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Home arrow Berichte und Analysen arrow Maximilian Longrée: Weltrekord auf Hawaii
14.03.07
Maximilian Longrée: Weltrekord auf Hawaii
Maximilian Longree hat den Weltrekord beim Ironman Hawaii
Maximilian Longree stellte beim Ironman 2006 auf Hawaii einen neuen Amateur-Weltrekord auf. Der junge deutsche Triathlet beantwortet unsere erstaunten Fragen in einem großen Interview.
Ironman Hawaii 2006: Der junge Nachwuchstriathlet Maximilian Longrée stürmt mit neuem Amateur-Weltrekord und einer Laufzeit von 2:48 Stunden über den Zielstrich und in das Bewusstsein einiger Triathlon-Insider. Wir haben uns mit diesem erstaunlichen jungen Mann unterhalten. Über Lauftraining, Renntaktik und die beruflichen Perspektiven in einer extrem harten Sportart.

Du bist auf Hawaii 2006 auf Platz 20 ins Ziel gestürmt – mit einer Marathonzeit von 2:48 Stunden. Schwitzt man da nicht fürchterlich?

Als ich ins Ziel gekommen bin, habe ich glaube ich kaum noch Flüssigkeit zum Schwitzen übrig gehabt. Aber dazu hat nicht nur die Dehydration beigetragen. Das Überqueren der Ziellinie war für mich ein so emotional geladener Augenblick, einfach unbeschreiblich. 1997 war ich zum ersten Mal auf Big Island, als Coach von Sebastian (mein Bruder), ich habe den Sieg von Thomas Hellriegel miterlebt, die Stimmung die Tage zuvor am Pier und die besondere Atmosphäre im Rennen selber. Selbst als Zuschauer hat es mich ergriffen. Während ich am Zielbereich stand, hatte ich allerlei Gedanken; dazu gehörte natürlich, einmal hier teilnehmen zu wollen. Dazu kam dann der Traum von Sebastian und mir einmal zusammen Kona zu finishen.

2004 hatte ich die Tage zuvor einen Unfall, bei welchem mich ein Auto umgefahren hatte. Ich ging mit einer Verletzung ins Rennen, die mich aufgrund zu großer Schmerzen beim Halbmarathon zum Ausstieg zwang. Traum geplatzt, Sebastian kam ins Ziel, ich nicht!

Warum ich das ganze jetzt erzähle? Na ja, die noch übrig gebliebene Flüssigkeit ging in Tränen der Freude über, und zwar einfach nur, weil wir uns den Traum erfüllen konnten. Welche Leistung am Ende schwarz auf weiß in den Ergebnislisten stand, wußte ich zu der Zeit noch nicht...

Beim Triathlon in Almere, Holland, über die Ironmandistanz bist Du 2:45 Stunden gelaufen. Dort hast Du mit einer Endzeit von 8:23 Stunden sogar gewonnen. Beim Ironman Switzerland liefst Du 2:52 Stunden, auf Lanzarote 2:57. Woher kommt Deine Laufstärke?

Puh! Gute Frage, ist schwierig zu beantworten, denn wie der typische Läufer sehe ich nicht aus und ich fühle mich auch nicht so. Evtl. liegt es an meiner Renneinteilung. Wenn man sich zum Beispiel die Segmentzeiten vom Hawaii-Marathon anschaut sieht man, dass ich von Segment zu Segment schneller geworden bin, nicht nur absolut, sondern auch relativ gesehen zum Profil und den anderen Jungs.

Den Marathon auf Lanzarote bin ich nur auf Sicherheit gelaufen. Da ich mich sehr kurzfristig entscheiden hatte dort zu starten, wußte ich nicht, was geht. Zürich, musste ich einfach drauf los laufen. Denn mein Tag fing schon blöd an, da ich mit 1.000 Mann ca. 200m hinter den Pros starten musste und auf dem Rad zu hart angefahren bin und zudem eine Zeitstrafe von 6 Minuten nach dem Radeln absitzen musste. Also, war klar, wenn das Ergebnis noch irgendwas werden sollte, dann muß ich schnell laufen.

Almere bin ich lt. einiger Beobachter am Streckenrand und via Internet/Fernsehen (waren die ganze Zeit live dabei) wie eine "Nähmaschine" gelaufen. Es war ein taktisch geprägtes Rennen, bei dem ich keine Schwäche zeigen wollte und konnte, da der zweitplatzierte auch eine 2:52h gelaufen ist. Die Jungs sind mir anfangs viel zu schnell angegangen. Aber ich musste auf der ersten von 3 Runden versuchen, auf Tuchfühlung zu bleiben, daher bin ich schneller angelaufen als gewohnt. Und da es ein Tabu bei mir gibt, sowohl im Training als auch im Wettkampf, langsamer zu werden, musste ich das Tempo durchlaufen.

Ich finde, dass es nicht sein darf, dass man als Ausdauersportler hinten raus langsamer wird. Damit das nicht geschieht trainiere ich doch täglich, und wenn es passiert, dann heißt das doch, dass ich über meinen Verhältnissen in den Stunden zuvor gearbeitet habe. Klar, wenn man Krämpfe oder ähnliches hat, ist es was anderes.

Maximilians Lauftraining "simple style"

Vom Lauftraining her unterscheide ich mich nicht besonders von anderen. Wenn die Vorbereitung los geht im Winter, laufe ich über 5 min/km, dann im Frühjahr 4:30min/km und zum Rennen hin knapp über 4min/km. Harte Intervalle im Bereich von 3min/km flach mache ich quasi gar nicht. Was soll ich denn 3:15min/km spurten, wenn ich beim IM hinterher 4min/km plus laufe?

Maximilian Longree
Kein Tempotraining: Maximilian Longree gehört zu den weltweit schnellsten Läufern auf der Langdistanz.
Ansonsten mache ich das ganze Jahr über eine spezielle Diät, die mich dann zum Event hin in Laufform bringt.Na ja, eine wichtige Rolle spielte dieses Jahr die Pizza im Zielbereich auf Hawaii. Wer den Pizzastand am Pier kennt, weiß: Die schmeckt einfach geil! Ob man es glaubt oder nicht, ich habe mich auf dem Highway schon darauf gefreut, wer weiß, vielleicht bin deshalb auch schneller gelaufen:))

Ich habe einen sehr robusten Magen, der es mir erlaubt im Rennen hohe Nahrungsmengen aufzunehmen ohne dass mir schlecht wird. In Folge dessen habe ich wahrscheinlich den Vorteil, die nötigen Energiereserven beim Marathon noch zu haben. Leider hatte ich dieses Jahr ein wenig übertrieben mit den Bars auf dem Rad und musste während des Laufs in Kona dreimal für große Jungs in die Lava.

Was ist das für eine spezielle Diät, die Dich in Laufform bringt? Ist das geheim?

Klar, man muß ja nicht alles verraten. Ich sag nur soviel, dass ich die Ernährung genauso periodisiere wie das Training. Ich passe die Ernährung dem Trainingszyklus an und spiele letztlich mit meinem Gewicht. Es ist relativ komplex und auch individuell. Deshalb kann ich dazu auch kein Grundrezept angeben.

Zurück zu Hawaii: Du bist 4:44 Stunden gefahren und 2:46 Stunden gelaufen. Schonst Du Dich auf dem Rad? Oder gibt es einen besonderen Grund für Deine deutlich bessere Laufzeit?

Ok, ohne 3 mal einen Haufen in die hawaiianische Lava zu setzen wären es evtl. eine 2:46h geworden, so blieb die Uhr erst bei 2:48h stehen.

Also, sich zu schonen auf Hawaii, ist das so eine Sache. Ich finde es anstrengend bei der Hitze auch nur 10 Minuten zu rollen. Wenn man diese wellige Strecke mit einem 30er Schnitt fahren würde, wäre man danach nicht gerade ausgeruht.

Die Sache ist eher folgende: Als Amateur (der ich de facto ja immer noch bin), bekommt man ordentlich eines über die Rübe. Das Schwimmen ist der Horror gewesen. Wenn ich mich mit anderen Pros, die mein Schwimmniveau haben vergleiche, habe ich dort an die 6 Minuten liegen lassen. Das Radfahren danach ist alles andere als rhythmisch, und das was immer behauptet wird von wegen Lutschen bei den Amateuren ist einfach nicht so stehen zu lassen. Es ist total hektisch, selbst wenn man wollte fände man keinen "guten Windschatten". Erst bei Kilometer 100 habe ich einen richtigen Rhythmus gehabt und musste nicht die ganze Zeit darauf achten, dass mir einer in die Karre fährt oder man ein Penalty bekommt, obwohl man nur überholt hat.

Maximilian Longree
Maximilian Longree
Jetzt könnte man wieder den Rückweg von Hawi (Wendepunkt der Radstrecke) ins Verhältnis setzen mit den anderen Athleten. Demnach bin ich schneller geworden, als es ruhiger wurde. Ich will damit sagen, daß gerade auf Hawaii auch taktische Dinge eine große Rolle spielen. Sitzt man in einer gut und ruhig rollenden Pro- "Gruppe", fährt man schnell mal 10 min. schneller ohne mehr Anstrengung.

Außerdem würde eine zu meiner Laufzeit adäquate Radzeit bei ca. 4:30 Stunden liegen – und das hieße Top 10, aber soweit war/bin ich halt noch nicht... Schwimmen war eine Katastrophe und mit der Radleistung bin ich unter diesen Umständen zufrieden.

Unter anderem spielt aber beim Ironman und gerade auf Hawaii der Kopf eine wichtige Rolle. Monotonie ist das Schlagwort: 3,9 km hin und her, auf der "out-and-back" Radstrecke gibt es keine Abwechslung (ließe man mich irgendwo auf dem Highway raus, könnte ich nicht sagen, wo ich bin;:)). Ich sage immer: Das Auge wird müde und damit der Kopf und letztlich die Beine. Es ist wirklich einschläfernd, man kann so schnell in einen zu langsamen Trott verfallen. Man steigt demzufolge nicht nur körperlich müde durch die Schwüle, sonder auch geistig müde vom Rad.

So habe ich mir den Lauf folgendermaßen eingeteilt: Alii Drive einfach nur den Rhythmus finden, oben auf dem Highway Kräfte sparen und nach dem Energylab Wendepunkt (den ich faszinierend finde) alles geben, egal was passiert!


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