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1.06.11
Sieg in Heilbronn: Interview mit Andi Böcherer
Im Duell mit Sebastian Kienle: Andi Böcherer. Foto: Felt
Im Duell mit Sebastian Kienle: Andi Böcherer. Foto: Felt
Sebastian Kienle bezeichnete Andi Böcherer als einen der am meisten unterschätzten Triathlonprofis. Jetzt konnte Böcherer Kienle im Rennen schlagen. Nach seinem Sieg in Heilbronn gab er uns ein Interview.
Von Arne Dyck

Welche Taktik hast Du gewählt, um Sebastian Kienle zu schlagen?

Andi Böcherer: Ich habe auf meine Schwimmstärke gesetzt. In Buschhütten, wo im Schwimmbecken geschwommen wird, konnte Sebastian mehr oder weniger an mir dran bleiben und gewann das Rennen – ich wurde Zweiter. Dieses Mal, im Freiwasser, gab ich von Anfang an absolut Vollgas. Ich schwamm hart an meinem Limit und konnte mir so einen Vorsprung von 1:45 Minuten erarbeiten – dafür hatte ich auf den ersten Radkilometern Schwierigkeiten, den Lenker festzuhalten. Sebastian kam auf dem Rad wieder näher und hatte meinen Vorsprung zwischenzeitlich auf eine Minute verringert. Doch auf dem schnellen letzten Abschnitt der Radstrecke konnte ich meinen Vorsprung wieder vergrößern.

Wusstest Du zu Beginn des Laufs, dass Du nicht mehr einholbar sein würdest?

Andi Böcherer: Ich kenne Sebastian von vielen gemeinsamen Trainingssessions. Er ist sehr stark, aber mit fast 2 Minuten Vorsprung ist man erst einmal weg. Trotzdem bin ich natürlich hart gelaufen. Irgendwann waren dann nicht mehr genügend Kilometer übrig, als das Sebastian die Lücke noch hätte schließen können. Da wusste ich: Heute gewinnst Du!

Es gibt ein Video-Interview der Heilbronner Stimme von Dir, da wirkst Du sehr euphorisch und bewegt...

Andi Böcherer: Klar. Gerade wenn man so oft wie ich von Sebastian geschlagen worden ist, ist der Moment doppelt wertvoll, zum ersten Mal der Schnellere gewesen zu sein. Es ist schön, gegen einen Klassemann ein tolles Rennen zu gewinnen.

Was sagt Sebastian dazu, bleibt Ihr befreundet ;-)?

Andi Böcherer: (lacht) Natürlich! Sebastian ist ein super Typ. Wir haben denselben Trainer und trainieren viel zusammen. Auch im Training messen wir uns zwangsläufig ständig aneinander. Wenn ich einen guten Tag habe, quäle ich ihn so gut ich kann, und er macht es umgekehrt genauso. Wir kennen gegenseitig unsere Stärken und Schwächen. Für Sebi ist es ok, wenn ich gegen ihn gewinne, auch wenn er natürlich selbst gewinnen will.

Ihr habt den gleichen Trainer, Lubos Bilek. Sebastian hat sich unter seiner Anleitung vom Radspezialisten zu einem ziemlich kompletten Triathleten entwickelt, Du hast Deine Laufschwäche abgelegt. Wie ist Deine Entwicklung in den letzten Jahren gelaufen?

Andi Böcherer: Wir machen ein Triathlontraining und kein Training der Einzeldisziplinen. Ein Ziel ist es beispielsweise, nach harten Zeitfahren schnell laufen zu können. Das ist etwas anderes, als "nur" schnell laufen zu können und erfordert ein auf dieses Ziel angepasstes Training. Man konnte das zuletzt in Buschhütten gut sehen. Weltcupstarter Maik Petzold kann bei einem reinen 10.000 Meter Lauf sehr viel schneller laufen als ich. Geht dem aber ein hartes Zeitfahren voran, sieht die Sache anders aus. Sebastian und ich sind beide schneller gelaufen als Maik. Unser Trainer Lubos Bilek folgt einem integrierten Ansatz, bei dem man weniger in Einzeldisziplinen denkt.

Streckenrekord beim Citytriathlon Heilbronn: Andi Böcherer. Foto: Felt
Streckenrekord beim Citytriathlon Heilbronn: Andi Böcherer. Foto: Felt

Neben dem Sieg gegen Sebastian Kienle hast Du beim Ironman Südafrika mit einer Zeit von 8:08 Stunden eine sehr starke Leistung abgeliefert. Gehen für Dich leistungsmäßig gerade neue Türen auf?

Andi Böcherer: Ja und nein. So ein Ergebnis kommt ja nicht plötzlich daher, sondern über viele kleine Schritte, die man sich alle hart erarbeiten muss. In einem Rennen gelingt es Dir dann vielleicht, Deine gute Radform zu zeigen, in einem anderen die Schwimm- oder Laufform. Aber erst, wenn es Dir gelingt, in einem Rennen Deine Form in jeder Teildisziplin zu zeigen, machst Du ein super Rennen. Meine Leistung in den Teildisziplinen überrascht mich nicht – dass aber an einem guten Tag die Endzeit 8:08 Stunden lauten kann, ist für mich so etwas wie ein Blick durch eine neu aufgestoßene Tür. Sie ändert meine Perspektive auf das, was ich mir für die Zukunft zutraue. Allerdings gehe ich dabei weniger von der Endzeit aus, sondern von den Athleten, die vor und hinter mir waren...

... Raynard Tissink, der Dich knapp geschlagen hat und das Rennen gewann, war auf Hawaii Fünfter. Peilst Du auf Hawaii die Top Ten an?

Andi Böcherer: Ich peile keine Platzierung an. Dafür ist es noch zu früh in meiner Karriere. Ich habe vergangenes Jahr auf Hawaii eine sehr gute Leistung im Wasser und auf dem Rad gezeigt, habe das Rennen zwischenzeitlich sogar angeführt. Der Marathon lief aber leider gar nicht, auch weil ich auf dem Rad zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt meine Verpflegung verloren habe. Mein Ziel für dieses Jahr auf Hawaii ist es nun, einen sehr guten Marathon zu laufen. Ich sehe das als Zwischenstation in meiner Leistungsentwicklung. Dieses Etappenziel möchte ich umsetzen. 

Diese langfristig angelegte Leistungsentwicklung hast Du mit Sebastian Kienle gemeinsam. Newcomer Michael Raelert geht den umgekehrten Weg und peilt gleich bei seiner ersten Langdistanz den Hawaiisieg an. Was denkst Du darüber?

Andi Böcherer: Ich finde daran vor allem die Rolle der Medien interessant. Sie machen sich ihre Aufgabe zum Teil etwas zu leicht und transportieren unreflektiert die Zielsetzungen von Athleten, als wären es Tatsachen. Da genügt es, wenn ein sehr guter Athlet sagt, ich will Hawaii gewinnen – wer von uns wollte das nicht? In den Medien wird das dann leicht so verarbeitet, als wäre der Athlet tatsächlich der Topfavorit. Chris McCormack spielt immer sehr erfolgreich auf dieser Klaviatur. Ich möchte damit nicht die Athleten kritisieren, denn ich schätze es sehr, wenn ein Sportler auch mal eine Ansage macht. Die Medien sollten aber etwas kritische Distanz wahren und nicht alles Eins zu Eins übernehmen.

Die Medien? Wir haben doch schon häufiger die Aussagen von Sportlern hinterfragt und kommentiert, zum Beispiel den Roth/Frankfurt - Doppelstart von McCormack?

Andi Böcherer: (lacht) Ja, ihr seid ja auch DAS kritische Triathlon-Medium!

;-) Vielen Dank für das Gespräch.
Die Fragen stellte Arne Dyck

Andi Böcherer
2004 wurde Andreas Böcherer, Jahrgang ’83, Deutscher Meister im Cross-Triathlon und 2007 Deutscher Triathlon-Meister über die Mitteldistanz. Im August 2010 erreichte er bei der Erstaustragung des Ironman in Regensburg den zweiten Rang. Im Frühjahr 2011 wurde er mit einer Endzeit von 8:08 Stunden Zweiter beim Ironman Südafrika.

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