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11.04.07
Nachgefragt: Dopingsperre – Schadensersatzansprüche des Sportlers
Sebastian LongréeSebastian Longrée befasste sich in seiner juristischen Doktorarbeit mit den Rechten von unrechtmäßig wegen Dopings gesperrten Sportlern.
Ihr erinnert Euch: Seine bereits als Buch erschienene Dissertation begegnete uns in der Diskussion um das Interview mit seinem Bruder Maximilian Longrée. Was hat es damit auf sich? Wir haben nachgefragt.

 

Sebastian, Du hast als Jurist über das Thema 'Dopingsperre – Schadensersatzansprüche des Sportlers' promoviert. Um was geht es dabei?

Ich habe untersucht, ob dem Athleten im Falle einer rechtswidrigen Dopingsperre durch einen Verband Schadensersatzansprüche zustehen können. Juristisch ausgedrückt: Gegen wen kann der Sportler auf Grund welcher Anspruchsgrundlage einen Anspruch haben.

Inspiriert hat mich dabei der Fall Krabbe, der als bislang einziger Fall in der deutschen Rechtsprechung zu genau diesem Thema, die Gerichte hinauf bis zum Bundesgerichtshof beschäftigt hat. Dabei habe ich versucht, die Thematik so aufzuarbeiten, dass sowohl der Jurist als sportlicher Laie, als auch der interessierte juristische Laie, etwas damit anfangen können. (Anm. d. Red.: Das Buch ist bei Amazon erhältlich).

 

Stellst Du Dich damit nicht auf die falsche Seite? Warum kein Buch über die Schadensersatzansprüche derjenigen Sportler, die durch gedopte Konkurrenten betrogen wurden?

Ich denke, die Fragestellung geht schon von einer unrichtigen Grundauffassung aus. Im Bereich des Rechts, in dem wir hier ja diskutieren, gibt es nicht immer richtig und falsch. Wohl gemerkt, in meinem Buch geht es ja um Ansprüche des rechtswidrig gesperrten Athleten! Selbstverständlich können einem Sportler, der selbstverantwortlich und schuldhaft gedopt hat, nur schwerlich Schadensersatzansprüche zustehen. Angemerkt sei aber auch, dass jeder Sportler, wie jeder andere auch, bestimmte Rechte hat, egal welche Fehler er auch gemacht haben mag. Dies gilt hier insbesondere auch für das gesamte Verfahren. Definition: Betrug im strafrechtlichen Sinn
Der Betrug ist eine Täuschung, um den Getäuschten dazu zu veranlassen, über sein Vermögen oder das eines Dritten zu verfügen, ohne dafür eine angemessene Gegenleistung (sog. Äquivalent) zu erhalten.

Strafgesetzbuch § 263 StGB: Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Die Täuschungshandlung muss einen Irrtum (d.h. das Auseinanderfallen von Vorstellung und Realität) bei einem Dritten erregen.
Quelle: Wikipedia
Eine ganz andere Frage ist es, ob der Athlet selber als so genannter Anspruchsgegner von zivilrechtlichen Schadensersatzansprüchen in Betracht kommt. Hierzu gibt es auch in der juristischen Literatur einige Anmerkungen. Der Begriff des "Betrugs", ist aber zunächst einmal strafrechtlicher Natur. Wie auch im Fall des Schiedsrichter Skandals um Robert Hoyzer, muss man sagen, dass die Frage umstritten war und ist, wen und ob der dopende Sportler betrügt. Es wird häufig vorschnell über den Strafrahmen und Schadensersatz diskutiert, ohne vorab zu prüfen, ob überhaupt die Tatbestandsvoraussetzungen dafür vorliegen.

Sebastian Lomgrée
Dr. Sebastian Longrée als Triathlet: Bestzeit 8:56 Stunden.
Nehmen wir einmal den aktuellen Fall von Jan Ullrich. Selbst wenn feststünde, dass er unerlaubte Methoden oder Mittel angewendet hat, ist die juristische Frage nach Betrug und Schadensersatz damit erst am Anfang. Ich will das jetzt nicht zu akademisch werden lassen, aber allein das Tatbestandsmerkmal der "Täuschung" macht mir hier persönlich Schwierigkeiten. Das gilt aber auch für fast alle weiteren Tatbestandsmerkmale, die erfüllt sein müssen, um von Betrug im juristischen Sinne sprechen zu können.

Zum Abschluss vielleicht ein Satz, der das ganze ein wenig auf den Punkt bringt: Wenn sich am Ende herausstellt, dass Jan Ullrich gedopt hat, mag sich der Fan und Zuschauer "betrogen" fühlen, ihm gegenüber wird es juristisch aber kaum ein Betrug sein und ob überhaupt ein solcher gegeben ist, steht damit auch nicht fest.

 

Wie beurteilst Du die Rolle der Medien zum Thema Doping?

Die Medien sind für den Sport lebensnotwendig. Ich halte auch hier eine pauschale Einteilung in gute und schlechte Medien für falsch. Richtig ist sicher, dass der Berichterstattung neben dem reinen Show- und Businesselement, auch ein Stück Aufklärungsverantwortung obliegt. Hier ist neben einem möglichst hohen Maß an Neutralität eben auch Fachkompetenz gefragt. An dieser Stelle, würde ich durchaus kritisch sein wollen.

Es ist überhaupt kein Problem, wenn ein Journalist ad hoc nicht jedes Thema sofort fachlich 100% einordnen und wiedergeben kann. Verwerflich finde ich es aber, wenn ohne ausreichende Recherche und kritische Analyse, Meldungen und Statements verbreitet werden, die für einen Athleten dann gravierende Folgen haben können. Schlimmer natürlich noch, wenn aus reinen "Quotengründen" gezielt gegen jemanden geschossen wird.

Aber auch in der passiven Variante, können die Medien starken Einfluss haben. Sie werden gerne von "Experten" genutzt, die insbesondere ihrer eigenen Darstellung wegen, zu vielen Sachverhalten viele Stellungnahmen abgeben. Hier würde ich mir manchmal etwas mehr Zurückhaltung wünschen.
(Die Fragen stellte Arne Dyck)Sebastian LongréeZur Person: Sebastian Longrée
Dr. Sebastian Longrée, Jahrgang 1975,  finishte 16 Ironman-Triathlons,  davon 6 auf Hawaii.  Seine  Bestzeit steht bei 8:56 Stunden.  Er erzielte mehrere Top-Platzierungen bei Welt- und Europameisterschaften in seiner Altersklasse.  Sebastian Longrée arbeitet heute als  Rechtsanwalt.
Links:
Interview Maximilan Longrée: Weltrekord auf Hawaii
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