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30.05.11
Wettkampfvorbereitung: Tipps zum Tapern
Übte sich in Geduld: Pablo Picasso
Übte sich in Geduld: Pablo Picasso
Pablo Picasso liebte die Frauen. Von einer seiner Eroberungen war zu erfahren, dass er dabei auch Geduld zeigen konnte: Wie eine Frucht habe er sie behandelt, die er für reif befand, aber es sei noch nicht Essenszeit. Ähnliches könnte man über die letzte Woche vor einem Wettkampf sagen.
Von Arne Dyck

Falls Ihr vor einem großen Wettkampf steht, hoffe ich für Euch, dass Ihr gut trainiert habt und die Topform in Euch aufsteigen spürt. An den guten Tagen (schlechte gibt es auch) habt Ihr bereits eine Ahnung von Eurer bevorstehenden Wettkampfform vernommen. Jetzt ist es wichtig, dass Ihr die bereits reife Frucht noch etwas liegen lasst, bis es Essenszeit ist. Ein paar Tipps für die letzte Woche vor einem Wettkampf.

Zwischen Ruhe und Anspannung

Jeder hat bereits einmal etwas vom "Tapern" gehört, der Formzuspitzung vor einem wichtigen Wettkampf. Tragischerweise wird das häufig mit Regenerieren oder Ausruhen gleichgesetzt, was nicht richtig ist und schon manche gute Form auf dem Gewissen hat. Getapert wird in zwei Phasen. In der ersten ein- bis zweiwöchigen Phase ist das Training sehr wettkampfähnlich an den Belastungstagen, doch die zahlreichen Entlastungstage machen das mehr als wett. Das bedeutet, dass eine oder zwei der härtesten Trainingseinheiten der Saison in der Taperphase liegen können. Dem gegenüber stehen leichte Einheiten, die dafür sorgen, dass die Trainingsbelastung über eine ganze Woche gesehen geringer ausfällt, als in der Aufbauphase. Kurz: In der Taperphase sind einzelne Einheiten hart und wettkampfähnlich, während die Trainingsbelastung insgesamt deutlich nachlässt. So bekommt man gleichzeitig Form und Frische.

Die zweite Taperphase ist eine Woche lang und umfasst die letzten sieben Tage vor dem Wettkampf. Hier steht eindeutig die Regeneration im Vordergrund, doch einfach nur die Beine hochlegen wäre auch hier falsch. Der Körper soll auf Temperatur bleiben und sich bereit halten für eine große körperliche Belastung. Das erreicht man am besten durch viele sehr kurze Trainingseinheiten, die auf spielerische Weise auch etwas Tempoarbeit enthalten sollen (auch für Langstreckler). Hier einige Beispiele:

  • 30 min lockerer Lauf mit 4x 90 Sekunden an der anaeroben Schwelle
  • 45 min locker Rad mit 4x 90 Sekunden an der anaeroben Schwelle, Koppellauf mit 4x 30 Sekunden an der anaeroben Schwelle.
  • 30 min Schwimmen im Neoprenanzug mit 4-6x 90 Sekunden schnell
  • 1,5 Stunden locker Rad mit 4x 90 Sekunden an der anaeroben Schwelle

Zwei Würmer sind im Apfel: Der erste besteht darin, ein allerletztes Mal die Form testen zu wollen. Denkt an Picasso, der es beherrschte, im Anblick einer reifen Frucht zu warten, bis die Essenszeit gekommen war.

Der zweite häufige Fehler betrifft das Radtraining. Da es etwas zeitaufwendiger ist, fällt es in den hektischen letzten Tagen vor einem Wettkampf gerne ganz unter den Tisch. Anreise, Hotelumgebung, unbekannte Strecken, Montagetätigkeiten etc. sorgen dafür, dass viele Athleten in der letzten Woche vor einem wichtigen Rennen nicht mehr Rad fahren. Der erste Radtag nach so einer Lücke ist häufig durch sehr schlechte Radbeine gesegnet. Das sollte nicht der Wettkampftag sein.

In den Wettkampfmodus kommen

Der Wettkampfmodus ist ein bestimmtes Level an Anspannung, nicht zu viel und nicht zu wenig. Er ist eine Voraussetzung für Bestleistungen. Manche Athleten kommen von alleine auf das optimale Level, aber bei den meisten ist es eine mentale Eigenleistung, die sie aktiv steuern müssen. Dabei sind grundsätzlich zwei Typen zu unterscheiden. Die einen bringen einen hohen Erregungsgrad mit und müssen sich dämpfen, um eine gute Leistung abliefern zu können. Die anderen, oft Routiniers oder Genusssportler, sind tiefenentspannt und sollten sich innerlich etwas aufscheuchen. Mehr zum Thema Motivation in diesem Artikel.

Problematisch wird es, wenn die eigentlich zu begrüßende Erregung in Angst und übergroße Nervosität umschlägt. Das macht es nicht nur schwerer, die bestmögliche Leistung abzurufen, sondern verdirbt leicht auch den Spaß an der Sache. Wir haben im Filmarchiv tiefergehende Auseinandersetzungen zu diesem wichtigen Thema. Wer es gerne kompakt hat, dem sei hier geraten, einfach einmal schriftlich eine Prioritätenliste zu erstellen. Dort schreibst Du nach Priorität geordnet die Dinge auf, die Dir im Leben wirklich wichtig sind. Entkrampfend wirkt machmal auch die Erkenntnis, dass wir uns im Triathlon alle miteinander, auch die Hawaiisieger dieser Erde, einer komplett sinnlosen Tätigkeit hingeben, bei der wir immer wieder auf’s Neue im Kreis schwimmen, radeln und laufen.

Material frühzeitig testen

Eigentlich sollte man über dieses Thema keine Worte mehr verlieren müssen, doch die Erfahrung lehrt anderes. Ich empfehle, das Wettkampfrad bereits ein- bis zwei Wochen vor dem großen Tag raceready zu machen, um die letzten Trainingseinheiten damit absolvieren zu können. Bei mir umfasst das die Wahl der Laufräder und der Übersetzung, das Trinksystem, evtl. ein Oberrohrtäschchen und die Befestigung von Ersatz- oder Pannenmaterial. Lothar Leder verpasste einmal einen Titel des Deutschen Meisters, weil ihm in Führung liegend auf dem Rad die Kette riss – er soll sie am Vorabend montiert haben.

Dass Dir der für das große Rennen aufgesparte neue Einteiler einen Wolf scheuert und die nagelneue Schwimmbrille doch nicht so dicht ist wie im Laden, findet man ebenfalls besser vorher heraus.

Absolutes No-Go sind übrigens:

  • Die schicken neuen Flaschenhalter, die nur 3 Gramm schwer sind, und aus denen an der ersten Bodenwelle die Flaschen heraus hüpfen, über die sich nachfolgende Fahrer den Hals brechen

  • Hochzeitsbüffets an Lenker und Oberrohr, die sich am ersten kleinen Schlagloch verabschieden und andere Sportler gefährden. Nicht selten kommt es vor, dass der kräftige Ruck, mit dem ein Energiegel vom Lenker gerupft wird, einen Sturz auslöst. Das gilt auch für das Hantieren mit den neuen Flaschenhaltern, die liegend am Lenker befestigt werden (Ihr erinnert Euch: Der Lenker ist das drehbare Teil vorne, mit dem die Fahrtrichtung beeinflusst wird).

  • Aufspringen auf das Rad ausgangs der Wechselzone, wenn das nicht sicher beherrscht wird. Hier kommt es regelmäßig zu wilden Manövern, die andere Athleten gefährden (siehe Video hier oder hier).

So, das wären ein paar Denkanstöße von meiner Seite. Lasst uns das Thema gemeinsam im Forum vervollständigen. Danke für’s Lesen, – es war hart für mich, mit hungrigem Magen über Früchte zu schreiben. Da kann ich Pablo Picasso nur bewundern.
Arne Dyck

Über den Autor
Arne Dyck ist aktiver Triathlet mit einer Bestzeit von 9:22 Stunden auf der Langstrecke. Im Rahmen des triathlon-szene Coachings entwickelt er individuelle Trainingspläne für Triathleten.

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