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25.07.11
Ironman Germany 2011
Voller Eindrücke vom Ironman Frankfurt, von den Athleten und von den Zuschauern kehre ich an meinen Schreibtisch zurück. Ein harter Tag, der jedem vor Augen führen sollte, was in unserem Sport wesentlich ist.

Man kann ein solches Rennen nicht miterleben, ohne von den Leistungen der Sportler aller Leistungsklassen beeindruckt, manchmal sogar überwältigt zu sein. Die enorme Distanz schuf nicht ohne Grund einen Mythos, und das kalte Regenwetter tat ein Übriges, um die völlig erschöpften Athleten zu prüfen. Nur schwer konnte ich mich, ebenfalls durchnässt, bei einbrechender Dämmerung von der Wettkampfstrecke losreißen. Vielen Zuschauern geht es ebenso.

Bemerkenswert und enttäuschend ist das Medienecho von den großen Frankfurter Zeitungen, die den Ironman zu Kurt Denks Zeiten konsequent über den Klee lobten, und ihn nun, wo Kai Walter am Ruder ist, ebenso konsequent runterschreiben.

Was mich daran nervt? Dass sich die Kritik auf das diesmal "zweitklassige" Startfeld konzentriert, auf die finanzielle Situation der ausrichtenden Agentur Xdream unter der Knute der WTC-Heuschrecken, auf die Ansprüche der Sponsoren, sowie die Frage, was der Sieg von Faris Al-Sultan denn nun wert sei:

"War dieser Frankfurter Ironman, der offiziell als Europameisterschaft firmiert, ein großes Rennen? Die Veranstalter um Kai Walter wurden nicht müde, das zu behaupten, verwiesen auf mehr als fünfzig Profis am Start, aber die Realität sah anders aus…"

… schreibt Michael Eder in einem insgesamt lesenswerten Beitrag. Ich komme gerade von den Wettkampfstrecken und habe mir dort zusammen mit vielen anderen die Kehle heiser geschrien. Und wenn die Zeitungsredakteure, die ihre Artikel bereits online haben, während die Athleten noch im Regen unterwegs sind, auch dort gewesen wären, hätten sie gemerkt: Bei all den kritischen Betrachtungen wird eines völlig vergessen – die Athleten.

Ein Ironman-Wettkampf ist nämlich nicht in erster Linie eine 226 Kilometer langer Werbefläche für Sponsoren, nicht zuvorderst ein Investmentobjekt von Anlegern und auch keine Bühne für Streitereien zwischen Organisatoren und Organisationen. Ein Rennen über die Ironman-Distanz ist vor allem ein knüppelharter Sportwettkampf, der jeden Teilnehmer bis an seine körperlichen und psychischen Grenzen fordert. An einem kalten Regentag wie heute gilt das doppelt. Wer noch am Wettkampftag über das Rennen schreibt, sollte sich auf die großartige Leistung dieser Athleten konzentrieren und ihnen damit seinen Respekt erweisen. Sie haben ihn mehr als verdient. Es bleiben noch 364 Tage Zeit, über die Belange der Sponsoren und über den sportlichen Wert des Profifeldes zu debattieren.

Und jetzt? War Faris’ Sieg ein großer Sieg in einem großen Rennen? Ich finde, ja, das war es, ohne Zweifel. Dafür sorgte die Art und Weise, wie er diesen Sieg errang.

Taktisch war Faris in einer schwierigen Lage. Er kam mit etwas Vorsprung auf die besten Läufer aus dem Wasser, fand aber auf dem Rad keine Mitstreiter, die entschlossen genug dieser Konkurrenz nach vorne enteilen wollten. Also wählte er den riskantesten Weg, nämlich die Soloflucht nach vorn. Er ist einer von wenigen Triathleten auf der Welt, die dazu körperlich in der Lage und auch mental stark genug sind, so eine taktische Entscheidung zu treffen und konsequent durchzuziehen.

Seine Flucht ist umso bemerkenswerter, als dass die Verfolger von einer überaus großzügigen Auslegung des Windschattenverbots profitierten. Die Bilder aus dem Hubschrauber waren freilich kurze Ausschnitte aus dem Rennen, zeigten aber genau jene Gruppenfahrerei, die zu verhindern die Aufgabe von Kampfrichtern gewesen wäre. Und die die Athleten, Berufssportler hin oder her, aus Gründen des Ethos selbständig vermeiden sollten. Sie alle wussten: Faris fährt da vorne ganz alleine. Da ist jede Lutscherei dahinter einfach unsportlich, auch wenn sie ungeahndet blieb.

Ich will zugeben, dass ich, vor dem Fernseher sitzend, von Faris’ Eindimensionalität zunächst bestürzt war. Da ist es bitterkalt und nass, und der Kerl radelt, wie von einem inneren Zwang geknebelt, im bauchfreien Top durch die Gegend. Und, natürlich, muss er das Rennen wieder von vorne bestreiten, muss mit dem Kopf durch die Wand, muss wieder jene Taktik wählen, mit der er in Frankfurt noch nie etwas gerissen, und für die Chris McCormack ihn verspottet hatte. Dann der Start in den Marathon: Erneut setzte er auf Risiko, lief gefährlich schnell an, anstatt seinen neunminütigen Vorsprung klug und vorsichtig zu verwalten. So etwas kann schief gehen und tut es meistens auch.

Faris Al-Sultan hat es gepackt, und zwar auf großartige Weise. Es war ein eindrucksvoller, begeisternder Sieg in einem sehr schweren Rennen, unabhängig davon, wie seine Gegner hießen. Frank Hellmann schreibt:

Nach 8:13:50 Stunden schritt der 33-Jährige am Römerberg erschöpft durchs Zieltor, und als ihn seine Freundin Ina Reinders in die Arme nahm, weinte der starke Mann. „Ich wundere mich, dass ich gewonnen habe, aber auf dem Rad wollte mir wohl niemand folgen“, erzählte Al-Sultan. „Ich bin wahnsinnig glücklich, dass ich das bei diesen Monsterbedingungen geschafft habe.“

Mein Respekt gilt aber auch jenen, die hinter ihm blieben, denn so ein Rennen will erst einmal gefinisht werden. Frank Vytrisal ist ein Champion, denn er hat sich ab Kilometer 25 das Letzte abverlangen müssen, ist zuletzt sogar mit einem 6er Schnitt zum Zielstrich gelaufen. Ein Viertel der männlichen und ein gutes Drittel der weiblichen Profis stieg vorzeitig aus.

Dass man seine Konkurrenten in so einem langen Wettkampf nie unterschätzen darf, zeigte sich beim Rennen der Damen. Caroline Steffen schwamm und radelte (4:51 Stunden) alles in Grund und Boden, und sah zu Beginn des Marathons wie die sichere Siegerin aus. Es wurde dann aber noch verdammt knapp. Bis auf anderthalb Minuten schmolz der Vorsprung der von Krämpfen geplagten Schweizerin dahin, den sie nur mit knapper Not vor  Lucie Zelenkova retten konnte. Nur 30 Sekunden dahinter kam Sonja Tajsich angeflogen, die wahrscheinlich die einzige Athletin des heutigen Tages war, die sich einen zusätzlichen Laufkilometer gewünscht hätte. Die Zeiten der ersten drei im Vergleich:

Steffen, Caroline 0:49:16 / 4:51:07 / 3:27:38 / 9:12:13
Zelenkova, Lucie 0:47:59 / 5:06:20 / 3:15:31 / 9:13:46
Tajsich, Sonja 0:58:34 / 5:05:16 / 3:04:48 / 9:14:14

Zurück zu den Alterklassenathleten. Mir ist es in diesem Artikel leider nicht gelungen, die richtigen Worte des Respekts für Eure Leistungen zu finden. Irgendwie geht mir das nahe, was Ihr dort leistet, und ich hätte das gerne besser ausgedrückt. Vielleicht ist jetzt aber auch genug geschrieben. Im Flur tropft noch meine regennasse Jacke, ich bin hundemüde und gehe jetzt ins Bett. Wir sehen uns vielleicht demnächst wieder irgendwo an einer Wettkampfstrecke. Gute Nacht!
Arne Dyck
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