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4.05.11
Interview: Lahcen Ahansal, 10facher Sieger des Marathon des Sables
10facher Gewinner des Marathons des Sables: Lahcen Ahansal
10facher Gewinner des Marathons des Sables: Lahcen Ahansal
Lahcen Ahansal hat zehnmal den Marathon des Sables gewonnen, der in sechs Etappen durch die Sahara führt. In diesem Interview spricht der Nomadensohn über sein Leben als Läufer und sein Comeback beim Wüstenmarathon.
Von Arne Dyck

Lahcen, du hast zehnmal den Marathon des Sables gewonnen, der über 6 Etappen durch die Wüste führt und als einer der härtesten Ultraläufe der Welt gilt. In den letzten Jahren hast du nicht mehr daran teilgenommen und dein Bruder Mohamad gewann das Rennen mehrmals. Warum machst du ein Comeback?

Es war ein Ziel, den Marathon des Sables zehnmal zu gewinnen. Das Ziel hab ich erreicht. Mein Sohn wurde während der 2. Etappe des zehnten Marathon des Sables geboren und ich habe mich entschieden, mich meinem Sohn und meiner  Familie zu widmen. Ich habe das Ziel erreicht, und jetzt war es an der Zeit, eine Pause zu machen für ihn. Der Marathon des Sables hat viele  Türe für mich geöffnet, andere Dinge zu machen, um die Welt zu reisen, und an anderen Marathons teilzunehmen, wie z.B. den Al Andalus in Spanien, den Mitteldeutschen Marathon in Halle, den Panoramique in Frankreich, um mich nach der Pause in das Trainingsleben wieder einzuleben.

Lahcen Ahansal: Laufen ist nicht nur Spass, sondern Profession
Lahcen Ahansal: Laufen ist nicht nur Spass, sondern Profession
Traust du dir einen 11. Sieg zu?

Ich kehre wieder im Jahr 2012. Ja, aber ich nehme teil mit einem anderen Ziel, und zwar möchte am Marathon des Sables 20 Mal teilzunehmen. Bis jetzt sind es 18 Mal und ich möchte wiederkommen um dieses weitere Ziel zu erriechen. Sicher möchte ich gewinnen, aber ich möchte es auch genießen, andere Leute kennenlernen. Ich sehe dem Marathon des Sables mit Entspannung entgegen. Ich möchte mich jetzt noch nicht unter Druck setzen.

Was sagt dein Bruder Mohamad zu deinem Comeback? Du hast ihn jahrelang auf den 2. Platz verwiesen. Belastet die Konkurrenz euer Verhältnis?

Ich habe es ja mit ihm besprochen. Ich habe ihm gesagt, dass ich den Marathon des Sables nochmal machen möchte, vielleicht um zu gewinnen, aber auch für die Touristen, um es nochmal zu erleben. Es war schon schwierig für ihn, immer zweiter zu sein, aber er hat es mir auch gegönnt. Wir waren ja Brüder, aber auch Konkurrenten und der, der am Stärksten war hat immer gewonnen. Das war zufällig fast immer ich, keine Show oder so etwas. Wir werden sehen, wer das nächste mal gewinnt – er ist in Form und das bin ich auch. Er hat ja einige Male gewonnen und hat das Recht, nochmal zu gewinnen, wenn er fitter ist als ich. Es bleibt spannend, wir werden sehen!

Mein Körper sagt mir, wenn ich genug gemacht habe
Mein Körper sagt mir, wenn ich genug gemacht habe
Dein Vater lebte als Nomade am Rande der Sahara. Hast Du selbst dieses Leben noch kennengelernt? Hat es Deinen Weg zu einem Ultraläufer beeinflusst?

Das leben als Nomade war sehr schwierig. Ein Durchschnittseuropäer kann sich dieses Leben nicht vorstellen. Dann, als mein Vater starb, musste ich viele seine schweren Arbeiten übernehmen. Mein Leben war schwer, alles was ich machen musste war anstrengend und auch mental schwierig. Ich musste mit den Tieren umgehen, in den Bäumen klettern, lange laufen, wenn ich Wasser holen musste. Das Leben allgemein war sehr schwierig und ich, mein Kopf und mein Körper mussten sich sehr früh an schwierige Lebensbedingungen gewöhnen. Das war eigentlich die optimale Vorbereitung für mich für den Marathon des Sables.

Deine Marathon-Bestzeit steht bei 2:16 Stunden aus dem Jahr 1997. Hat es Dich nicht gereizt, diese Zeit zu verbessern? Warum hast Du Dich auf Ultraläufe konzentriert wie den Marathon des Sables oder den Swiss Alpine Marathon?

In Zagora hatte ich keine Möglichkeit, einen Trainer zu finden, der mir helfen konnte… Ich musste arbeiten, um Geld zu verdienen. Es war nicht möglich, das richtige Training zu machen für Marathonläufe, weil mir schlicht und einfach niemand unter die Arme gegriffen hat für solches intensives Training. Ich hatte einfach nicht die Mittel zu trainieren, wie ich es wollte, in der Wüste. Also habe ich mich selber trainiert für den Marathon des Sables. Ich bin zum 14. Marathon des Sables angetreten, völlig ohne Sponsoren. Nur weil ich Etappen im Vorjahr gewonnen hatte, durfte ich überhaupt teilnehmen. Man kriegt nichts geschenkt.

Für uns Triathleten mit einer Wettkampfdauer von 8-13 Stunden ist die Wettkampfverpflegung ein wichtiges Thema. Was nimmst Du während einer schweren Etappe beim Marathon des Sables zu Dir?

Trockenfrüchte, Honig, Multi-Vitamine, Kekse, Wasser.

Lahcen Ahansal: Führt Touristen durch die Wüste
Lahcen Ahansal: Führt Touristen durch die Wüste
Was tust Du für die Regeneration, um am nächsten Tag wieder fit für eine weitere Etappe zu sein?

Möglichst still halten. Ich habe einfach meine Mahlzeiten zu mir genommen. Es war schlicht und einfach so, dass man möglichst gar nichts gemacht hat, um viel Energie zu sparen. Möglichst wenig die Muskulatur benutzen.

In Deutschland ist es gerade modern, über den Sinn oder Unsinn von technischen Hilfsmitteln für das Lauftraining zu diskutieren. Wie machst Du das, verwendest Du einen Pulsmesser, und gehst Du zu leistungsdiagnostischen Untersuchungen? Hältst Du diese Dinge für nützlich oder überflüssig?


Ich benutze die Sachen gar nicht. Wenn jemand anders die benutzen möchte, finde ich es ok, aber wenn man sich bedenkt, dass viele sehr gute Läufer die Möglichkeit gar nicht haben, solche Sachen zu kaufen, finde ich es schon ein bisschen blödsinnig, ehrlich gesagt. Ich möchte alles auf natürliche Weise machen. Mein Körper sagt mir, wenn ich genug gemacht habe oder wenn ich mich mehr herausfordern sollte.

In Zagora, im Süden Marokkos, betreibst Du eine Firma für Trekkingreisen abseits üblicher touristischer Pfade in der Sahara und im Gebirge des Hohen Atlas. Bleibt noch genug Zeit für das Training?


Ich kann gut von dem Trekking was fürs Training abgewinnen, denn es bringt sehr viel Arbeit mit sich. Ich führe die Kamele/Dromedare, die nicht gut laufen können, und nehme manchmal auch sehr schweres Gepäck, und so habe ich auch sehr gutes Training. Man muss ja auch sehr viel laufen während den Trekkingtouren und viel schwere Arbeiten verrichten für die Gruppen. Wir müssen auch zu allen möglichen Zeiten zur Verfügung stehen, also kann man auch die schwierigen Bedingungen wie beim Marathon des Sables üben.  

Der Zagora Marathon, den ich auch organisiere, nimmt auch sehr viel Zeit in Anspruch. Ich muß mehrere Monate im Jahr dafür viel tun. Ich muss zwischen Deutschland und Marokko reisen und die ganze Logistik allein über die Bühne bringen.
Die Fragen stellte Arne Dyck

Lahcen Ahansal
… ist Langstreckenläufer und Reiseveranstalter aus Marokko. Der Nomadensohn (geb. 1971) gewann zehnmal den Marathon des Sables. Außerdem gewann er den Swiss Alpine Marathon in Davos und wurde Zweiter über die 100 Kilometer von Biel.

 

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