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19.08.07
IRONMAN 70.3 in Wiesbaden: Was wirklich geschah
Ironman Wiesbaden
Machten eine gute Figur in Wiesbaden: Wenke Kujala, Virginia Berasetegui, Andrea Brede: Foto: UliHB
Samstag: Das erste, was ich vom IM 70.3 in Wiesbaden sehe, sind die Ü-Wagen vom Hessischen Rundfunk. Als nächstes sehe ich die ebenfalls aus Frankfurt bekannten Tribünen, das VIP-Häuschen. Nur steht das alles eben nicht auf dem Römer in Frankfurt sondern eine Nummer kleiner vor dem Kurhaus in Wiesbaden. Spontan weiß ich leider nicht, welcher selbstverliebte Herrscher diesen Prunkbau erstellt hat, aber bescheiden ist anders. Für den Wettkampf gibt das aber eine imposante Kulisse. Der Zieleinlauf sieht toll aus und eine Expo auf englischem Rasen hat man ja auch nicht alle Tage.
Von Daniel Kasack

Der restliche Tagesablauf kommt mir auch ein wenig vor wie in Frankfurt. Das Team ist gut organisiert, so dass schnell die Unterlagen besorgt sind. In der Wettkampfbesprechung geht Kai Walter auf viele Details ein. Ehrlich gesagt wird mir das aber irgendwann zu doof, hab ich ja fast alles schon mal gehört. Außerdem ist meine Check-In Zeit sehr früh. Deswegen schnell das Rad geholt und ab zur Bushaltestelle.

Hier ist dann aber alle Eile umsonst. Die Busse zum Hafen und zurück fahren zwar angeblich regelmäßig, aber ich warte jeweils eine dreiviertel Stunde. Eines der Räder wird beim Transport beschädigt, nicht so schön. Wie in Frankfurt hat man hier ja auch das logistische Problem mit zwei weit voneinander entfernten Wechselzonen. Andererseits hatte ich es nicht eilig, da stört mich die vertane Zeit nicht.

Den restlichen Tag vertreibe ich mir in der Innenstadt und im Wohnmobil. Ich war vorher noch nie in Wiesbaden und kenne die Stadt eigentlich daher, dass sie (und eben nicht Frankfurt) Landeshauptstadt ist. Angesichts der hohen Dichte an Luxuskarossen und älteren Frauen mit edlen Tragetaschen aus noch edleren Boutiquen fühle ich mich irgendwie an Düsseldorf erinnert. Mal gucken, ob ich das zeitgleich stattfindende Weinfest morgen Abend mal nutzen werde…

Sonntag, aka Raceday

Selbstverständlich eine Minute vor dem Wecker wach, begebe ich mich nach dem Frühstück zur Bushaltestelle. Heute kommen die Busse pünktlich und bringen uns zum See. Thomas Hellriegel findet keinen Sitzplatz und scherzt: „Ich hab heute noch zweieinhalb Stunden sitzende Betätigung vor mir, da kann ich ruhig stehen!“. Den letzten freien Sitzplatz lehnt er dann aber doch nicht ab…

Wechselzone 

Die Wechselzone am Hafen ist top. Viel Platz, gut strukturiert, viele Dixis und hätte ich Geld dabei gehabt, hätte ich sogar nen Kaffee kaufen können. Nach den letzten Startvorbereitungen gehen wir als zweite Startgruppe nach den Profis zum Hafen. Die Schwimmstrecke muss man sich als gestrecktes U vorstellen, markiert mit gut sichtbaren Bojen. Das Wasser erfüllt offiziell alle Anforderungen, bei der geringen Sichtweite verzichte ich aber auf freiwillige Trinkproben.

Schwimmen 

Das Schwimmen selber ist wie immer: Klopperei am Anfang und danach verteilt sich das Feld. Durch die relativ kleinen Startgruppen fällt die kollektive Gewaltanwendung aber moderat aus. Nur ein Typ meint immer wieder mich hauen zu müssen; ich fahnde nach einem Athleten mit einem schwarzen Orca Neoprenanzug!

Radstrecke 

Und dann geht’s auf die Radstrecke, die mit einem Flachstück zum Einrollen anfängt. Sobald es in die Berge geht, habe ich ein einsames Rennen. Vereinzelt sieht man andere Athleten, von Pulks war bei mir (M18+M25) überhaupt keine Spur. Das Konzept mittels Startgruppen und harter, langer Anstiege größere Gruppen gar nicht erst entstehen zu lassen geht nach meiner Beobachtung und anderer Athleten, die ich gesprochen habe, voll auf. Was mich positiv überrascht hat, waren die Fans an der Radstrecke: Nicht nur in den ganzen Dörfern, sondern auch mitten im Wald finden sich große Gruppen von Zuschauern. Super!

Die Abfahrten sind rasant und technisch nicht ganz anspruchslos. Alle gefährlichen Kurven sind markiert, Streckenkenntnis bringt aber ne ganze Menge. Wer hier gut sein will, sollte die Strecke dringend vorher befahren. Ich persönlich versaue mir den Spaß am Rennen, indem ich ohne Not den Leitplankenkontakt suche und finde. Daraus habe ich aber ne Menge gelernt.

  • Leitplanke ist härter als Haut,
  • Schuhe ausklicken geht nicht, wenn das Fahrrad oben und der Fahrer unten ist,
  • Zuschauer und andere Athleten helfen schnell (Danke an Jan und die unbekannten Zuschauer) und 
  • Man sollte sich halt auch beim Geradeausfahren konzentrieren.

Durch die lange Pause und die schmerzhaften Wunden hake ich das ganze als Rennen ab und mache nen Spaß-Triathlon draus. So haben die letzten Ortsdurchfahrten richtig Spaß gemacht, die Zuschauer waren toll.
Die Radstrecke ist bis zum steilsten Streckenstück sehr schön: Landschaftlich reizvoll, tolle Steigungen und Abfahrten und kleine Straßen. Die letzten 15km nach Wiesbaden finden auf einer relativ breiten Bundesstraße (wie alle Straßen voll gesperrt), die den Namen Taunus-Autobahn verdient hat, statt. Hier sind hohe Geschwindigkeiten und Drückerqualitäten gefragt. Wer an den Steigungen vorher zu viel Kraft gelassen hat, muss an den kurzen Steigungen hier richtig leiden. Dazu steht der Wind gut von vorne auf die Straße und nervt gehörig…

Laufstrecke 

Der Wechsel zum Laufen ist wie in Frankfurt: Rad abgeben, Beutel nehmen, umziehen, weg. Die anschließende Laufstrecke geht größtenteils durch einen Park, der vermutlich nach dem Kurhaus, dem Kurfürsten und allem anderen kurigen auch offiziell Kurpark heißt. Kur hin oder her, er ist schön und es läuft sich klasse. Es geht ein bisserl rauf und runter, aber nix wildes. Im Park stehen recht viele Leute, ein Zuschauerspalier ist das aber nur in der Nähe vom Kurhaus. Dafür ist die Stimmung gut. Eine Schleife geht auch in Richtung Innenstadt, wo richtig viel los ist, es macht Spaß hier zu laufen.

Ziel und Athlete’s Garden 

Nach drei Runden biegt man dann in den langen Zielkanal am Kurhaus ein. Die Stimmung ist gut, nur Gänsehautstimmung wie auf dem Römer kommt halt nicht auf. Wie fast alles in Wiesbaden ist es halt wie eine feine kleine Kopie von Frankfurt. 

Der Athlete’s Garden ist mit Frankfurt nicht zu vergleichen, aber mit meinen Wunden hätte ich eh nicht in den Whirlpool gewollt. Das Buffet ist gut und reichhaltig, im Gegensatz zu Frankfurt werden aber auch warme Speisen gereicht. Wer Frankfurt kennt: In etwa das Awards-Ceremony Buffet, nur halt im Finisher-Bereich.

Virginia Berasetegui gewinnt den Ironman 70.3 in Wiesbaden. Photo: UliHB
Virginia Berasetegui gewinnt den Ironman 70.3 in Wiesbaden. Photo: UliHB

 

Mein Fazit

 

Der IM 70.3 in Wiesbaden ist ein klasse Rennen, der mir nicht wie eine Erstlings-Veranstaltung mit Kinderkrankheiten vorkam. Der größte Kritikpunkt sind wie beschrieben die Shuttle-Busse, so verlangten auch mehrere Athleten am Sonntagabend nach (nicht angekündigten) Bussen zum Hafen. Die größte Stärke des Rennens sind klar die tollen Rad- und Laufstrecken. Wer bereit ist, für eine top organisierte Mitteldistanz 150€ zu zahlen, ist hier richtig. Wer ein familiäres Event sucht, auf das IM-Logo und das Luxus-Ambiente im Kurhaus verzichten kann, wird für weniger Geld woanders glücklich.

Ich werde wohl nächstes Jahr wieder kommen und plane dann nicht vom Rad zu fallen.
Daniel Kasack

Über den Autor

Daniel Kasack betreibt Triathlon seit 2002 und konnte sich 2006 erstmals für Hawaii qualifizieren.

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