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6.09.12
Challenge Walchsee-Kaiserwinkl
Traumkulisse für einen Triathlon. Bild: AGU Sport
Traumkulisse für einen Triathlon. Bild: AGU Sport
Challenge Walchsee-Kaiserwinkl – ein triathletischer Traum! Ein Wettkampf, den man besser mit Fotos als mit Worten beschreibt. Eine schönere Kulisse für einen Triathlon kann man sich kaum vorstellen.
Von Arne Dyck

Die Challenge Walchsee ist ein Triathlon, über den ich mit widerstrebenden Gefühlen schreibe. Denn mit jedem lobenden Wort vergrößert sich die Gefahr, dass dieser Wettkampf, der kaum eine Autostunde von der Millionenstadt München entfernt ist, überrannt wird und dadurch einen Teil seines einzigartigen Charmes verliert.

Übersetzung: Für schnelle Radfahrer mit Radzeiten um 2:30 Stunden sind 12-21 Zähne optimal, schnelle Frauen 12-23, alle anderen 12-25. Vorne 39/53.Denn die Challenge Walchsee bietet für jeden etwas. Sie eignet sich hervorragend sowohl für den sportlichen Genießer, der auf leichte Strecken in schöner Landschaft wert legt, als auch für den Bestzeitjäger, der seinem Zeitfahrmaterial mal richtig die Sporen geben will. Das ist eine der Überraschungen der Wettkampfstrecken: Obwohl in den Alpen und zwischen eindrucksvollen Bergen gelegen, sind Lauf- und Radstrecke überwiegend flach. Zwar gibt es insgesamt vier Steigungen auf den 90 Radkilometern, doch sie stellen im Höhenprofil nur ein kurzes Intermezzo dar. Die Radstrecke ist deutlich leichter als beispielsweise die im Kraichgau; eher würde man sie mit Roth vergleichen. Also Zeitfahrmaschine statt Rennrad, Scheibenrad statt Dreifachkettenblatt.

Teppichboden für halbe Challenger. Bild: AGU Sports
Teppichboden für halbe Challenger. Bild: AGU Sports
Ähnliches gilt für die Laufstrecke. Überaus malerisch führt sie vier mal um den Walchsee, mit leichten und kurzen Steigungen, wo sie sich etwas vom Ufer entfernt. Auch wenn nach absolvierter Radstrecke beim Laufen bekanntlich alle Anstiege doppelt zählen und von Runde zu Runde steiler werden, handelt es sich um eine leichte Laufstrecke. Wer gute Beine hat, wird hier einen schnellen Halbmarathon hinlegen.

Vor diese Genüsse haben die Götter bekanntlich das Schwimmen gesetzt. Schaut Euch die Fotos an, dann erübrigt sich eigentlich jeder Kommentar. Du stehst im Neoprenanzug am Ufer, siehst diesen funkelnden Bergsee wie einen großen Edelstein vor Dir liegen, ringsum die Alpenberge im ersten Sonnenlicht. Die Wellenstarts, die stets nur eine überschaubare Menge an Athleten gleichzeitig von der Leine lassen und bei allen Challenge-Rennen Standard sind, tun ein Übriges, um die Auftaktdisziplin zu einer wirklichen Freude werden zu lassen. Die erste Boje wartet weit draußen, von den sonst üblichen Schlägereien ist nichts zu spüren. Das Wasser ist klar, so dass man ohne Probleme den Füßen eines Vordermanns folgen kann, ohne sich weiter um die Orientierung zu kümmern. Für mich hatte diese Harmonie allerdings auch etwas Einlullendes – irgendwie ist es mir einfach zu nett und zu schön hier, um mir mit einem Messer zwischen den Zähnen die Lunge aus dem Leib zu rudern.

In der Wechselzone ist jeder Meter mit Teppichboden ausgelegt. Man schnappt sich den aufgereihten Wechselbeutel und entledigt sich des Neos im großen Wechselzelt. Auf dem Rad geht es zunächst leicht bergab und geradeaus – eine gute Gelegenheit, um die Radschuhe zu schließen und Weste sowie Armlinge überzustreifen. Morgens am Walchsee kann es durchaus frisch werden.

Kette rechts! Die schnelle Radstrecke der Challenge Walchsee. Bild: AGU Sports
Kette rechts! Die schnelle Radstrecke der Challenge Walchsee. Bild: AGU Sports
Als mäßiger Schwimmer und besserer Radfahrer bewege ich mich auf dem Rad im Feld nach vorne. Die Radstrecke ist zwar nicht komplett vom Verkehr befreit, doch die wenigen Autos lassen sich an zwei Händen abzählen. Die Straße ist frei. Deshalb erlaube ich mir, etwas verbotenerweise in der dritten Reihe an kleinen Radgruppen vorbeizufahren. Bis ich einen etwas größeren Pulk von vielleicht 20 Mann erreiche, gleichzeitig mit einem Kampfrichtermotorrad, das unmittelbar neben mir fährt. Ich zögere und bleibe brav hinter der Gruppe, die sich in stabiler Zweierreihe vorwärts wälzt und dadurch von mir nicht regelkonform überholt werden kann. Der Abstand zwischen den Fahrern beträgt durchschnittlich 3-5 Meter.

Ich schaue nach einer halben Minute ungeduldig rüber zum Kampfrichter, deute mit nach oben gerichteten Handflächen nach vorne und rufe "Hey!!", was so viel bedeuten soll wie "worauf wartest Du?". Hier gäbe es zwei wichtige Regeln durchzusetzen, nämlich das Gebot, zügig zu überholen und danach wieder rechts einzuscheren, um nachfolgende Fahrer nicht zu blockieren. Und natürlich das Windschattenverbot. Nichts geschieht. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis ich mich durch den Pulk hindurch gearbeitet und nach vorne verabschiedet habe. Fahrer für Fahrer muss ich einzeln durch lautes Rufen auf die Seite bitten, um ihn zu überholen. Aber was soll’s, das ist triathletischer Alltag. Ich hätte ja auch mehr ins Schwimmtraining investieren können. Ärgerlich ist es deshalb, weil sich diese Unsitte durch beherzteres Eingreifen der Kampfrichter leicht lösen ließe. Denn Platz ist auf der Radstrecke mehr als genug, und die Pulks sind sehr überschaubar. Wer fair fahren will, kann das tun, wie die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer. Auch wenn ich jetzt viele Worte über diesen Punkt verloren habe, gibt es kein größeres Windschattenproblem bei der Challenge Walchsee.

Regeltipp: Ein Überholmanöver muss auf der Mitteldistanz nach 15 Sekunden abgeschlossen sein (Österreich: 20 Sekunden). Dies ist die Zeitspanne gemessen vom Einfahren in die Windschattenbox des Vordermanns bis zu dem Moment, da sich das Vorderrad des Überholenden vor dem des Überholten befindet. Ab diesem Augenblick hat der Überholte die Pflicht, sich zurückfallen zu lassen (Österreich: innerhalb von 5 Sekunden). Längeres nebeneinander fahren ist verboten.
Wer länger als 15 bzw. 20 Sekunden auf der linken Seite des Fahrstreifens fährt, und sei es in der gut gemeinten Absicht, dem Windschattenfahren aus dem Weg zu gehen, begeht eine Regelwidrigkeit, ebenso wie der Überholte am rechten Fahrbahnrand, der sich nicht zurückfallen lässt.

Wenig Publikum, viel Landschaft: Die Radstrecke der Challenge Walchsee. Bild: AGU Sports
Wenig Publikum, viel Landschaft: Die Radstrecke der Challenge Walchsee. Bild: AGU Sports
Unterwegs gibt es so gut wie kein Publikum. Mir fällt dieser Umstand erst jetzt auf, wo ich dies schreibe. Vermisst habe ich es keine Sekunde lang, denn die Schönheit der Radstrecke wiegt es mehr als auf: Mit über vierzig Sachen auf flacher Straße durch die alpine Morgenluft zu hämmern, während einem die strahlende Sonne die Muskeln wärmt, das schießt mir ein wie einem Fixer Heroin. Zwölfer und Dreizehner heißen meine besten Freunde, und die Kette surrt so geschmeidig, dass Giacomo Stradivari im Grabe erblassen dürfte. An den wenigen Anstiegen, wo man den Kopf höher hält, erinnert mich das Alpenpanorama daran, wo ich hier bin. Temporausch und landschaftliches Lustgefühl machen Zuschauergeschrei als Adrenalinquelle überflüssig.

Der leidgeprüfte Autor auf der Laufstrecke. Bild: Jörg Peterson
Der leidgeprüfte Autor auf der Laufstrecke. Bild: Jörg Peterson
Wechselzone. Blauer Laufbeutel. Wechselzelt. Laufschuhe. Kappe. Raus auf die Laufstrecke! Die Zuschauer brüllen einen die ersten hundert Meter nach vorne, dann wird es stiller. Wie immer ist der erste Laufkilometer – wie man im Fußball neuerdings sagt – pomadig. Die vier Runden lassen sich gedanklich gut einteilen, wie der später Zweitplatzierte Timo Bracht am Vorabend in kleiner geselliger Runde lehrte: Eine Runde zum Reinkommen, eine Runde zum Racen, eine zum Kämpfen, eine zum Heimkommen – oder so ähnlich... Fritz Buchstaller hatte eine weitere Runde Roten bestellt, die wir nicht verkommen ließen (allerdings war Timo da bereits im Bett).

Der Zieleinlauf ist kurz und nett – roter Teppich, Torbogen, Medaillen – aber nicht so peinlich-prätentiös wie eine amerikanische Ehrenparade nach der ersten Mondlandung.

Das ist der Charme dieser Veranstaltung: Es fehlt an nichts, alles ist hübsch und mit Mühe vorbereitet, aber nirgendwo findet man den Gigantismus eines Riesenevents. Im Finisher-Zelt muss man zusammenrücken, und wem’s zu eng ist, setzt sich daneben auf den Rasen. Nur bei Regenwetter dürfte der Finisher-Bereich an seine Grenzen kommen. Bei Sonnenschein jedoch freut man sich, dass hier die Kirche noch im Dorf geblieben ist für eine wunderschöne Triathlonveranstaltung mit Herz und Charme.

Timo Bracht erkämpft sich den zweiten Platz hinter Andreas Realert. Bild: AGU Sports
Timo Bracht erkämpft sich den zweiten Platz hinter Andreas Realert. Bild: AGU Sports
Kritikpunkte: Die Warteschlangen bei der ansonsten sehr empfehlenswerten Pasta-Party waren zu lang und die Nudeln vorzeitig alle – dafür war der zusätzlich servierte Kaiserschmarrn eine Wucht. Top: Alle Getränke kostenlos. Der Schwimmstart ist am anderen Ortsende als die Wechselzone, das erfordert ein paar hundert Meter Latscherei im Vorstartstress.

Challenge Family

Wer die Entwicklung der Challenge Family, also der Gesamtheit der unter dem Challenge-Label zusammengefassten Triathlonrennen, mit Sympathie verfolgt, wird sich freuen. Das Rennen am Walchsee in der Ferienregion Kaiserwinkl ist zweifellos ein Juwel der Serie. Landschaftlich herausragend, mit schnellen Strecken und einer Organisation unter Evi Höller, Ilona Klingler, und Andreas Klingler, die ein Premium-Produkt bieten wollen und diesem Anspruch auch gerecht werden.

Ich habe einige Teilnehmer und Teilnehmerinnen gefragt, was ihnen an der Challenge Walchsee vor allem zugesagt hätte. Alle nannten die schöne Wettkampfstrecke in toller Landschaft, die gute Organisation (Racebooklet mit allen Infos, perfekte Wechselzonen etc.) und die familiäre Atmosphäre. Vor allem der letzte Punkt ist bemerkenswert, angesichts der organisatorischen Perfektion und der hohen Starterzahlen. Oder lag es schlicht am schönen Wetter? Ringsum blickte man in zufriedene Gesichter.
Arne Dyck

Transparenz: Wie für die Presse üblich, habe ich vom Veranstalter einen kostenlosen Startplatz erhalten.

Über den Autor: Arne Dyck ist aktiver Triathlet mit einer Bestzeit von 9:22 auf der Langstrecke. Seine Erfahrungen gibt er in kostenlosen Trainingsplänen und als Coach beim triathlon-szene Coaching weiter.

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