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31.07.07
Der Fall Lothar Leder
Manipulationsverdacht gegen Lothar Leder: Die Ergebnisse des Bluttests waren auffällig
Manipulationsverdacht gegen Lothar Leder: Die Ergebnisse des Bluttests waren auffällig
Gegen Lothar Leder steht der Verdacht der Manipulation im Raum. Wir tragen die bisher verfügbaren Fakten zusammen und versuchen uns an einer ersten vorsichtigen Bewertung des Falles. Für ein Interview am Ende des Beitrags standen Kurt Denk und Kai Walter Rede und Antwort.

Wie man es dreht und wendet: Der Manipulationsverdacht gegen Lothar Leder wirft vor allem zwei Fragen auf:

  1. Wie zuverlässig ist das angewendete Testverfahren? Darf man das Analyseergebnis als Beweis einer Manipulation deuten? Oder muss man es eher als Hinweis auf eine nur möglicherweise geschehene Manipulation betrachten?

  2. Falls das Verfahren keinen eindeutigen Beweis liefert: Darf der Veranstalter, der die Blutprobe in Auftrag gegeben hatte, die Interpretation der Blutwerte an die Öffentlichkeit geben?

Was wurde gemessen? 

Gemessen wurden drei Werte: Der Hämatokritwert (HK), der Hämoglobinwert (HB) und die relative Anzahl der Retikulozyten. Letzteres beschreibt, wieviel Prozent der roten Blutkörperchen noch unreif, also im Zustand des Heranwachsens sind. Mit der relativen Anzahl an Retikulozyten lässt sich abschätzen, mit welcher Aktivität der Körpers gerade dabei ist, neue rote Blutkörperchen herzustellen. Eine geringer Anteil an Retikulozyten bedeutet, dass der Körper aktuell kaum neue Sauerstoffträger herstellt. Dies wird als Gegenregulation einer unangemessen hohen Sauerstofftransportkapazität des Blutes gedeutet.

Kurt Denk erläutert den Bluttest:

"Dass wir den Bluttest in Frankfurt (war das aller erste Mal im Triathlon) noch auf freiwilliger Basis gemacht haben (ab sofort wird dieser verpflichtend bei all unseren Rennen), liegt daran, dass wir uns erst kurz vor dem Rennen – nach intensiven Gesprächen mit der NADA – dazu entschlossen hatten. Wir wollten von der NADA wissen, wie wir noch mehr Gewissheit und Klarheit in die Kontrollen bekommen können (zusätzlich zu den After-Race Urinproben).

Wir haben dann (kurzfristig) die Profisportler entsprechend informiert. Zunächst wollten wir "nur" den Hämatokritwert messen (dies wäre am Ohrläppchen möglich gewesen). Das Team von PWC (ausführende Firma der NADA) hat uns dann aber am 29.06. (Abnahmetag nachmittags) dringend empfohlen (wenn wir denn wirklich alles messen wollten) auch auf Hämoglobin und vor allem auch auf die Retikulozytenwerte (!) zu prüfen.

Dieser Test ist / war aber nur aus der Armbeuge per Blutabnahme möglich. So wurde dies dann auch gemacht, etwas überraschend, für die Profis und auch für mich. Aber wir wollten letztendlich wirklich uns nicht den Vorwurf gefallen lassen müssen, wir hätten "nur oberflächlich" testen lassen.

Wie sich nun später herausstellte, ist dies genau der Punkt bei den uns vorliegenden Werten gewesen, welcher alles so darstellt wie es uns nun vorliegt: der Wert der Retikulozyten im Blut. Schlimmes Ergebnis, nach Meinung aller von uns befragten Experten/Fachleute/Wissenschaftler (NADA, Bengt Saltin, Rasmus Damsgaard, Herr Schänzer)."
Via E-Mail am  29. Juli 2007.


Im Fall von Lothar Leder war die Zahl der Retikulozyten sehr gering, es wurden also außergewöhnlich wenige rote Blutkörperchen neu gebildet. Dazu passt der hohe Hämatokritwert von 49,5: Wenn der Körper nämlich feststellt, dass eine Überangebot an Sauerstoffträgern im Blut vorhanden ist, drosselt er die Neubildung von roten Blutkörperchen, was eine geringe Zahl an Retikulozyten zur Folge hat.

Auf diese Weise versuchen Dopingfahnder, Epo-Doping nachzuweisen. Wenn der Athlet das Epo vor einem Wettkampf absetzt, kann man ihn durch einen hohen Hämatokritwert gepaart mit einer sehr geringen Zahl frisch nachwachsender Retikulozyten entlarven. Epo käme in Frage, außerdem natürlich Eigenblutdoping, weil es gleichermaßen die Zahl der Sauerstoffträger im Blut erhöht und die Gegenregulation bei den Retikulozyten einleitet.

Höhentraining und simuliertes Höhentraining

Was ist mit Höhentraining oder simuliertem Höhentraining? Lothar Leder gibt an, er habe in einem Sauerstoffzelt geschlafen und mit einer Atemmaske auf der Rolle trainiert. Beides sorgt für einen Sauerstoffmangel und damit für einen Anstieg des Hämatokritwertes. Nach dem Ende einer solchen Trainingsphase könnte man mit einer Gegenregulation des Körpers rechnen, eben mit der geringen Produktion von Retikulozyten. Das Ergebnis könnten Blutwerte sein, die denen Lothar Leders gleichkämen. Oder etwa nicht?

Leider scheint diese Möglichkeit auszuscheiden. Zwar sind Blutwerte ganz allgemein größeren Schwankungen unterworfen, allen voran der Hämatokritwert, den man mit einem einfachen Kopfstand um bis zu 8 Prozentpunkte verändern kann. Dennoch sagen die von Kurt Denk und seiner Agentur Xdream befragten Experten, dass weder durch ein Höhenzelt noch durch eine Hypoxiemaske die geringe Anzahl an Retikulozyten zu erklären sind. Bei den Experten handelt es um die international anerkannten Wissenschaftler Rasmus Damsgard, Prof. Bengt Saltin und Prof. Wilhelm Schänzer sowie uns namentlich nicht bekannte Experten der NADA. Wir haben unabhängig davon ebenfalls einen Wissenschaftler befragt: Dr. Volker Tzscheetzsch, der über spezielle Fragen des Höhentrainings an der IAT in Leipzig promoviert hat und sich seit über 20 Jahren mit Leistungssportlern beschäftigt. Auch nach dessen Einschätzung sind Höhenzelt und Hypoxiemaske als Ursache für die mittlerweile von Leder veröffentlichten Blutwerte ausgeschlossen. Derartig starke Effekte seien nur mit wochenlangem intensivem Training in sehr großer Höhe denkbar.

 

Trainingskontrolle am 9. Juni negativ

Da Lothar Leder, wie er auf seiner Homepage veröffentlicht, am 9. Juni bei einer Trainingskontrolle auf Epo kontrolliert wurde und ein negatives Ergebnis hatte, scheidet dieses Dopingmittel allerdings aus. Denn eine Epo-Kur, die am 29. Juni zu dem auffälligen Befund hätte führen können, wäre drei Wochen vorher im Urin nachweisbar gewesen. Spinnt man diesen Gedanken weiter, käme Eigenblutdoping als Möglichkeit in Betracht, um die Blutwerte zu erklären. Die Frankfurter Rundschau berichtet in ihrer Onlineausgabe von angeblichen Kontakten Leders zu "zwielichtigen italienischen Ärzten", ohne allerdings eine genaue Quelle dieser Information zu nennen.

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