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17.10.12
Hawaii 2012: Was vom Tage übrig bleibt
Nachdem sich der Pulverdampf langsam verzogen hat, blicke ich kurz zurück auf das Rennen auf Big Island. Auch wenn es zum Sieg nicht gereicht hat: Es war der Tag der Deutschen.

Beschäftigen wir uns letztmalig mit dem Hawaii-Auftritt von Lance Armstrong, der, wie allgemein bekannt ist, nicht stattfand. Was gibt es Neues? Die amerikanische Anti-Doping Behörde USADA veröffentlichte ein 1000 Seiten starkes »Dokument, das die gegen Armstrong erhobenen Vorwürfe im Detail auflistet und belegt. Aus Seite 86 des Berichts (PDF) geht hervor, dass die Zusammenarbeit des Amerikaners mit Dr. Michele Ferrari nicht auf die Profikarriere als Radrennfahrer beschränkt war. Stattdessen soll sie sich, so die Urteilsbegründung der USADA, auch auf die Triathlonaktivitäten Armstrongs ausgedehnt haben.

Trifft das zu, so ist es höchst bemerkenswert, denn es liefert einen tiefen Einblick in den Charakter des Jahrhundertsportlers. Zur Erinnerung: Rund eine Million (!) Dollar soll Armstrong an den durch Gerichtsprozesse und Dopingverfahren eindeutig belasteten Arzt überwiesen haben. Ferrari sollte dafür sorgen, dass das Armstrong -Team einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen, freilich ebenfalls dopenden Mannschaften hatte – wobei Armstrong selbst eine Sonderbehandlung mit den wirksamsten Methoden erhalten haben soll. Dr. Ferrari scheint seine Aufgabe gut erledigt zu haben, sehr gut sogar. "Alle wollten das Armstrong-Rezept", sagte Rudy Pevenage letzte Woche zur französischen Sporttageszeitung L’Equipe. Schließlich habe man für das Ullrich-Team sogar den Armstrong-Helfer Kevin Livingston abgeworben, um mehr über die Methoden des amerikanische Teams herauszufinden.

Das bedeutet: Armstrong war keiner, der durch das von ihm betriebene Doping Waffengleichheit mit der ebenfalls dopenden Konkurrenz herstellte. Sondern er nutzte die sich ihm bietenden Möglichkeiten zum Betrug, um sich einen Vorteil zu verschaffen gegenüber all jenen, die weniger weit zu gehen bereit oder in der Lage waren.

Dieses Vorteils, dem Kampf mit ungleichen Waffen zu seinen Gunsten, war er sich stets sicher. Wie sonst hätte er ernsthaft glauben können, nach zweijähriger Auszeit, weit jenseits des Höchstleistungsalters, es wieder mit den Besten bei der Tour de France aufnehmen zu können? Wie sonst hatte er sich in einem Duell mit den weltbesten Triathleten Siegchancen ausrechnen können?

Armstrong wollte der Welt zeigen, dass er der größte ist

Der Bericht der USADA sagt, dass Lance Armstrong auch als Triathlet Hilfe von Dr. Ferrari in Anspruch nahm. Worum ging es Lance Armstrong in seiner zweiten Karriere als Triathlet, ihm, der im Sport alles erreicht und ein Vermögen von über 200 Millionen Euro angehäuft hat? Um das Preisgeld sicher nicht, denn sein wie immer umfangreicher Betreuerstab mit Trainern, Ärzten und Physiotherapeuten, sowie seine Wettkampf- und Trainingsreisen im Privatjet verschlangen wohl ein Vielfaches der Siegprämie. Wollte er sich als Athlet selbst etwas beweisen? Dann hätte er mit gleichen Waffen gegen Kienle & Co antreten müssen. Selbst wenn man annähme, dass die Triathlonprofis ebenso voll sind wie die Radprofis (was ich bestreite), konnte sich Armstrong auf einen Vorteil in dieser Spezialdisziplin verlassen. Durch die Hilfe von Dr. Ferrari ist es aus meiner Sicht klar, dass es auf Hawaii keinen fairen Wettstreit mit gleichen Waffen geben würde, und dass Armstrong daran auch kein Interesse hatte. Ihm ging es nicht um den Wettkampf, um das Kräftemessen, sondern um den Sieg, um das Prestige. Armstrong wollte der Welt zeigen, dass er der größte ist. Um diesen Lorbeer ging es ihm, ohne der größte zu sein.

Eine moralische Wertung eines dopenden Radprofis inmitten von fast ausnahmslos ebenfalls dopenden Radprofis ist schwierig. Es genügte nicht der beste Sportler zu sein; nur wer gleichzeitig ein gewiefter Betrüger war, konnte die absolute Spitze erreichen. Manch einer wird vielleicht ein gewisses Verständnis für den Texaner aufbringen, der dieses doppelte Spiel einfach besser spielte als die Konkurrenz, die ebenfalls betrog, so gut sie es eben konnte. Wenn Armstrong diese Vorgehensweise jedoch in den Triathlon hineinträgt, um Al-Sultan, Bracht und Kienle zu betrügen, fällt mir eine moralische Bewertung leicht. Er soll sich bitte zum Teufel scheren. Noch lügt er der Weltöffentlichkeit ins Gesicht und diffamiert jene, die die Wahrheit sagen. Der Tag ist nicht weit, an dem ihm keiner mehr zuhören wird.

Was hätte ein sauberer Lance Armstrong leisten können? Wir wissen es nicht. Nach allem was die USADA zutage förderte, kann man davon ausgehen, dass zumindest ab Mitte der Neunziger Jahre kein einziger Titel, keine große Etappe und kein wichtiges Rennen sauber bestritten wurden. Die spektakulären Leistungen, um derentwegen wir uns für seine mögliche Performance in einem Triathlon interessieren, waren nach meiner Überzeugung allesamt mithilfe der Einahme unerlaubter Substanzen und Methoden zustande gekommen. Was ein fairer Armstrong hätte leisten können, wissen wir nicht, weil es ihn nicht gegeben hat. Seine Jugend war sportlich sehr vielversprechend, doch danach verliert sich die Spur des sauberen Sportlers.

Das Rennen der Deutschen

Ich bin froh, dass es Sportlern wie Faris Al-Sultan, Sebastian Kienle und Timo Bracht erspart geblieben ist, sich mit Armstrong messen zu müssen und jenem die komplette Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu überlassen.

Al-Sultan, Kienle und Sonja Tajsich waren für mich die großen Überraschungen in diesem Rennen. Sonja Tajsich war in den Landdisziplinen schneller als alle anderen Damen. Eine mittelprächtige Schwimmleistung hätte gereicht, um alle Topfavoritinnen zu schlagen und ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Sonja, wir flehen Dich an: tu was! Steigere Dich im Schwimmen! Nicht nur um des Sieges willen, sondern auch, weil wir Dich mehr sehen könnten, wenn Du vorne bei den Kameras Dein Rennen machst. Ein vierter Platz ist absolute Weltspitze, das kann man gar nicht genug anerkennen. Doch die Schmerzen, die Du für einen vierten Platz erleidest, sind wahrscheinlich gleich groß wie für einen Sieg.

Faris Al-Sultan habe ich unterschätzt. Ein fünfter Platz mit Ansage ist sensationell, wenn man bedenkt, wen er dafür alles hat schlagen müssen. Es ist durchaus ein Unterschied, ob man auf Hawaii zehnter oder fünfter wird. Ausgeglichen stark in allen drei Disziplinen, taktisch unauffällig auf dem Rad, ausdauernd und zäh beim Marathon. Faris is back.

Beeindruckend ist die Konstanz, mit der Timo Bracht sich auf Hawaii in der absoluten Weltspitze präsentiert. Das gilt umso mehr, als dass er auf Hawaii durchaus Risiken eingeht und sich am absoluten Limit seiner Möglichkeiten bewegt, bezogen auf die Tagesform. Anders formuliert: Er schafft es immer wieder, alles aus sich herauszuholen ohne zu platzen. Dass er selbst sein Rennen nur als "gute, nicht als sehr gute Leistung" bezeichnet, ist übertrieben selbstkritisch. Das sieht man sofort ein, wenn man schaut, welche große Namen hinter seinem in der Ergebnisliste stehen. Obwohl im das Rennen nicht optimal liegt, ist er seit Jahren eine Bank auf Hawaii.

Etwas ratlos macht das Rennen von Andreas Raelert. Er hat erneut gezeigt, dass er der Mann ist, den man schlagen muss, wenn man auf Hawaii gewinnen will. Seine Leistung war top, nur ein einziger, Pete Jacobs, war im Rennen seines Lebens einen Hauch besser. Angesichts der Stärke von Andreas in allen drei Disziplinen fragt man sich jedoch, wie es kommen konnte, dass Pete Jacobs mit deutlichem Vorsprung vor Andreas Raelert in den Marathon startete. Gewiss, Jacobs ist ein top Schwimmer – Realert, der von der Kurzstrecke kommt, jedoch ebenfalls. Jacobs ist gut auf dem Rad, doch Raelert ist hier mindestens eine Klasse besser, sofern man die gezeigten Radleistungen in Frankfurt und Roth zugrunde legt: Der Rostocker hält bei beiden den Radrekord, was durchaus etwas heißen will. Gemessen an Raelerts Fähigkeiten war die Schwimmleistung schlecht, aber verloren hat er den möglichen Hawaiisieg auf dem Rad. Dabei haben ihm die Rennausstiege bzw. verkorksten Rennen der Mitafavoriten Vanhoenacker, Alexander und McCormack durchaus in die Karten gespielt. Eine Chance an die er vielleicht noch zurückdenken wird. Großartig und begeisternd war Raelerts Zweikampf gegen den entfesselt laufenden Frederic van Lierde, den der Deutsche in einer packenden Energieleistung auf dem letzten Kilometer abschüttelte. Nur Zentimeter hinter der Ziellinie sank er völlig entkräftet zu Boden. Er ist ein Champion, denn er hat alles gegeben.

Zumutung für die Profis
Wer auf der Langstrecke sein Geld verdienen muss, geht ein hohes Risiko ein. An nur zwei, maximal drei Tagen im Jahr muss alles passen. Das gilt in ganz besonderem Maße für den unumstrittenen Saisonhöhepunkt in Hawaii. Die WTC als Ausrichter ist hier gegenüber den Profis in der Pflicht. Es ist eine unnötige Grausamkeit, dass bereits ein simpler Plattfuß auf der Radstrecke das Rennen entscheidend beeinflussen kann. Die Profis sind auf dem Rad alle innerhalb von rund 10 Minuten beisammen. Bei einer Weltmeisterschaft darf man erwarten, dass dieses Feld mit Materialwagen besser supportet wird.

Einer Weltmeisterschaft unwürdig ist auch die Tatsache, dass nur die ersten fünf Männer sowie die ersten zwei bis drei Frauen von den Kameras der Live-Übertragung eingefangen werden. Immerhin sorgt das umstrittene KonaProRanking dafür, dass sich die Athleten sehr weitgehend auf die Rennen der WTC konzentrieren müssen. Auf Hawaii, dem Ziel aller Mühen (auch in wirtschaftlicher Hinsicht) lässt die WTC die Athleten jedoch in der Unsichtbarkeit verschwinden. Das ist nicht fair.
Dass Sebastian Kienle seinen zweiten Weltmeistertitel dieses Jahres holt, das schien nach gut 30 Minuten Renndauer in den Bereich des Möglichen zu rücken. Denn Kienle hielt im Wasser etwas überraschend den Kontakt zu allen Topfavoriten, die ihm nicht mehr als drei bis vier Minuten zu enteilen vermochten. Bereits hier schien festzustehen, dass Kienle das Rennen später anführen würde, denn mit Ausnahme von Andreas Raelert kann keiner der bis dahin vor ihm liegenden Athleten dem Raddruck des Knittlingers widerstehen. Und so kam es, Kienle schloss in kontrolliert, geduldig und hochkonzentriert wirkender Fahrt zu Marino Vanhoenacker auf, der die Spitze des Feldes markierte. Vielversprechende 2:45 Minuten betrug der Vorsprung dieses Duos vor der Verfolgergruppe mit fast allen Mitfavoriten, als ein schleichender Plattfuß Kienle stoppte. Kienle gelang es nicht, die Luft ganz aus dem Schlauch zu lassen, um ihn zu wechseln oder alternativ eine Pannenflüssigkeit einzubringen – eine spezielle Ventilverlängerung erwies sich als unüberwindbare Hürde. Leider ließ auch der Materialwagen, der die Spitze des Rennens begleiten soll, auf sich warten. Insgesamt acht Minuten verlor Kienle nach eigener Aussage, bis er sich nun 5 Minuten hinter der Verfolgergruppe auf dem Highway wiederfand.

Ich weiß, es gehört sich nicht, nach dem Rennen im Konjunktiv über mögliche Rennausgänge zu spekulieren. Ich stecke alle verdiente Prügel ein und tue es trotzdem. Rund acht Minuten hat Kienle bei der Radpanne verloren. Achteinhalb Minuten betrug der Vorsprung des Siegers vor Sebastian Kienle, der in diesem fiktiven Rennverlauf von hinten auf den in Führung liegenden Kienle hätte auflaufen müssen. Kienle ist ein Frontrunner. Seine Gegner wissen: Wenn er in Führung liegt, wachsen ihm Flügel. Es wäre für Jakobs nicht leicht gewesen, einen um die Krone kämpfenden Kienle einzuholen. Andererseits hat der ungefährdet an der Spitze laufende Jacobs wahrscheinlich nicht alles gezeigt, was er bei einem engeren Rennverlauf abzurufen in der Lage gewesen wäre.

Sei’s drum. Kienle kam, um zu lernen. Er hat gesehen, dass er dieses Rennen gewinnen kann, wenn er gut schwimmt. Und dass er auf der Langstrecke um so besser ist, je mehr er sein Temperament zu zügeln vermag – Geduld ist das schärfste Schwert des Ausdauersportlers. Auf dem Rad hat er das bereits hervorragend umgesetzt und sich nicht – wie von vielen befürchtet – durch eine allzu stürmische Aufholjagd in der ersten Radstunde selbst den Zahn gezogen. Beim Laufen gibt es in dieser Hinsicht noch Potential.

So. Da ich mich nun auch noch der unverzeihlichen Peinlichkeit ausgesetzt habe, einem Sebastian Kienle Wettkampftipps zu geben, habe ich mich vorsorglich außer Landes gebracht. Genauer gesagt: nach Bayern. Von dort grüßt Euch
Arne Dyck
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