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29.12.10
Gedanken zum Jahreswechsel
Blick vom Berg Sinai: Eine Frage des Respekts
Blick vom Berg Sinai: Eine Frage des Respekts
Ich weiß nicht wie es anderen geht, aber zum Jahresende über Weinachten und Neujahr stellt sich bei mir so eine leicht melancholische Grundstimmung ein. Ich denke über das vergangene Jahr nach, über das kommende Jahr und Dinge, die damit zu tun haben. Eigentlich endet ja nur wieder ein kurzer Abschnitt des Lebens, aber die Betrachtungsweise der Geschehnisse ändert sich über die Feiertage bei mir grundlegend.
Von Jürgen Sessner

Dieses Jahr sollte diese Phase durch ein Ereignis verstärkt werden, über dass ich immer noch nachdenke. Um der Kälte noch ein wenig zu entfliehen, bin ich eine Woche vor Weihnachten mit meiner Freundin in den Sinai geflogen, um Sonne zu tanken und mich für das Weihnachtsfest im Familienkreis mental zu rüsten. Am vorletzten Tag des Urlaubs unternahmen wir einen Ausflug zum Berg Sinai, auf dem Moses die 10 Gebote erhalten haben soll. Laut Reiseführer stand uns ein anstrengender Aufstieg von etwa 3 Stunden Dauer von einem Kloster auf 1500m Höhe bis zur Bergspitze auf 2300m Höhe bevor. Für trainierte Menschen sollte das jedoch locker machbar sein, also gingen wir mit einer kleinen Gruppe und einem einheimischen Führer los.

Nach gut einem Drittel der Strecke machten wir eine nach meiner Meinung nach überflüssige Pause. Ich wusste zwar während der Wanderung nicht, ob ich schwitzen oder frieren soll, aber ansonsten sah ich keiner größeren Probleme.

Auf den letzten beiden Dritteln wurden die Pausen häufiger und ich muss zugeben, auch nötiger. Ich kam dann doch wegen der Höhenluft und dem steilen Anstieg außer Atem und war um jede Verschnaufpause froh. Letztendlich erreichten wir den Gipfel des Berges in der anvisierten Zeit, genossen die Aussicht und machten die obligatorischen Erinnerungsfotos. Ich war zufrieden mit mir und meiner Leistung und dachte schon mehr an den Abstieg als an andere Dinge.

In diesem Moment kam eine weitere Gruppe oben an, deren Durchschnittsalter bei deutlich über 60 Jahren lag. Einer der Männer meinte im breiten Texas-Slang, ob es hier jemanden gäbe, der älter als 77 sei, ansonsten würde er den Titel des ältesten Gipfelstürmers beanspruchen. Da kam von weiter hinten die Meldung, dass hier ja keiner beleidigt werden soll, aber da wäre jemand mit 81 Jahren noch dabei. Genau da fing es an mich zu nerven. Spielen wir hier das „Mein Haus - Mein Auto - Mein Boot“ – Spiel, oder was soll das werden. Gerade fand ich es noch so toll, hier herauf gelaufen zu sein.

Da ließ sich der 81jährige Amerikaner neben mir auf die Knie sinken, stützte seinen Kopf auf den Gehstock und schaute einfach nur in die Ferne. Er sagte, dass er darauf schon sein ganzes Leben gewartet hätte. Diese Szene berührte mich dann doch ziemlich stark, da sie keine Theatralik enthielt und sehr ehrlich (wenn auch amerikanisch) wirkte. Und mir wurde bewusst, wie ich gerade gepolt bin.

Meine Leistung wurde schlagartig relativiert, ich fühlte mich leer. Ich hatte während des Aufstiegs die anderen Wanderer in der Gruppe abfällig ob ihrer Leistungsfähigkeit beurteilt, habe mich über die frühe Pause belustigt geäußert. Nun wurde mir auf brutale Weise gezeigt, was meine Leistung wert war. Dabei wäre ich so froh, diesen Ausflug mit 81 Jahren noch machen zu können.

Ich hatte gehandelt, wie es zeitgemäß ist, hatte mich und meine eigene Leistung in den Vordergrund gestellt und nicht relativiert. Es ist eine Frage des Respekts und der Würdigung des Individuums, um sich in seinem Umfeld sozial einzugliedern. Ich war auf einer Schiene, die ich schnell wieder verlassen möchte und ich bin heute sehr dankbar dafür, diesen Ausflug in dieser Form erlebt zu haben. Weihnachten und Neujahr machen mich nachdenklich und das ist gut so. Vielleicht sollte sich der eine oder andere Teilnehmer im Forum seine Gedanken darüber machen und etwas mehr Respekt anderen Meinungen gegenüber aufbringen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern und Fans von triathlon-szene einen guten Rutsch ins Neue Jahr und möchte mich für eure Treue und das große Interesse an den Inhalten bedanken.
Jürgen Sessner

Über den Autor
Jürgen Sessner hat jahrelange Erfahrung in der Betreuung zahlreiche Amateur- und Spitzensportler im Ausdauersport, insbesondere im Bereich Triathlon, sowie Fußball-Erstligisten. In seinem Sport- und Gesundheitszentrum "Corpus" in Hilpoltstein führt er seit vielen Jahren Leistungsdiagnostiken und individuelle Trainingsplanung durch. Er ist Trainer bei triathlon-szene coaching.
Der "Guten-Rutsch-Thread" im Forum

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