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29.02.12
Olympischer Marathon: Für Haile Gebrselassie wird es eng
Haile Gebrselassie konnte sich beim Tokio-Marathon nicht für die Olympischen Spiele in London qualifizieren. Nach einem Einbruch auf den letzten Kilometern kam er rund eine Minute hinter dem Sieger auf den vierten Platz. Mit seiner Zeit von 2:08:17 Stunden rangiert er in seinem Land nur auf Platz sieben. Das reicht noch nicht für London, denn nur die schnellsten drei Äthiopier fahren nach England.

Dass Gebreselassie in den Bereich seines früheren Weltrekordes von 2:03:59, aufgestellt unter Top-Bedingungen mit eingekauften Weltklasse-Hasen, laufen muss, lässt den Leistungsruck erkennen, der derzeit durch die Marathonszene geht. Allein aus der Riege der kenianischen Läufer blieben im vergangen Jahr 87 Athleten unter einer Zeit von 2:10 Stunden. In der Weltbestenliste belegen sie geschlossen die Plätze 1-20. Da auch Kenia nur drei Athleten für die Olympischen Spiele nominieren kann, ergibt sich hier die unglaubliche Situation, mindestens einen Athleten zu Hause lassen zu müssen, der eine 2:04:xx stehen hat.

In Gebrselassies Heimtland Äthiopien sieht es ähnlich aus: Ayele Absehro (2:04:23), Dino Sefir Kemal (2:04:50) und Markos Geneti (2:04:54), die ihre Zeiten in Dubai aufstellten, gilt es zu schlagen. Rennen mit entsprechend schnellen Kursen und derart hochkarätiger Besetzung sind jedoch rar.

Die international feststellbare Leistungssteigerung ist faszinierend, aber auch ein wenig beunruhigend. Sicher spielt es eine Rolle, dass afrikanische Läufer in den letzten Jahren im Höchstleistungsalter auf die Marathonstrecke gingen. Vorbei sind die Zeiten, als sich die Läufer in ihrer stärksten Zeit stets auf den Bahndistanzen aufhielten, und ihre Karrieren im Straßenlauf mehr oder weniger ausklingen ließen. Das ist die Folge besserer Verdienstmöglichkeiten für Straßenläufer.

Beunruhigend ist die Beobachtung, wie sich das Leistungsniveau im Detail nach oben entwickelt. Die internationale Leistungskurve verläuft über die Jahre nicht gleichmäßig ansteigend, sondern  weist Gipfel und Täler auf, die auch aus anderen Sportarten wohl bekannt sind. Allen Ausdauersportarten gemeinsam ist ein charakteristischer Leistungssprung Anfang der Neunziger Jahre. Es ist die Ära des Epo-Dopings, für das es damals noch keinen Nachweis gab. Der kam erst im Jahr 2001, und in diesem Jahr finden wir in nahezu allen Ausdauersportarten einen Abwärtsknick in der Leistungsentwicklung. Danach steigen die Leistungen erneut an, was mit dem Wissen um nicht nachweisbare Mikrodosierungen und Blutdoping einhergehen könnte.

Sicher gibt es für die Spitzenleistungen afrikanischer Läufer zahlreiche Ursachen und Gründe, fernab allen Dopings. Den vielleicht wichtigsten, die wirtschaftliche Not Afrikas und die (relativ) guten Verdienstmöglichkeiten für Läufer habe ich bereits angesprochen. Doch die Parallelität der Leistungsentwicklung mit anderen Sportarten, die einen Dopingverdacht nahelegen, ist nicht zu übersehen.

Es ist beunruhigend, dass der wohl wichtigste Manager, der afrikanische Läufer in Lohn und Brot bringt, der Niederländer Jos Hermens, bezüglich Dopings zumindest nicht als unverdächtig gelten kann. Er war durch Unterlagen aus dem Prozess des wegen Minderjährigen-Dopings verurteilten Trainers Thomas Springstein  "in den Verdacht geraten, wegen seiner Kontakte zu dem spanischen Doping-Arzt Miguel Peraita (die Rechnungen über Behandlungen [der Sportler] wurden auf Hermens Name und Firma ausgestellt) zentrale Figur eines international operierenden Doping-Betrugsnetzwerks zu sein" (Wikipedia), was er bestreitet.

Zu den rund 120 Schützlingen Hermens (Quelle) gehören neben den allesamt wegen Dopings verurteilten Athleten namens Katrin Krabbe, Grit Breuer, Stephanie Graf, Süreyya Ayhan, Michelle Collins und Maurren Higa Maggi auch Nils Schumann, Kenenisa Bekele und Haile Gebrselassie.

Warum diese Abschweifung in die düsteren Gefilde des Dopings? Zwei Gründe: Erstens, weil ich nicht bereit bin, die frappierende Leistungsdichte und das enorm gestiegene Niveau in einer Ausdauersportart mit der gleichen Naivität zu betrachten, die mir noch vor dem Fuentes-Skandälchen (Ihr erinnert Euch dunkel) zu eigen war. Zweitens, um klarzustellen, dass man, wenn man schon einen Generalverdacht anzusprechen wagt, so konsequent sein muss, nicht den persönlichen Liebling auszuklammern.

Zurück zu Olympia. Haile Gebrselassie läuft die Zeit davon. Er könne am übernächsten Wochenende, nur zwei Wochen nach dem kräfteraubenden Marathon in Tokio, bereits erneut antreten, lässt er uns wissen. Tatsächlich war seine Leistung in der japanischen Metropole besser, als seine Zeit von 2:08 Stunden vermuten lässt. Denn Gebrselassie hatte sich nach 25 Rennkilometern gemeinsam mit dem äthiopischen Titelverteidiger Hailu Mekonnen aus dem Pack gelöst und nach vorne verabschiedet. Eine Zeit von 2:05 Stunden war sein Ziel. "Manchmal ist man zu ambitioniert", analysierte er hinterher. Beide konnten das Tempo nicht bis ins Ziel durchhalten. Bei Kilometer 36 brach der zweifache Olympiasieger sogar regelrecht ein und lief die verbleibenden Kilometer schlechter als in jedem anderen Marathon, den er ins Ziel gebracht hatte.

Vielleicht hat Haile Gebrselassie also noch einen Trumpf in der Hand, der es ihm erlaubt, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren – wer sähe ihn nicht gerne dort um olympische Ehren kämpfen? Schnell genug ist er noch, dass haben Leistungen über die halbe Distanz im vergangenen Jahr eindrucksvoll gezeigt (60:18min in Wien). Aber dass er nur 14 Tage nach dem Marathon von Tokio eine 2:05 über die gleiche Distanz läuft – das möchte ich ehrlicherweise lieber nicht sehen.
Arne Dyck
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