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15.05.12
Floyd Landis
Ihr habt Glück. Ums Haar hätte ich hier gepetzt, mit welcher Uniform sich Triathleten als solche kenntlich machen, wenn sie gerade nicht trainieren. Im gerade vergangenen Trainingslager hatte ich einige kapitale Exemplare in nächster Nähe. Aber für heute erlasse ich uns die Pflicht, die triathletische Freizeitgarderobe aufzuarbeiten und verschieben sie auf einen Tag, an dem ich sicher außer Landes bin. Was haben wir heute auf dem Radar? Spektakulär ist eine Schlagzeile über Ex-Tour-Sieger Floyd Landis, der in einer Tiefe und Ausdauer durch die Fettnäpfchen des Radsports taucht, dass es einem den Atem nimmt.

Sechs Jahre nach seinem Tour-Sieg wird erneut gegen ihn ermittelt, weil er einen Betrag von rund einer halben Million Euro veruntreut haben soll. Dieses Geld hatte er von seinen Fans mittels eines Spendenaufrufs gesammelt, um, nachdem er bereits finanziell ruiniert war, über teure Gerichtsverfahren seine Unschuld in Sachen Doping zu beweisen. Nachdem Landis jedoch jahrelanges umfangreiches Doping eingestanden hatte, muss er dieses Geld an seine Fans zurückzahlen. Was er nicht kann, denn er ist pleite. 1.5 Millionen Euro soll er bereits im ersten Jahr nach seinem Tour-Sieg für Anwälte ausgegeben haben (FAZ) – die 450.000 Euro Siegprämie wurden zurückgefordert, dazu kam eine Strafzahlung der UCI in sechsstelliger Höhe.

Lance schüttet Floyds Blutbeutel in den Lokus

Klingt langweilig? Nur wenn man die Vorgeschichte nicht kennt. Die Pechsträhne beginnt im Jahr 2004. Lance Armstrong soll die Blutbeutel von Floyd vor dessen Augen ins Klo geschüttet haben, weil Landis im folgenden Jahr als Kapitän bei Phonak unterschrieben hatte. Nach Jahren als Domestike fuhr er im Jahr 2006 ins Gelbe Trikot der Tour, doch verlor es gleich am nächsten Tag wieder durch einen Leistungseinbruch. Der folgende Tag schrieb endgültig Radsportgeschichte. Wie Phonak aus der Asche kam Floyd wieder zu Kräften und fuhr das gesamte Feld in einer der größten Solo-Fluchten in der Geschichte der Tour in Grund und Boden. Floyd gewann die Rundfahrt, doch bereits nach wenigen Tagen flog er mit einer positiven Dopingprobe auf. Tour-Sieg weg, zwei Jahre Sperre.

Landis führt Hackerangriff auf französisches Dopinglabor durch

Seit dem Jahr 2006 haben wir nun schon einige Geschichten über Doping gehört, doch was Floyd Landis in den nächsten Jahren bot, sprengt immer noch jeden Rahmen. Einige Monate nach Bekanntwerden seiner positiven Dopingproben hackte er sich in das Computernetzwerk des französischen Dopinglabors ein, das seine positive Dopingprobe analysiert hatte. Sein Ziel war es, das Labor zu diskreditieren und in seiner Glaubwürdigkeit zu schwächen. Also verschaffte er sich durch den Hackerangriff Zugang zu internen Unterlagen. Er fälschte Informationen und Dokumente, die er an Sportverbände, Journalisten und das IOC verschickte. Dadurch sollte eine Häufung von Fehlern bei der Analyse von Dopingproben belegt werden. Allerdings waren die Briefe in schlechtem Französisch verfasst, und die Absenderadresse des Labors war falsch geschrieben.

Der Schwindel flog auf – eine unfassbar peinliche Posse vor den Augen der Weltöffentlichkeit. Es wurde Anklage erhoben, Landis erschien jedoch nicht zum Gerichtstermin und wurde darum im Jahr 2010 mit nationalem Haftbefehl gesucht. Im Jahr 2011 verurteilte das Gericht Landis zusammen mit seinem Manager Arnie Baker zu Bewährungs- und Geldstrafen.

Erpressungsversuch gegenüber Greg LeMond

Damit nicht genug. Landis-Manager Will Geoghegan hat versucht, den dreimaligen Tour-Sieger Greg LeMond zu erpressen, um ihn an einer belastenden Aussage vor Gericht zu hindern. LeMond hatte sich kurz nach Bekanntwerden der positiven Dopingproben bei Landis gemeldet, um ihn zu einem Geständnis zu bewegen. Andernfalls laufe Landis Gefahr, an den Lügen zu zerbrechen und sein Leben zu ruinieren. Dies untermauerte LeMond in einem vertraulichen Telefonat mit seiner persönlichen Leidensgeschichte. Er sei als Sechsjähriger sexuell misshandelt worden.

„Mein Geheimnis zu bewahren, hat mich fast zerstört“, erklärte LeMond, der Landis deswegen gesagt habe, er solle seinem Sport und vor allem sich selbst helfen und ein ruhiges Gewissen bekommen nach Angaben der FAZ.

Landis-Manager Will Geoghegan drohte Greg LeMond, dieses Kapitel seiner Kindheit öffentlich zu machen, falls dieser vor Gericht Landis belasten würde. Widerlicher geht es kaum noch, auch wenn sich Landis noch im Gerichtssaal von Geoghegan trennte.

Floyd Landis – ein Sportlerschicksal

Am 20. Mai 2010, fast vier Jahre nach seine Tour-Sieg, gab Floyd Landis endlich zu, was ohnehin allen klar sein dürfte. Er habe die meiste Zeit seiner Karriere gedopt und beschuldigte auch Lance Armstrong, dessen Edelhelfer er bei US Postal war, des Dopings. Bis zu 90.000 will er pro Jahr für Dopingmittel und entsprechende Trainingspläne ausgegeben haben.

Nun also wie eingangs erwähnt die mögliche Forderung nach einer Rückzahlung der unlauter erbetenen Spendengelder seiner treuesten Fans in Höhe von 450.000 Euro. Floyd Landis ist finanziell ruiniert, wurde von Verbänden und Gerichten verurteilt, und steht als Lügner vor der Weltöffentlichkeit.

Landis Schwiegervater David Witt beging nur Wochen nach der Tour 2006 Selbstmord. Er war...

... ein großer Fan seines Schwiegersohns. Als Landis am 23. Juli als Tour-Sieger in Paris ankam, stand Witt an der Ziellinie auf den Champs-Elysees ... Landis hatte seinen Schwiegervater 1998 kennengelernt und mit diesem zwischenzeitlich sogar eine Wohnung geteilt. Zu diesem Zeitpunkt stellte Witt ihm auch seine Stieftochter Amber vor, die Landis wenig später heiratete.

Die Ehe zerbrach im Jahr 2009.

Wenn diese Information noch richtig ist, lebt Floyd Landis heute in einer schlichten Hütte in den San Jacinto Mountains in Südkalifornien. Ich war nie ein Fan von ihm, aber ich wünsche ihm von Herzen, dass er als Mensch wieder auf die Beine kommt.

Ach ja – auch wenn es nichts zur Sache tut: Der Sponsor Phonak steigerte im Jahr des Tour-Sieges seinen Umsatz um 30% auf 867 Millionen Schweizer Franken. Zehn Prozent davon gehören dem Teamchef und schwerreichen Unternehmer Andi Rihs. Er soll nach Aussage von Landis seine Fahrer zum Doping animiert haben (was wohl kaum nötig gewesen sein dürfte). Aber welche Rolle spielt es noch, wer Täter und wer Opfer ist in diesem Spiel? Die Karawane ist längst weiter gezogen.
Arne Dyck
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