen Neoprenanzug, keine Mountainbikes, keine DTU und keine ITU, keinen Solarer-Berg und kein Immenstadt, keine Aerolaufräder und keine Radhelme, kein Lanzarote und kein Mallorca, keine Tri-Einteiler und keine Kompressionsstrümpfe (Gott sei Dank!), keine Volksdistanz und keine Liga, keine Schwimmseminare und keine schlauen Internetforen. Auch keinen Balken in Wechselzonen, den man nicht überfahren darf, weil man sonst disqualifiziert wird.

Es gibt nur eine duftige, grüne Wiese auf der wir alle stehen und jeder sich seinen eigenen Weg sucht. Vielmehr suchen muß! Meine Ausrüstung in dieser Zeit entspricht den tatsächlichen Ansprüchen - und keinesfalls mehr: eine Badehose, eine Sporthose (wichtig: mit den 3 Streifen) und Sportschuhe (wichtig: auch mit den 3 Streifen). Als Oberkörperbekleidung dient, wenn es warm ist, ein normales Unterhemd, oder ein T-Shirt für kühlere Temperaturen (Bild 3). Ist es richtig heiß, trage ich oben folglich gar nichts. Ich wundere mich noch heute, wie schnell man mit diesem Equipment sein kann. Wahrscheinlich sorgt eine minimale Ausrüstung gepaart mit Jugendlichkeit für eine beflügelnde Leichtigkeit im Kopf. Heute jedenfalls träume ich davon.

Buntes Teilnehmerfeld (1982)
Buntes Teilnehmerfeld (1982)

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