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15.11.07
Die 100 besten Tipps für den Marathon
Die 100 besten Tipps für den Marathon von Wolfgang Schillings
Die 100 besten Tipps für den Marathon von Wolfgang Schillings
Autor und Mediziner Wolfgang Schillings fiel mir erstmalig auf, als er Pro7-Dickerchen Elton vor seinem Marathontrappeln in New York unter die Lupe nahm. Mir gefiel seine ruhige und etwas distanzierte Art gegenüber dem „Patienten“. Er ließ sich schlussendlich zu einem „Nein“ hinreißen, als er nach den Chancen auf ein Ankommen von Elton an der Ziellinie in New Yorks Central Park gefragt wurde. Ob dies freiwillig war oder nicht, Schillings hat Erfahrung in der Szene der „Marathon-Finisher“, der „Null auf 42er“ und der von Midlifecrisis getriebenen Hobbyjogger. Als ehemaliger „Running“-Redakteur und Mitautor im Lifestylemagazins „motion“ ist er ein alter Hase im big business des Marathonheldentums.
Von Uli Fluhme

Schillings „100 besten Tipps fuer den Marathon“ erstrecken sich von der Planung über Training, Wettkampf und Regeneration bis hin zur Sportmedizin.

Die ersten zehn „Tipps“ werden der Planung gewidmet. Man muss schon sehr findig sein, um zwischen Platituden Tipps zu entdecken. Tipp Zwei weist vorsichtig auf die sozialen Risiken hin, die das Laufen mit sich bringen kann. Ein Faktor der im Rausch des Ausdauersports gerne ignoriert wird.

Hat man die Anfangsphase überstanden, geht es zur Ausrüstung. Schuhvariationen, Laufbandanalyse, Schuhpflege und ein oberflächlicher Vergleich der Dämpfungssysteme lassen den auf heiße Tipps wartenden fortgeschrittenen Marathonläufer ungeduldig werden. Der Profi hat das Buch spätestens bereits hier angesichts zwar massentauglicher, doch mitnichten vollumfänglich richtiger Aussagen zur Seite gelegt.„Wir sind früher einfach gelaufen! Je mehr desto besser. Da bekommst du automatisch einen guten Laufstil.“

Technik ist ein Reizthema im Laufsport. Wenn der Jugend entwachsene Menschen mit Laufen anfangen, dann kann das durchaus einen unkonventionellen Stil nach sich ziehen. Doch Erwachsene denken viel – manchmal zu viel. Und so wird krampfhaft versucht die Lauftechnik zu ändern, was oft eben in einem „Krampf“ endet. Schillings „Tipps“ bewegen sich im Bereich des „Lauf ABC“ und sind durchaus hilfreich.

Die knallbunte Bebilderung des Hochglanzbuches mag grundsätzlich motivierend sein, doch ausgerechnet Tipp 29 „Armarbeit“ ist mit zwei Läufern bebildert, die hoffentlich nur zeigen, wie man es nicht machen sollte. Im Text ist dazu leider nichts erwähnt.

Quickfacts

Inhalt: Tipps für Marathontraining und -wettkampf.
Broschiert: 144 Seiten
Preis: 12,95 Euro

Geeignet für: siehe Ende des Artikels. 

Amazon: Die 100 besten Tipps für den Marathon
Tipps 31-40 wenden sich dem Training zu, und Schillings vermittelt pures Basiswissen. Der schon leicht ermüdete Leser wird jedoch jäh von Tipp 38 geweckt. Höhentraining? Ein klarer Schuss über das Ziel hinaus. Man stelle sich Günther Schulz vor, der seine 90 Kilo auf Bahn 1 der Tartanbahn von St.Moritz wuchtet, während die kenianische Weltelite auf Bahn 2 ausweichen muss.
Tipp 39 („Trainingsplan“) lässt den Hinweis vermissen, wie man einen Trainingsplan dann auch ausführt. Die sklavische Befolgung eines solchen wurde schon zum Gesundheitsbrecher vieler.

Ein solider Rundumschlag sind die Ernaehrungstipps. Nahrungsergänzungsmittel werden mit keinem Wort erwähnt, was zwar für den Autor spricht, an der Realität jedoch vorbeigeht. Es ist eine verpasste Chance fehlgeleiteten Sportlern entsprechende Hinweise zu geben. „Muesli mit Milch“ als Ernaehrung am Morgen des Marathons (Tipp 49) kann eigentlich nur der Hersteller von Dixie-Toiletten empfehlen.

Die Tipps rund um die „Organisation“ eines Marathons? Frühzeitig Anreisen, Brustwarzen abkleben, Vaseline zwischen die Beine und Wegwerfklamotten für den Start…

Im „Wettkampf“ – ein die Zielgruppe bedenkend wohl nicht ganz passender Begriff - werden wieder vermehrt Banalitäten gepredigt, aber es gibt auch Kuriositäten dazwischen. So wird dem Läufer nahe gelegt, sich an der blauen Linie zu orientieren, dies sei schließlich der kürzeste Weg. Das stimmt wohl und dürfte denen, die diese Linie überhaupt sehen (also allen mit Zielzeit unter drei Stunden), bestens bekannt sein. Der große Rest hat so oder so keine Wahl außer der Masse zu folgen.

„Kontrollieren Sie nicht permanent Ihre Zwischenzeit“ (Tipp 75), „Besiegen Sie den Mann mit dem Hammer“ (78) und „Genießen Sie das Runner’s High“ (80) aus dem Bereich „Mental-Marathon“ sollten lieber überlesen werden. Vielleicht hat man als Leser ja das Glück, dass der Mental-Marathon beim Lesen des Buches schon nicht mehr bis dorthin reichte. Die Zeitkontrolle ist mit das Wichtigste im Marathon, den „Mann mit dem Hammer“ gibt es bei entsprechendem Training nicht und was auf ein „Runner’s High“ folgt, ist hinlänglich bekannt. Wer da groß genießt, lebt zwar den Augenblick, aber auch nur diesen mit Genuss.

Regeneration? Warum sind dafür zehn „Tipps“ notwendig? Instinktiv nimmt man doch lauffrei und lässt es sich schlicht gut gehen. Muss das auf mehreren Seiten ausgebreitet werden?

Als Mediziner konnte Schillings wohl nicht umhin seinem Beruf auch noch zehn Tipps zu widmen. Seitenstechen, Blasen, Prellungen, PECH-Regel, offene Wunden und zum krönenden Abschluss das Läuferknie. Wohl bekomm’s!

Eine handvoll Tabellen und Trainingsplanvorschläge runden das Buch ab, sind aber schlicht entbehrlich.

Fazit 

"Alte Hasen kaufen lieber frisches Gemüse."

Schillings hat zwar 100 „Tipps“ parat, doch baut er diese in die klassische Struktur eines Laufbuches. Das enttäuscht, „riecht“ es doch nach dem x-ten Laufbuch versteckt in einer aufregenden Hülle. Vielleicht versucht er damit ein klassisches Laufbuch zu ergänzen, doch so ganz wird man den Eindruck nicht los, dass er eigentlich ein klassisches Marathonbuch schreiben wollte, der Markt daran aber gesättigt ist. Zudem ist ein Tipp doch eigentlich das gewisse Extra zur allseits bekannten Norm. Man sucht doch eher den Geheimtipp als den Standard, den das Buch leider in Form von „Tipps“ verbreitet.

Schillings vergibt die Chance sich durch unkonventionelle Tipps vom Massenmarkt abzuheben. Er übt wenig Kritik an der momentan grassierenden Verkomplizierung einer der simpelsten Sache der Menschheit (Laufen!) und schnitzt eher ein Marathonbuch mit eklatanten Lücken als ein Ergänzungswerk zur Basisliteratur. Aus wirtschaftlicher Sicht sicher ein soliderer Ansatz, doch Revoluzzer gehen nie den einfachen Weg.

An seinem Werk wird derjenige Freude haben, der die (vermeintlichen?) Abkürzungen des Lebens gerne nimmt und dem das Ziel wichtiger als der Weg dorthin ist. Auf dem Marsch Richtung Ironmanheldentum darf keine Zeit mit Marathonversuchen verloren gehen. Wer auf Anfängerfehler verzichten kann und vorgepflasterte, beheizte Wege einem Abenteuerpfad durch den spannenden Dschungel „Leben“ vorzieht, ist bei Schillings gut aufgehoben.

Zumindest kann man Schillings Tipps getrost mit lediglich geringen Einschränkungen als einen gangbaren Weg in Richtung erfolgreiches Durchhalten eines Marathon bezeichnen.

  • Anfänger könnten sich das Buch als Ergänzung zu einem bereits erstandenen schnörkellosen Trainingsbuch kaufen.
  • Fortgeschrittene im Laufwahn, die sich über jeden erdenklichen Tipp freuen und bei denen Geld keine Rolle spielt, können das Buch in Erwägung ziehen. Vielleicht finden sie ja noch einen „Tipp“, den sie bislang nicht kannten.
  • Alte Hasen kaufen lieber frisches Gemüse.

Uli Fluhme 

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