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19.05.11
Heidi Jesberger: "Man muss mental sehr stark sein"
Heidi Jesberger: Man muss mental sehr stark sein
Heidi Jesberger: Man muss mental sehr stark sein
Heidi Jesberger startet diesen Samstag bei Ironman Lanzarote 2011. In diesem Interview spricht sie über ihre Chancen in diesem Rennen, ihre sportlichen Träume und über ihr mögliches Leben nach der Profikarriere.
Von Arne Dyck

Hallo Heidi, wie lief die Vorbereitung auf den Ironman Lanzarote?

Jesberger: Die Vorbereitung lief super. Ich war dreimal auf Lanzarote, einmal auf Mallorca und habe mich dort jeweils bei besten Bedingungen vorbereiten können. Im Laufen habe intensiver (schneller) und beim Radfahren mit höheren Umfängen als bisher vorbereitet. In den letzten Jahren bin ich eher vorsichtig mit den Trainingsbelastungen umgegangen, da mich mehrfach Verletzungen zurückgeworfen hatten. Das habe ich nun überwunden und spreche sehr gut auf Intensitäten an ...

... was Du bereits beim Tristar Mallorca (1 - 100 - 10 Kilometer) gezeigt hast?

Jesberger: Ich bin auf einem guten Weg. In der Vorbereitung habe ich an zwei Laufwettkämpfen über 10 Kilometer teilgenommen und habe aus dem vollen Training heraus Zeiten von 37:30 min erreicht. Den Tristar Mallorca habe ich aus der Trainingsbelastung eines Trainingslagers (triathlon-szene Trainingscamp) heraus bestritten. Wenige Tage vor dem Rennen stand ein zügiger 30km-Lauf auf dem Programm, dazu natürlich lange, bergige Radeinheiten. Trotzdem habe ich beim Tristar, bei dem ich den dritten Platz holen konnte, gute Leistungswerte auf meinem SRM-Gerät erreicht und kann sagen, ich habe einen Sprung nach vorne gemacht.

Wofür kann das auf Lanzarote reichen?

Jesberger: Es ist wie immer schwer zu sagen, wie die anderen Damen drauf sind. Für mich selbst kann ich sagen, dass ich gut in Form bin. Ich habe schon mehrfach an dem Rennen teilgenommen und kenne die Strecken auch aus dem Training in- und auswendig. Vielleicht kommt mir die Ortskenntnis entgegen, wenn das Rennen knapp wird.

Heidi Jesberger: Dritter Platz beim Tristar Mallorca, zusammen mit Normann Stadler
Heidi Jesberger: Dritter Platz beim Tristar Mallorca, zusammen mit Normann Stadler
Hast Du Chancen zu gewinnen? Beim schweren Ironman China bist Du ja bereits Dritte geworden?

Jesberger: Es sind mehrere Ironman-Siegerinnen am Start, dazu Athletinnen, die in den letzten Jahren auf Podestplätzen gefinisht haben. Das ist eine schwere Konkurrenz. Mit Natascha Badman (6fache Hawaiisegerin) und Rachel Joyce (5. Platz Hawaii 2010 + 2. Platz IM Südafrika 2011) haben die letzten Tage noch zwei sehr starke Athletinnen nachgemeldet . Nicole Woysch läuft mindestens genauso stark wie ich... Ich muss einfach auf mich selbst schauen. Auf Lanzarote ist es extrem wichtig, Geduld zu haben. Man muss mental sehr stark sein, und ich hoffe, hier eine Stärke zu haben und den Glauben nie aufzugeben. Ich habe auf dem Rad gut trainiert und hoffe deshalb auf eine gute Ausgangslage für das Laufen.

Warum hast Du Dir ausgerechnet so einen harten Ironman wie Lanzarote ausgesucht?

Jesberger: Weil es für mich und meinen Partner Jürgen Sessner ein besonderer Ort ist, der in unserem Leben eine große Rolle spielt. Ich war dort ungezählte Male auf Trainingslagern (insgesamt 36 Mal, 475 Tage meines Lebens), die mein sportliches, aber auch privates Leben geprägt haben. Natürlich wäre ich gerne nach China gegangen um dort meinen dritten Platz zu verteidigen. Aber nach den Geschehnissen in Japan habe ich mich ernsthaft gefragt, ob ich wirklich so weit weg reisen muss, um einen Wettkampf zu machen. Nun wurde China ja abgesagt und ich bin Gott froh, dass ich mich schon vorher für Lanzarote entschieden habe!
 
Auf Lanzarote hingegen kommt mir meine Erfahrung mit diesem Rennen zugute. Ich weiß jetzt besser als früher, wie ich mir das Rennen einteilen muss, insbesondere auf der Radstrecke. Hellriegel, Liebetrau und Juhanson haben ihre Radzeiten vor allem auf den letzten 60 Kilometern herausgefahren. Die meisten Athleten, auch Profis, sind hier bereits ermüdet. Wer hier noch in Aeroposition Druck machen kann, hat Chancen auf eine sehr schnelle Radzeit. Kurz: Ich möchte versuchen, meine Lanzarote-Erfahrung zu nutzen.

Schaust Du dabei auch auf Dein Punktekonto für die Hawaiiquali?

Hat zu ihrer Laufstärke zurückgefunden: Heidi Jesberger
Hat zu ihrer Laufstärke zurückgefunden: Heidi Jesberger
Jesberger: Nein, Hawaii spielt für mich dieses Jahr keine Rolle. Die Leistungsentwicklung im Frauenbereich ist so brutal, dass ich für mich keine realistische Chance sehe, unter die Top10 zu kommen. Das bedeutet: Keine Aufmerksamkeit, nur Kosten. Lanzarote ist auch nicht das richtige Rennen, um Punkte für Hawaii zu sammeln. Für Hawaii braucht man schätzungsweise 4000 Punkte, um sicher dabei zu sein. Für einen Sieg auf Lanzarote gibt es jedoch nur 1000 Punkte. Würde ich dieses Rennen und danach noch den Ironman Regensburg gewinnen (ebenfalls 1000 Punkte) hätte ich gerade mal die Hälfte der nötigen Punkte. Nein, für Hawaii muss man sich die Rennen geschickter aussuchen. Das ist für mich dieses Jahr aber kein Thema.

Du bist schon viele Jahre im Profisport. Was hat sich in den letzen 10 Jahren im Triathlon verändert?

Jesberger: Jeder fragt nach Hawaii, das ist immer so gewesen. Ich bin natürlich stolz darauf, dreimal dort gestartet zu sein. Heute gibt es im Vergleich zu früher viel mehr attraktive Rennen, die Alternativen bieten. Ich freue mich, dass ich dieses Jahr einen Ironman in Deutschland machen kann. Ich sehe es aber nicht so, dass früher alles besser gewesen wäre. Der Triathlonboom ist fantastisch, die Leistungsbreite ist viel größer als früher, man kennt den Sport, und überall an den Wettkämpfen ist eine tolle Stimmung. Gestiegen ist aber auch die Leistungsdichte. Es wird immer schwieriger, Topergebnisse zu erreichen, Siege werden seltener. Man ist schnell mal Zwölfte, auch wenn man ein gutes Rennen gemacht hat. Das muss man dann rechtfertigen. Damit steht man nämlich nicht in den Ergebnislisten der Presse und niemand bekommt mit, dass man überhaupt angetreten ist. Das ist zum Teil schon schwierig. Dafür hat man heute bei Siegen eine ganz andere Kulisse als früher, das wirkt auch emotional. Siege oder Podestplätze sind heute mehr wert als früher.

Was hat sich bei den Sponsoren geändert?

Jesberger: Energy System ist neu dazu gekommen, aber die meisten meiner Sponsoren habe ich bereits seit vielen Jahren.

Wie sind Deine Sponsoren mit Deiner Verletzungsphase umgegangen, hast Du großen Druck von dieser Seite?

Jesberger: Es war eigentlich eine tolle Erfahrung. Ich habe in der Regel nur Einjahresverträge; während meiner Verletzungsphase musste ich zu meinen Sponsoren gehen und eine mögliche Verlängerung des Sponsorings ansprechen. Ich habe durchaus mit Skepsis und Zurückhaltung gerechnet, aber ich erlebte das Gegenteil. "Gerade jetzt müssen und wollen wir Dich unterstützen!". Das ist etwas sehr Menschliches, das nicht selbstverständlich ist. Denn normalerweise geht es vor allem um Platzierungen.

Ich habe bisher ganz bewusst vor allem auf regionale Sponsoren gesetzt, die in meiner Heimat Assamstadt ansässig sind. Motto: "Unternehmen der Region unterstützen eine Sportlerin der Region". Das hat es möglich gemacht, ein Leben lang für meinen Heimatverein zu starten. Dieses Engagement der Region für eine Sportlerin hat ein sehr positives Image in den Medien und in der Bevölkerung. Natürlich sieht jeder Sponsor gern, wenn man gewinnt, und ich gebe mein Bestes dafür. Aber auch wenn ich nicht gewinne, versuche ich, möglichst viel zurückzugeben.

Du bist in einem dezenten Aktkalender mit anderen Triathletinnen zu sehen. Wie kam es dazu?

Jesberger: Ich habe lange überlegt, ob ich das machen soll oder nicht, denn das ist ja eine zweischneidige Sache – so ein Foto soll nicht billig wirken. Ich habe dann aber das Bild von Christine Waitz gesehen, mit der ich öfter trainiere, und das gefiel mir ästhetisch sehr gut. Ich habe mir gedacht, es wäre schön, jetzt, wo ich noch jung und durchtrainiert bin, solche Bilder von mir zu haben.

Konntest Du Deine Pose für das Bild selbst bestimmen?

Jesberger: Es wurden mir Vorschläge gemacht, aber die Freigabe des Bildes lag bei mir. Ich habe gesagt, mir ist es lieber, wenn man nicht alles sieht, denn es ist viel spannender, wenn man manche Dinge nur erahnen kann. Das war für die Crew um Michael Krell in Ordnung.

Der See, an dem das Bild entstand, war übrigens noch bitterkalt. Mich hat es schon Überwindung gekostet, da splitterfasernackt hineinzusteigen, auch weil noch andere Badegäste in der Nähe waren. Aber ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Wie hat Deine Umwelt darauf reagiert? Was hat Dein Vater dazu gesagt, der Deine Karriere sehr intensiv begleitet hat?

Jesberger: Mein Vater fand es cool, spitze. Meine Mutter reagierte zurückhaltender und fand, den Kalender müsse man jetzt nicht unbedingt bei uns in Assamstadt aushängen ... das ist ein kleiner Ort, und meine Mutter sorgte sich etwas um meinen Ruf (lacht).

Gab es auch Kritik?

Jesberger: Direkt mir persönlich gegenüber – nein. Sicher kann man so einen Kalender auch kritisieren, aber es ist gar nicht so leicht, so ein Projekt auf die Beine zu stellen, dessen Erlös ja einem guten Zweck zugute kommt. Für mich ist es eine Ehre, zu den zwölf "Auserwählten" zu gehören.

Welche Vorstellung hast Du vom Leben nach Deiner Profikarriere?

Jesberger: Ich bin ausgebildete Erzieherin, und habe einige Ausbildungen und Trainerlizenzen im Bereich des Sports gemacht. Vielleicht gehe ich beruflich in den Bereich "Personal Training". Ich sehe optimistisch in die Zukunft! Ich freue mich irgendwann auf ein normales Leben, und möchte auch ganz gerne eine Familie haben.

Freust Du Dich auf freie Wochenenden, die Du als täglich trainierender Triathlonprofi fast nie hast?

Heidi Jesberger: Jeder Teil des Lebens hat seinen besonderen Reiz
Jeder Teil des Lebens hat seinen besonderen Reiz
Jesberger: Natürlich freut man sich auf diese Dinge – mal am Wochenende abends lang wegzugehen, vielleicht sogar mal was zu trinken, oder zu Hause in Assamstadt den Fasching mitzumachen. Aber das Leben als Profi ist auf seine Weise toll und spannend. Ich sehe im Moment noch mehr den Gewinn als den Verzicht. Was ich alles von der Welt sehen kann und welchen interessanten Menschen ich begegne. Jeder Teil des Lebens hat seinen besonderen Reiz.

Du bist aktuell so fit wie nie. Denkst Du da überhaupt an eine Karriereende?

Jesberger: Ich bin seit 1997 im Hochleistungssport, das ist eine lange Zeitspanne. Es steht nicht unmittelbar an, aber irgendwann werde ich einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Jetzt läuft es gerade super, und der Sport macht mir unheimlich viel Spaß. Zum Beispiel meine Trainingsgruppen in Roth: Da ist so ein tolles Gefühl von Zusammengehörigkeit, das würde ich sehr vermissen, auch wenn man sich da anstrengt und schindet. Nach einem Karriereende würde ich auch diese soziale Seite meines Alltags wirklich sehr vermissen. Aber das ist noch weit weg. Ich bin jetzt 33 Jahre alt und habe sportlich noch gute Jahre vor mir.

Welche sportlichen Träume möchtest Du Dir noch verwirklichen?

Jesberger: Mein Traum wäre der Sieg bei einem Ironman-Rennen! Auf der halben Distanz habe ich bisher einen zweiten, und über die volle Distanz eine dritten Platz in China erreicht. Einmal so ein Rennen zu gewinnen ... dass man dann auch mal diese Rede bei der Siegerehrung halten kann (lacht). Das wäre die Krönung. Ich habe jetzt hart dafür trainiert, besonders in diesem Jahr, und es wäre schön, wenn es klappt. Aber falls ich in meiner Karriere niemals ein Ironman-Rennen gewinnen kann, dann geht die Welt für mich auch nicht unter. Ich kann auf mein sportliches Leben zurückblicken und für mich selber sagen, es war eine spannende Zeit, ich habe alles gegeben. Auch wenn dann jemand anderes noch schneller war: Wenn ich mein Bestes gegeben habe und an einem guten Tag alles zeigen konnte was ich drauf habe, dann bin ich auch glücklich.
Die Fragen stellte Arne Dyck. Fotos: Bob Foy, privat

Heidi Jesberger
1997 wurde Heidi Jesberger bei der Triathlon-Europameisterschaft in der Jugendklasse Zweite im Einzelbewerb, Europameisterin mit der Mannschaft sowie Duathlon-Europameisterin. 2003 in Roth wurde sie in der Klasse W25 Deutsche Meisterin auf der Langdistanz. Heidi Jesberger startet heute vorwiegend bei Triathlon-Bewerben über die Lang- oder Ironman-Distanz. Sie startet für den TSV Assamstadt. Aus: Wikipedia
Website Heidi Jesberger
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