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5.12.13
Bauer sucht Frau, Macca sucht Armstrong
Chris McCormack gegen Lance Armstrong: An den Grenzen des Anstands.
Chris McCormack gegen Lance Armstrong: An den Grenzen des Anstands.
Chris McCormack im sportlichen Wettkampf gegen den gesperrten Lance Armstrong – das hat etwas vom Quotenstrich beim Dschungelcamp und bei Bauer sucht Frau. Man bleibt oder wird bekannt, jedoch von niemandem mehr ernst genommen.

Nicht alles ziemt sich für jeden

Stefan Raab lässt sich unter dem Gejohle der Fans von einer Boxweltmeisterin das Nasenbein brechen. Naive Teenager zeigen auf Talkshow-Sofas Seelenstriptease von unumkehrbar rufmordender Peinlichkeit. Flennend vorgetragene und unfehlbar scheiternde Heiratsanträge an die entsetzte Exfreundin in der Großen Überraschungsshow von RTL 7: Mit Geschmacklosigkeit ist offenbar gut Quote zu machen.

Warum machen ARD und ZDF das nicht einfach nach? Ganz einfach: Nicht alles ziemt sich für jeden. Was bedeutet "ziemt"? Dieser etwas aus der Mode gekommene Begriff bedeutet: kann man machen, weist einem aber selbst ein Niveau zu, das fragwürdig ist. Wenn sich die Skandalsendung "Tutti Frutti" für den blutjungen Privatsender RTL ziemte, dann galt das noch lange nicht für die ARD. Der eine hat nichts zu verlieren, der andere sehr wohl. Und zwar ein gewisses Niveau, das bei allen späteren Vergleichen den Unterschied macht.

Sicher muss man für einen medienwirksamen PR-Stunt etwas riskieren, das Besondere suchen, etwas tun, was die Menschen bewegt, wenn nicht gar polarisiert. Chris McCormack berührt mit seinem unmoralischen Angebot an Armstrong zwei im Sport existenziell wichtige Grenzen: die des Fairplay und die der Ernsthaftigkeit. Er überschreitet sie nicht, aber er kommt ihnen ungebührlich nahe.

Fairplay als Grundpfeiler des Sports

Zum Fairplay: Lance Armstrong hat die Radprofis und Fans seiner Ära betrogen. Nicht dass ich annähme, das ein nennenswerter Anteil der Profis sauber gefahren wäre – das war in dieser Zeit wohl kaum möglich. Er war jedoch, nach allem was wir heute wissen, der einer der dreckigsten von allen. Wenn gedopte Radprofis anführen, sie hätten mit ihrem Doping nur Waffengleichheit hergestellt, so gilt das nicht für Lance Armstrong. Wer das nicht glaubt, lese das Buch von Tyler Hamilton sowie die Anklageschrift mit den Ermittlungsergebissen von Jeff Novitzky und Travis Tygart.

Dennoch möchte ich den Begriff des Fairplays im Folgenden nicht für den Radrennfahrer Armstrong und den Radsport verwenden, denn er wäre dort eine Farce. Mir geht es allein um den Triathlon: Aus den Ermittlungsakten von Jeff Nowitzki geht hervor, dass sich Armstrongs Kontakte zum mittlerweile lebenslang gesperrten Arzt Michele Ferrari auch auf dessen Comeback als Triathlet erstreckten (siehe Untersuchungsbericht, Seite 86).

Egal wie verseucht der Triathlon mittlerweile sein mag: Niemand wird mich davon überzeugen, dass ein Triathlonprofi (Preisgeld für einen Sieg beim Ironman Lanzarote: lumpige fünftausend Euro abzüglich Steuern) in irgendeiner Weise mit den Dopingmöglichkeiten eines Lance Armstrong mithalten kann. Armstrong flog beispielsweise zur Umgehung von Grenzkontrollen seine Blutbeutel im Privatjet über die Grenzen von Frankreich, Spanien und Italien. Das ist eine ganz andere Liga. 

Es war, diesen Eindruck vermitteln die Akten, nie die Absicht des Lance Armstrong, fair und ungedopt gegen die Triathleten anzutreten.

Das Duell Macca gegen Armstrong klingt so ritterlich – Mann gegen Mann, ein Zweikampf zweier harter Kerle, die wissen wollen, wer der bessere ist. Die zu diesem Zweck auf all das verzichten wollen, was ohnehin nur Beiwerk ist: Zuschauer, Mitstreiter, Sponsoren, PR-Geklingel. Stattdessen der direkte Zweikampf in der Abgeschiedenheit, allein um des Lorbeers willen. Sport pur.

Chris McCormack übersieht, dass Lance Armstrong genau diese Werte verraten hat wie kaum jemand vor ihm. Er tat es ohne Not, als zigfacher Dollarmillionär. Armstrong dopte darüber hinaus nicht nur sich selbst, sondern er nötigte auch seine Teamkollegen zu einem umfassenden Dopingprogramm, dessen Ablehnung sie den Job gekostet hätte. Wer den Texaner kritisierte, den versuchte er wirtschaftlich oder sozial zu ruinieren (zum Beispiel Betsy Andreu, Greg Lemond, Filippo Simoni). Wer die Wahrheit über ihn sagte, dem drohte er mit ruinösen Prozessen. Bis hinaus zum Bundesstaatsanwalt und zum UCI-Präsidenten ging sein Einfluss, sodass er um Haaresbreite davongekommen wäre. Er log unter Eid. Allein der Gedanke an Ideale wie Fairplay und Ehrlichkeit sind vor diesem Hintergrund ein Witz.

Dopingsperren schützen die ehrlichen Athleten

Und was ist mit dem Grundsatz, jedem eine zweite Chance einzuräumen? Hat Armstrong nicht wie jeder andere ein Recht auf Rehabilitation? Meiner Meinung nach: ja – aber erst nach verbüßter Strafe. Chris McCormack sollte das respektieren. Das mag schwierig sein, wenn die Wettkampfsperre lebenslang ausgesprochen wurde, und einen Verzicht auf das geplante Rennen erfordert. Respektiert McCormack die Sperre Armstrongs nicht, fällt er jenen in den Rücken, die sich zur Aufgabe gemacht haben, McCormack als sauberen Athleten vor gedopten Konkurrenten zu schützen. Lance Armstrong ist von Wettkämpfen ausgeschlossen, weil saubere Athleten eine Chance haben sollen.

Ich plädiere dafür, des Dopings überführte Sportler, auch bei besonderer Schwere der Vergehen, nicht sozial zu ächten und ihnen nicht jede Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu verwehren. Aber einem noch gesperrtem Athleten vor den Augen der Weltöffentlichkeit, die jahrelang von jenem Athleten belogen wurde, einen sportlichen Wettkampf anzubieten, das geht zu weit.

Mangel an ehrlicher Entrüstung

Ich vermisse bei Chris McCormack die Entrüstung eines sauberen, ehrlichen Sportsmannes gegenüber einem der größten Betrüger im Profisport, der sich anschickte, auch im Triathlon, mit direkter Betroffenheit McCormacks, sein Unwesen zu treiben. Ich fühle mich auf ungute Weise an die Situation im Radsport erinnert, wo sich im Fall eines jeden überführten Radprofis die Fans furchtbar aufregten, aber nie die eigentlich betrogenen Radsportler. Letztere zeigten nicht den Hauch von Empörung. Heute verstehen wir, warum.

Keine Privatsache

Der angebotene Wettkampf zwischen dem Hawaii- und dem Toursieger ist eines ganz gewiss nicht: die Privatsache der beiden Protagonisten. Als solche ist sie auch nicht beabsichtigt: Nicht ohne Grund bedienten sich beide der Massenmedien wie Twitter und Onlinemagazinen, um unter den Augen der Weltöffentlichkeit das Duell zu initiieren. Ein Anruf beim Manager hätte es auch getan. Nein, das Gezwitscher ist wohlkalkulierte PR, bereits Reklame für die Show.

Ist Profisport nicht generell Show? Die um so besser ist, je mehr Zuschauer sie bringt? Kommt darauf an, wie McCormack sich selber sieht. Nicht alles ziemt sich für jeden. Zwischen dem Ironman Hawaii, Catchen und Raabs Wok-WM spannt sich eine breite Sportlandschaft auf. Chris McCormack soll sich dort niederlassen, wo er sich zu Hause fühlt. Falls er sich als Sportler sieht, muss er auch dessen Regeln respektieren und für sie eintreten. Mit einer beeindruckenden Karriere im Rücken und als Virtuose im Umgang mit den Medien hat er heute eine der gewichtigsten Stimmen im Triathlonsport. Er ist dabei, sie zu verspielen.
Arne Dyck
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