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28.12.06
Ullrich vorverurteilt: Über die Scheinheiligkeit von Veranstaltern und Medien
Die Stimmung kippt. Freute man sich im Juli noch über die Entlarvung des professionellen Radsports als Mafia von kleinen und großen Betrügern, ärgert man sich heute über die Unfähigkeit der Justiz, die Täter zu bestrafen. Und über die ersatzweise Vorverurteilung von Jan Ullrich.

Bis heute weder Anklage noch Urteil 

Der deutsche Radstar ist weder verurteilt noch überhaupt angeklagt. Kein offizielles sportliches Organ hat bisher Klage gegen Ullrich erhoben, von einer Verurteilung ganz zu schweigen. Deshalb mahnte auch IOC-Präsident Jaques Rogge zur Weihnachtszeit: "Die Frage, ob sie schuldig sind oder nicht, ist noch nicht beantwortet. Deshalb sind Ullrich, Basso und die anderen frei zu fahren, wo immer sie wollen. Vielleicht ist es teilweise nicht erfreulich, sie im Peloton zu tolerieren, aber es ist nötig. Die Unschuldsvermutung ist ein unantastbares Prinzip für mich. Das müssen auch die ProTour-Teams verstehen - es reicht nicht, jemanden für schuldig zu halten", erklärte Rogge gegenüber der dpa.

Recht hat er. Denn wenn wir uns für die Einhaltung sportlicher Regeln stark machen wollen, müssen wir auch diejenigen Regeln akzeptieren, die die unter Verdacht stehenden Personen schützen.  Keine Strafe ohne Urteil. Dies gilt insbesondere für Rennveranstalter wie den Organisatoren von Tour de France oder Deutschlandtour. Deren vorauseilend ausgesprochenes Startverbot für Ullrich kommt einem de facto Berufsverbot und einer Vorverurteilung gleich.  Beifallheischend und sich gegenseitig auf die Schulter klopfend tun nun diejenigen besonders entrüstet, die das Rostocker Jahrhunderttalent, als das er seine Karriere begann, jahrelang in den Himmel hoben.

Na sauber: Fuentes-Listen machten ausgerechnet Phonak-Leader Floyd Landis zum Tour-Favoriten 

Um die Scheinheiligkeit solcher Ächtungen zu begreifen, muss man nicht weit zurück denken. Wie war das denn in diesem Jahr (2006)? Fast alle Tour-Favoriten wurden aufgrund der offenbar sehr stichhaltigen Fuentes-Listen suspendiert. Übrig blieb, als neuer Topfavorit, Floyd Landis vom Team Phonak. Ausgerechnet! Der Leader des vielleicht am meisten verseuchten Teams der Welt stand eben nicht auf den Listen des spanischen Frauenarztes, der Rest ist Geschichte. Für das kommende Jahr ist Alexander Winokurow der Topfavorit, als Leader der ehemaligen Skandaltruppe von Manolo Saiz, die auch dem ambitionierten Andreas Klöden Unwiderstehliches zu bieten hat. Wino und Hilde stehen anscheinend nicht auf den bewussten Listen. Bei Tour und D-Tour wird man sie daher hofieren, damit die Einschaltquoten stimmen.

Mal unter uns: Ist Ullrich verdächtiger als die nahezu gleich starken Winokurow und Klöden, als Valverde, Bettini, Boonen und wie sie alle heißen? Doch nicht im Ernst. Wer diese Frage dennoch bejahen will, muss Beweise liefern. Solange sie ausbleiben, ist die neue Lauterkeit der Veranstalter unglaubwürdig. Nicht für einen sauberen Radsport kämpfen sie, sondern um das eigene Überleben. Um Recht und Unrecht schert man sich abseits aller Lippenbekenntnisse wenig. Die D-Tour macht aus naheliegenden Grünen das, was die ARD will, und diese will den Namen Ullrich möglichst schnell loswerden. Denn die Art und Weise, wie man den ersten deutschen Toursieger gleichzeitig in den Himmel hob und sich dessen Gunst mit sechsstelligen jährlichen Zuwendungen sicherte, stinkt so weit zum Himmel, dass sogar der Staatsanwalt wegen Veruntreuung von Fernsehgebühren ermittelt.

Der Radsport bleibt wie er war 

Im Radsport hat sich nichts geändert. Es ist Unsinn und unwahr, wenn die ARD die weitere Übertragung der D-Tour, die sie im ersten Überschwang zunächst in Frage stellte, nun deshalb fortsetzt, weil man die "enormen Anstrengungen des Radsports im Kampf gegen Doping" anerkennen müsse. Hallo? Im Radsport ist es nach wie vor kaum möglich, sauber ein wichtiges Rennen zu gewinnen. Dafür sorgt schon ein fast völlig wirkungsloses Dopingkontrollsystem mit Schlupflöchern in der Größe des Buckingham Palace.

Nur zur Erinnerung: Neben Floyd Landis waren noch 12 weitere Fahrer positiv auf der Großen Schleife; bei 105 getesteten Fahrern sind das schlappe 11 Prozent des Pelotons. Die 12 Fahrer hatten jedoch ein medizinisches Attest, genau wie 60% aller Fahrer. Gefunden wurden Anabolika, Kortikoide und Beta-Blocker. Anhaben kann man ihnen nichts. Die medizinische Diagnose kommt gemeinhin vom Teamarzt, das Attest stellt die UCI aus, die also genau weiß, dass über die Hälfte des Fahrerfeldes jedem Dopingkontrolleur ins Gesicht lacht.

Die großen Rennveranstalter stellen den Ausschluss von Ullrich aus dem Rennzirkus als einen großen Schritt in Richtung eines sauberen Radsports hin. Als einen Meilenstein, der so entscheidend sei, dass man dafür auch eine Vorverurteilung und mögliches Unrecht in Kauf zu nehmen habe.

Dabei wissen sie alle: Die nächsten Rennen werden wie die vergangenen. Dieser Tatsache sollten sie sich endlich stellen – und den Fall Ullrich nach rechtsstaatlichen Prinzipien beurteilen. Oder ist längst egal, was in Madrid wirklich geschah?
(A.D.)

 

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