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5.07.07
Licht und Schatten beim Ironman Frankfurt 2007
Ironman Frankfurt 2007: Schneller als gedacht waren viele Teilnehmer auf dem Rad
Ironman Frankfurt 2007: Schneller als gedacht waren viele Teilnehmer auf dem Rad
Es rauschte gewaltig im Blätterwald. Namen wie Faris Al-Sultan, Normann Stadler und der in Deutschland immer noch wesentlich bekanntere Kai Hundertmarck hatten bereits Wochen vor der Veranstaltung überregionale Zeitungen auf den Plan gerufen. FAZ und Süddeutsche berichteten vom bevorstehenden Kampf der Triathlongiganten ebenso wie von der Provinzposse um so genannte Eidesstattliche Erklärungen und lebenslange Sperren bei einem der weltweit 43 Ironmanrennen. Ironman Frankfurt European Championship powered by Sparkasse ist gleichermaßen Sport und Spektakel. Wer den Ironman am 1. Juli umfassend bewerten will, darf nicht bei den rein sportlichen Aspekten stehen bleiben, sondern muss etwas weiter ausholen. Doch der Reihe nach.
Von Arne Dyck


 Timo Bracht nicht zu schlagen

Dass Timo Bracht und Michael Göhner bei den Männern und Nicole Leder und Andrea Brede bei den Frauen das Rennen unter sich ausmachten, dürfte mittlerweile bekannt sein. Obwohl die im Vorfeld stärker einzuschätzenden Hawaiisieger Stadler und Al-Sultan mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun hatten, ist der neue Streckenrekord ein Beleg sowohl für die überaus günstigen Wetterbedingungen als auch für den Leistungsstand derjenigen deutschen Athleten, die sich hinter den beiden Aushängeschildern in der zweiten Reihe befinden. Gegen einen extrem professionell arbeitenden Bracht, der nicht zuletzt von aerodynamischen Optimierungen an seiner Sitzposition entscheidend profitierte, können auch die Besten nur bestehen, wenn sie zu 100% auf dem Platz sind. Das gleiche gilt auch für den jungen Michael Göhner, der ebenso wie Bracht seine besten Rennen noch vor sich hat.

Normann Stadler, der das Rennen aufgab, als er erkannte, keine Chance mehr zu einer seiner Leistungsfähigkeit entsprechenden Platzierung zu haben, kommt (zum wievielten Mal eigentlich?) in Konflikt mit dem Kern des Triathlonsports, dem Finishergedanken, einerseits und kalkulierter Professionalität andererseits. Nach dem Schwimmen bereits vier Minuten hinter der Spitze zurückliegend, schaffte er zwar noch den Anschluss an die erste Verfolgergruppe mit allen Favoriten, nicht mehr jedoch seine geplante Flucht nach vorne, um ein Zeitpolster auf die besseren Marathonläufer Al-Sultan, Bracht und Göhner herauszufahren. Ob im Triathlonsport unserer Tage ein Finish nichts und ein Sieg alles bedeutet, wird er viel besser beurteilen können als der Autor dieses Beitrags. Für die überwältigende Mehrheit der Triathleten gehört jedoch der Finishergedanke zu den geistigen Wurzeln unseres Sports. Er stellt den Kampf gegen sich selbst über den Sieg gegen andere.

 

Janusköpfig: Das neue Geld im Triathlon

Fest steht jedenfalls, dass unser Sport dieser Tage im Begriff ist, sich grundlegend zu ändern. Das Geld kommt und entfaltet seine Wirkung. Normann Stadler stieß dem Vernehmen nach mit seinem neuen Sponsor in neue finanzielle Dimensionen vor, die bisher in unserem Sport nicht denkbar waren. Lothar Leder (früher: Loddl) spricht von sich selbst in einem Interview mit dem Magazin "triathlon" von der "Marke Leder"; der Ironman in Frankfurt wird von Normann und Faris einhellig als "Plattform" bezeichnet. Es ist ohne Zweifel begrüßenswert, dass diese hart arbeitenden Athleten heute zumindest zum Teil besser bezahlt werden als früher und ich hoffe, dass dieser Trend noch an Fahrt gewinnt. Dennoch wird sich mancher erst noch daran gewöhnen müssen, dass die Protagonisten unseres Sports heute offener als früher in erster Linie der Kohle hinterher rennen. Das betrifft gleichermaßen die Sportler wie die Veranstalter. Vermutlich war das in Wahrheit noch nie anders, doch ich erinnere mich an Zeiten, in denen es sich nicht schickte, viel über den Mammon zu reden.

Dass heute im Triathlon mehr Geld steckt als früher, ist das unbestreitbare Verdienst unserer drei Hawaiisieger sowie jahrelang erfolgreicher Athleten wie Lothar Leder und Jürgen Zäck, ergänzt von der olympischen Silbermedaille von Stefan Vuckovic. Diese Sportler haben den Triathlon in die Medien gebracht. In ihrem Fahrwasser entstand, sich gegenseitig verstärkend, eine Triathlonbewegung aus Breiten- und Leistungssportlern, Industrie und neuen Veranstaltern, unter anderen Kurt Denk als derzeitiger Lizenznehmer der Marke Ironman in Deutschland.

Dessen Rennen sind für Profis aus zweierlei Gründen lukrativ: Erstens wegen der Antritts- und Preisgelder, die hier wie auch bei anderen großen Rennen bezahlt werden. Zum anderen durch die große Medienpräsenz des Frankfurter Rennens, das also den Profis die bereits erwähnte Plattform zur Präsentation der eigenen Werbefläche ermöglicht. Der Ironman ist in der FAZ und im Fernsehen. Das ist auch ein Verdienst von Kurt Denk, der es wie kaum ein Zweiter versteht, sich Gehör zu verschaffen.

 

Die Seuche Nummer Eins: Das Windschattenfahren

In diesem Jahr hat er dem Doping den Kampf angesagt, doch bevor ich auf diesen Punkt näher eingehe, möchte ich kurz an Denks Mission des letzten Jahres erinnern: Da hatte er dem Windschattenfahren den Kampf angesagt. Im Zwist mit der DTU wegen der von ihm zunächst verweigerten Veranstalterabgabe hatte er vor, eigene Kampfrichter in ausreichender Zahl auszubilden und einzusetzen. Diese sollten dann gleichermaßen feinfühlig und entschlossen gegen das Windschattenfahren vorgehen. Dieses Vorhaben fand in der Szene durchaus Zuspruch, immerhin ist Drafting weit mehr als Doping die Seuche Nummer Eins im Triathlonsport auf den langen Strecken. Leider wurde nichts daraus, denn Kurt Denk lenkte ein und einigte sich mit der DTU.

Kampfrichter waren machtlos: Radpulks von 50 Mann machten das Rennen um die Hawaii-Startplätze zur Farce
Kampfrichter waren machtlos: Radpulks von 50 Mann machten das Rennen um die Hawaii-Startplätze zur Farce. Foto: www.sascha-danz.com
Das Problem des massiven Regelverstoßes durch Windschattenfahren in Frankfurt blieb ungelöst. Durch den Massenstart im Langener Waldsee, die immer weiter gesteigerte Teilnehmerzahl von mittlerweile 2200 Athleten, die fast vollständig flache Radstrecke und die zum Teil mangelnde Moral der Teilnehmer ist faires Fahren, das hat das Jahr 2007 gezeigt, in Frankfurt kaum möglich. Insbesondere der Wettstreit um die Qualifikation für Hawaii ist zur Farce geworden. Fast alle Aspiranten für die Hawaiitickets waren mit Radgruppen konfrontiert, die nicht selten 50 Mann stark waren und einander direkten Windschatten gaben. Die von Beobachtern gemachten Fotos sind leider völlig eindeutig. Dem entsprechen die extrem schnellen Zeiten, die heuer von den Hawaiiqualifikanten erzielt wurden. Rund eine halbe Stunde schneller als in vergangenen Jahren waren die Zeiten derer,  die sich gerade noch für Hawaii qualifizierten.



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