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27.02.14
Wieder im Training
Verwendet Ihr auch diese Nespresso-Kapseln? Richtig, diese moderne Form des Kaffeepulvers, die man nur im Internet bestellen kann. Meine sind Anfang Februar zur Neige gegangen. Darin steckt das ganze Drama des zeitknappen Langstrecklers.

Seit ich wieder im Training bin zwecks einer Langdistanz im Sommer, habe ich nur noch für die wichtigsten Dinge des Lebens Zeit: Existenzsicherung, Aufzucht der vererbten Gene, Freunde, Training, Schlaf. Dazu das tägliche Abschreiten der Landschaften meines virtuellen Zoos, in dem Du Dich, lieber Leser, gerade befindest.

Als meine letzten Kaffeekapseln zur Neige gingen, hätte ich welche nachbestellen können. Zeitbedarf 5 Minuten, kein Problem. Nur: Wann kommt der vermaledeite Postbote? Montagmorgen bringe ich meinen Sohn zur Schule – der Postbote kommt bestimmt genau während meiner Abwesenheit, und wirft mir so einen verhassten Abholschein in den Briefkasten, ein nicht akzeptabler Zeitfresser. Zu riskant. Dienstagmorgen? Da wollte ich kurz laufen gehen. Mittwochmorgen? Bin ich auf dem Rad, und den Rest des Tages habe ich Termine bis in den späten Abend. Donnerstag bin ich in München für eine Besprechung. Freitag in Frankfurt für die Sendung. Am Samstag habe ich überhaupt gar keine Zeit, alles ausgebucht. Sonntag kommt der Postbote nicht.

Kaffee ist für mich ein Stück Lebensart, ein Insel der Kultur und des Genusses in einem ansonsten recht asketischen, von Magerquark, Forellen, Gemüse, Salat und spanischem Rotwein eingehegtem Triathletendasein. Als bekennender Morgenmuffel hat die erste Tasse Kaffe etwas Rituelles für mich, und eventuelle Besucher sollten vermeiden, zur Frühstückszeit zwischen mich und meine Kaffeemaschine zu geraten. Es gibt vergleichbare Situationen mit Löwinnen, ihrer Aufzucht und Wanderern, die das bereuten.

Jedenfalls, an der Wahl der Kaffeequalität zeigt sich, ob der Mensch Niveau hat! Bei anderen Nahrungsmitteln bin ich toleranter – ich erinnere mich an eine Trainingsfahrt, bei der ich mit Hungerast, schielend, in einen Supermarkt eierte und dort zwei kalte, fertig panierte Schweine-Cordonbleus in einer Plastikschale aus dem Kühlregal holte (EUR 2,39) und sie auf dem Parkplatz, mit ausgestreckten Beinen auf dem Asphalt wegelagernd, mit stumpfem Blick in einem Zug wegmampfte. Mit Kaffee ist das eine ganz andere Sache, er ist zur Ernährung nicht wirklich notwendig, und die Noblesse des Überflüssgen verleiht ihm eine Würde, die man versteht und schätzt oder eben nicht. Gentleman oder Neandertaler.

Als die letzte Kaffeekapsel verbraucht war und sich Nachschub aus den genannten Gründen nicht kurzfristig beschaffen ließ, erstand ich ausnahmsweise eine Packung Instant-Kaffee. Ich ging extra eine Straße weiter als sonst, zu einem Supermarkt, in dem ich gewöhnlich nicht verkehre und in dem man mich nicht kennt. Wie eine Packung Kondome legte ich die grobkörnige Jacobs-Mischung diskret auf das Band der Kassiererin, halb verdeckt unter einer Plastiktüte. Beides verschwand noch vor dem Bezahlen in einem blickdichten Rucksack, da meine Nachbarn häufiger als es einem Menschen in einer Notlage lieb ist, in den Fenstern liegen.

Wasser aufgegossen – heiß, aber nicht kochend! – zweimal umrühren, ein vorsichtiger erster Schluck... bääähhh!! Das ging gar nicht. Doch dem Herrn gefiel es, sein unverschuldet in Not geratenes Schäflein in einem Vorratsfach einen noch ohne Gefahr verwendbaren Liter H-Milch finden zu lassen. Und tatsächlich: Mit einem guten Schuss Milch schmeckte die braune Brühe einigermaßen akzeptabel. Hurra! Problem gelöst! Ab zum Training. Erkenntnis des Tages: Eine Kuh ist etwas Wunderbares.

Nach einigen Tagen ereilte mein neues Dasein als kulinarischer Höhlenbewohner ein weiterer Schicksalsschlag. Die Milch ging zur Neige. Was tun? Einkaufen? Das kostet mich mindestens eine halbe Stunde. Ich habe einen inneren Stapel an dringenden Aufgaben, der von meinem Schreibtisch bis hinauf zur Marsbahn reicht. Kraftausdauer auf dem Rad wollte ich auch noch machen. Vielleicht pfeife ich auf die Milch und gebe dem Instant-Gebräu in der Variante "schwarz" noch eine Chance? Ich tu's. Eigentlich gar nicht so schlimm, und in der Not frisst der Teufel bekanntlich Fliegen. Mit etwas Zucker geht’s.

Gestern ist mir der Zucker ausgegangen. Ich kratzte einen Rest bröckeligen Honig aus einem uralten Glas. Honig verwest aus irgend einem Grund nicht, habe ich gehört. In der Türkei trinkt jeder den Kaffee mit Honig, das ist eine Delikatesse, im Ernst! Man sollte sich ohnehin für andere Kulturen öffnen und ohne Vorurteile fremde Bräuche erforschen. Ich komme mit dem Auto an einer Tankstelle vorbei und erwäge für einen Moment, dort nach Milch und Zucker zu fahnden. Ich verkneife es mir, denn ich wollte noch eine halbe Stunde laufen gehen, bevor ich meinen Kleinen abhole.

Gemäß der inneren Gesetzmäßigkeiten meines Verfalls hätte heute eigentlich das fließende Wasser ausfallen müssen. Ich träumte davon, das Instantpulver trocken zu kauen und schrie im Schlaf. Mit offenen Augen liege ich wie nach einem Stromschlag in der Dunkelheit. 6 Uhr, eine Stunde früher als geplant. Ich gehe kurz Laufen, danach sehe ich weiter.
Arne Dyck

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