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16.08.07
Wettkampfbericht Langdistanz Nokia/Finnland
Bei schönem Wetter gibt es im Sommer kaum einen schöneren Ort als Finnland...aber wehe, der gefürchtete Landregen setzt ein. 2007 war's ganz ok.
Bei schönem Wetter gibt es im Sommer kaum einen schöneren Ort als Finnland...aber wehe, der gefürchtete Landregen setzt ein. 2007 war's ganz ok.
Gerade einmal fünf Wochen sind vergangen, seit ich meine erste Langdistanz gefinisht habe, und schon steht die nächste Ironman-Distanz auf dem Programm. Ist so etwas sinnvoll? Bringt das etwas? Ist das gesund? Vernünftig? Nein, nein, nein und nochmals nein! Warum macht man es trotzdem? Ganz einfach, weil man Lust darauf hat und oft genug vernünftig sein muss.
Von Andreas Schade

Die Wochen vor dem Wettkampf

Die Ausgangslage war im Vergleich zu Frankfurt vor einigen Wochen völlig anders. Überspitzt könnte man sagen, Frankfurt war die Pflicht und Nokia die Kür. Es war keinerlei Nervosität zu verspüren, auch das Unterbewusstsein war diesmal offensichtlich unbelastet. Trainiert wurde nach Lust und Laune, völlig unsystematisch – genauer gesagt: noch unsystematischer als für Frankfurt. Erst einmal knapp zwei Wochen totale Pause. Dann zwei lange Radausfahrten à 5h, 4 schnelle Radeinheiten, 1x Kurztriathlon (2.33h), sehr wenig (besser gesagt: zu wenig) gelaufen und ca. 8 km geschwommen. 

Schwerer als der Wettkampf selbst ist nur die Anfahrt

2400 km hin und genauso weit zurück. Der Audi A2 hat sich als geräumiges Langstrecken-Raumwunder bewährt. Ehefrau, 2 Kinder, 2 Hunde, Urlaubsgepäck für 14 Tage und Triathlonklamotten - alles ging hinein. Das Rad (RH70) passte jedoch wider Erwarten nur aufs Dach. Bei Bekannten und Verwandten reichten die Reaktionen von Ungläubigkeit über Kopfschütteln bis hin zu Mitleid.
2400 km hin und genauso weit zurück. Der Audi A2 hat sich als geräumiges Langstrecken-Raumwunder bewährt. Ehefrau, 2 Kinder, 2 Hunde, Urlaubsgepäck für 14 Tage und Triathlonklamotten - alles ging hinein. Das Rad (RH70) passte jedoch wider Erwarten nur aufs Dach. Bei Bekannten und Verwandten reichten die Reaktionen von Ungläubigkeit über Kopfschütteln bis hin zu Mitleid.
Diese Aussage dürfte auf die wenigsten Triathlons zutreffen, aber in diesem Fall könnte es stimmen. 2400 km über deutsche Autobahnen, Schlagloch übersäte polnische Landstraßen und reizvolle Küstenstraßen im Baltikum. Das alles in einem Audi A2 mit Frau, zwei Kindern, zwei Hunden und dem Urlaubsgepäck für zwei Wochen. Auf dem Dachgepäckträger das Triathlonrad.
Die Anfahrt wurde quasi als Visualisierungsersatz für den Wettkampf genutzt. Wer am Samstag früh um 5.00 Uhr in Nordostpolen mit 0,5 Liter Restbenzin nach der nächsten Tankstelle fahndet und diese dann wirklich mit dem letzten Tropfen Benzin findet, hat sich ausreichende mentale Härte für den Wettkampf bereits geholt. Die Dramen, die sich dabei auf dem Beifahrersitz und vor allem auf den billigen Plätzen im Fond abspielten, erspare ich dem geneigten Leser. Nach ca. 36 Stunden Nonstop-Autofahrt hatten wir unseren Stützpunkt bei der Schwiegermutter in Finnland erreicht. Es sollte der Anfang eines himmlischen Urlaubs sein. Katastrophales Wetter, nix zu tun, bockige Kinder. Dejavu-Erlebnisse, die mich seit Jahren treu begleiten.

Die letzten 2 Tage

Am 4.8. meldete ich mich schließlich telefonisch zum Wettkampf an und reiste am Vorwettkampftag die letzten 200 km an. Die 80€ Startgeld waren mehr als fair, wenngleich man auf Tinnef wie Finisherhemd und Medaillen bei diesem Preis natürlich verzichten muss. Die Wettkampfbesprechung zeichnete sich durch einen theoretischen und einen praktischen Teil aus. Erst wurden die wichtigsten Wettkampfabläufe verbal erläutert, dann schwang sich einer der beiden Renndirektoren auf seinen Drahtesel und fuhr vor den Augen der knapp 100 Starter die Strecken zur Wechselzone, den Anfang der Laufstrecke etc. ab, sodass wirklich jeder – d.h. auch die immerhin ca. 10 ausländischen Starter – verstanden hatte, wann wie gefahren und gelaufen werden musste. Meine Frage nach der Radabgabe wurde mit einem Lächeln quittiert. Es reicht doch völlig, wenn man um 6.30 Uhr am nächsten Morgen in der Wechselzone auftaucht. „Wo sind die Startnummer-Aufkleber für die Räder?“ – „Brauchen wir nicht!“ Gerade diese kleinen Begebenheiten am Rande machen solche Wettkämpfe so sympathisch, wobei man fairerweise sagen muss, dass so etwas für Frankfurt oder Roth nur sehr bedingt tauglich wäre...

Einquartiert hatte ich mich mit zweistündiger Vorwarnzeit bei den Eltern unserer Patentochter, die 20 km von Nokia entfernt wohnen. Nachdem mich der Hausherr vergeblich von den Vorzügen eines Schweinefilets zu überzeugen versuchte, setzte ich mich schließlich mit meinem Wunsch nach einer Pizza als Kohlenhydrate-Henkersmahlzeit durch, die bei einem albanischen Pizzabäcker um die Ecke gekauft wurde. Der Rest der Familie aß brav das Schweinefilet, und ich kam mir mit meiner Extrawurst etwas asozial vor. Welcher anständige Gast schreibt den Gastgebern schon das Essen vor? Als stark leistungsorientierter Triathlet konnte ich auf solch unbedeutende Etikette natürlich keine Rücksicht nehmen. Nach einem halben Liter Bier und einigen Gesprächen über die Schulnoten der Mädels (warum hat der PISA-Streber Finnland eigentlich bisher nur einen Nobelpreisträger zustande gebracht?) ging es zu Bett. Um 4.10 Uhr ertönte dann der Wecker, und die Hausherren ließen es sich nicht nehmen, mir beim Frühstück Gesellschaft zu leisten, das wie üblich aus Weißbrot mit Honig, einer Banane, Kaffee und Wasser bestand.

Ankunft am Start

Gegen 5.15 Uhr machte ich mich zum Wettkampfort auf, wo ich gegen 5.40 Uhr eintraf. Die finnischen Kollegen waren zwar hilfsbereit wie immer, aber sehr wortkarg. Insgesamt war die Stimmung aber deutlich entspannter als in Frankfurt. Um 6.30 Uhr traf ich mit dem Fahrrad in T1 ein, wo sich niemand für Helm und Rad interessierte. Einfach den Bock bei Nr. 77 angelehnt, Startnummer auf die prallen Oberarme schreiben lassen, Neo anziehen und runter zum See, wo sich um kurz vor 7.00 Uhr schon knapp einhundert begeisterte Fans eingefunden hatten.

Das Schwimmen (4 Runden à 950m)

Das Schwimmen verlief insgesamt problemlos. Mich nervte lediglich, dass einige finnische Kollegen unmittelbar vor den Bojen die Schwimmart wechselten und mit kräftigen Brustbeinschlägen Jagd auf die Schwimmbrillen unschuldiger Ausländer machten. Ansonsten lief das Schwimmen normal, gut kann man bei einer Zeit von 1:19h wohl kaum sagen. Die drei Landgänge machten die Aufgabe insgesamt nicht leichter, aber der tosende Beifall der Fans war eine mehr als würdige Entschädigung für die zusätzlichen Mühen.

Schwimmstart in Finnland: Platz ist ausreichend vorhanden
Schwimmstart in Finnland: Platz ist ausreichend vorhanden

Die Radstrecke

Nach kurzer und vom Veranstalter spontan sanktionierter Pinkelpause auf dem Weg vom Strand zu T1 ging es nach ca. 5 Minuten auf das Rad. Im Vergleich zum IMEU ein deutlich schnellerer Wechsel. Bei windstillem Wetter stand die erste von 4 Schleifen à 45 km an. Die Strecke war praktisch frei von Anstiegen (bis auf 1x 40 m pro Runde), dafür aber extrem wellig, sodass ein gleichmäßiges Treten fast unmöglich war- insgesamt 1200 HM. Für die Experten: der Sieger (Endzeit 8.59h, gleichzeitig 9. in diesem Jahr in Lanzarote und dort mit 5:34h Radsplit, als Profi für Hawaii qualifiziert) benötige 4.55h für die Radstrecke, und das, obwohl gerade im Führungstrio einigermaßen effektiv zusammengearbeitet wurde. Das spricht nicht für eine besonders schnelle Radstrecke, was auch mit dem recht rauen Asphalt zu tun haben könnte.

Was nicht für die Qualität des finnischen Radfelds sprach: ich wurde nicht ein einziges Mal überholt. Natürlich waren bei meiner Schwimmzeit nur noch einige wenige Pfeifen hinter mir, aber in Deutschland überholen mich immer Wettkämpfer. Gegen Ende der 2. Runde frischte dann der Wind stark auf, und der Schnitt sank langsam von anfangs 34 auf zuletzt ca. 32,7 km/h. Nach dem vermuteten Überzocken in Frankfurt achtete ich diesmal peinlich darauf, dass der Puls (fast) nie über 150 ging. Das war vermutlich die richtige Strategie, denn ich hatte keinerlei Krampfprobleme. Durchschnittpuls war dann aber doch 149.

Im Gegensatz zu Frankfurt machte die Radfahrerei trotz insgesamt nur ca. 200 Zuschauern an der Radstrecke mehr Spaß, weil man sich wirklich aufs Radfahren konzentrieren konnte, und nicht auf Windschattenverbot, Seitenabstand beim Überholen, Dreierreihen etc. achten musste. Es war der heroische Kampf des Triathleten gegen die Langstrecke!

Nach netto 5:28h war die Radstrecke erledigt und es ging in die Wechselzone 2, d.h. das Eisstadion der Stadt Nokia. Dort waren bereits ca. 90 Stühle aufgebaut, wodurch für mich eine artgerechte Wechselzonenhaltung gewährleistet war. Gemütlich hingesetzt, frische Socken angezogen, ein paar TUC gefuttert, Kappe auf. Dann ging’s erst mal auf den Topf und an der Verpflegungsstation am Hallenausgang genehmigte ich mir noch 2 Becher Wasser und eine komplette Salzgurke. Die werden in Finnland auf solchen Events meist angeboten, find‘ ich gut.

Auf der nächsten Seite: Die Laufstrecke 



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