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6.03.12
Timo Bracht gegen Lance Armstrong in Nizza?
Eine Live-Umfrage während unserer letzten Sendung hat ergeben: 47% unserer Zuschauer möchten Timo Bracht beim Ironman France in Nizza gegen Lance Armstrong antreten sehen, 38% votierten für einen Start des Europameisters in Roth, 15% für Frankfurt, wo Bracht in den letzten Jahren sehr präsent war. Was brächte Timo Bracht der Sieg in Nizza?

Den siebten Ironman-Titel? Sicher, aber hat bereits deutlich größere Siege in seiner Palmares. Spaß? Den hätte er wohl eher in Roth, wo er ein Liebling der Massen ist, man jedoch auch einen Sieg von ihm erwarten wird. Für die Publicity? Ja, das wäre was.

Vom Medienrummel, den einen Lance Armstrong auf Schritt und Tritt umgibt, zu profitieren, ist für einen Timo Bracht, der im besten Sinne stets mehr Arbeiter als Trommler war, sicher eine gute Sache. Zwei Aspekte sprechen allerdings gegen das Duell mit Armstrong.

Erstens wird sich das Medieninteresse beim Ironman Nizza, so stark es auch von Armstrong befeuert wird, vor allem auf ihn selbst richten. Wer gemeinsam mit Lance startet, verkommt zur Randfigur, selbst wenn er das Rennen gewinnt und der Texaner an der ersten Boje aussteigt. Erinnert sich noch jemand an den Namen des Siegers von Panama, der Armstrong souverän schlug? Die Presse kaprizierte sich jedenfalls fast ausschließlich auf den alten Ullrich-Widersacher und, im Nachgang, auf das Mysterium, dass man Armstrong als Zweitplatzierten entgegen üblicher Gepflogenheiten nicht zur Dopingkontrolle bat.

Nach dem Rennen in Panama wissen wir, dass Armstrong der große Profiteur des Medienrummels ist, und niemand sonst. Vor allem er selbst profitiert von der Bühne, die sich ihm bei einem Triathlon bietet.

Zweitens ist ein Duell gegen Armstrong unter Brachts Würde. Wenn es darum geht, einen großen Titel zu holen, zum Beispiel Hawaii, dann ist das ein ehrenwertes Ziel, auch wenn Armstrong ebenfalls um diese Krone kämpft. Es geht um den Titel und nicht darum, wie die Geschlagenen heißen.

Bei einem Duell gegen Armstrong sehe ich das anders. Selbstverständlich wäre es unterhaltsam für die gesamte Branche, wenn Bracht dem Texaner das Hirschleder versohlte, dass dieser eine Weile nicht sitzen kann. Allerdings nur vordergründig. Denn ein Sieg über den Toursieger, vor allem wenn er deutlich ausfiele, ließe ihn wieder auf das zurechtschrumpfen, was er ist: Ein Sportler im dritten Herbst seiner Karriere, der das Höchstleistungsalter lange hinter sich hat, ein Wieder- und Quereinsteiger in einen komplexen Sport, über eine ihm unbekannte Distanz, auf der jeder sein Lehrgeld zahlt, ganz gleich wie er heißt, umgeben von erfahrenen Spitzenkönnern im besten Ausdaueralter. Timo Bracht hat es nicht nötig, sich auf der Langstrecke, Brachts Wohnzimmer, sportlich mit Armstrong zu messen.

Und falls Armstrong gewinnt? Dann denkt sich jeder seinen Teil, der denken kann oder will, und Timo Bracht gab im Kasperltheater den Seppl. Es ist ohnehin eine Zumutung der WTC, ihre Profisportler einem Schaukampf auszusetzen, dessen Fairness bezweifelt werden darf. Gewiss, Armstrong ist nach allen Regeln, die auch ich respektiere, startberechtigt. Ich werde mich aber nicht künstlich dumm stellen, wenn  es darum geht, wem ich meinen Applaus spende. Nicht alles was recht ist, ist auch richtig.

Skeptisch bin ich auch bezüglich der langfristigen Auswirkungen von Lances Stippvisite in unseren Sport. Auch wenn der Triathlon durch Armstrong bekannter werden mag, was den Berufstriathleten zugute kommen muss, werden sie in der öffentlichen Wahrnehmung absteigen: Vom Königsthron der Ausdauersportler zu einer kniestrümpfigen Kaste von Nichtsrichtigkönnern, deren inzestuöse Selbstgefälligkeit endlich jemand beendet hat, der aus einer härteren Sportart kommt.

Nizza als Austragungsort ist indes für Armstrong eine gute Wahl. Er kennt in seiner früheren Wahlheimat jeden Meter Asphalt mit Vornamen (viele internationale Radprofis wohnten in dieser französischen Stadt, wechselten jedoch justament zu der Zeit, als Doping in Frankreich zur Straftat wurde, hinüber in das spanische Städtchen Girona auf der anderen Seite der Grenze). Das Streckenprofil mit einer langen Steigung in der ersten Hälfte der Radstrecke dürfte ihm entgegenkommen, nicht nur weil er ein starker Radfahrer ist, sondern weil der typische Fehler weniger erfahrener Langstreckler, sich das Rennen zu Beginn schlecht einzuteilen, hier zum Erfolgsrezept gerät. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Armstrong hier die 10-15 Minuten herausfährt, die er für einen Sieg gegen einen 2:45-Läufer benötigt. Armstrong könnte also gewinnen. Ich glaube es nicht, aber es wäre möglich.

Vielleicht bin ich einfach ein Spießer. Sicher wäre Bracht gegen Armstrong ein faszinierendes Rennen. Nehme ich den ganzen Laden zu ernst? Um eines heiteren Endes willen schließe ich mit einem Blick in Nachbars Garten: Die Tour de France blieb im vergangenen Jahr ohne jeden Dopingfall. Die Jungs haben es einfach drauf. Da wird man als Triathlet ganz neidisch.
Arne Dyck
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