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Knie | Knorpelschaden Grad 3 - Retropatellare Chondropathie --> Knorpelaufbau - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
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Alt 08.07.2018, 23:42   #1
toto1988
sagt "Hallo allerseits!"
 
Registriert seit: 03.07.2018
Beiträge: 2
Knie | Knorpelschaden Grad 3 - Retropatellare Chondropathie --> Knorpelaufbau

Hallo Triathlon-Szene,

ich wende mich hoffnungsvoll an euch, da es hier mit Sicherheit einige Mitglieder mit ähnlichen Problemen gibt. Bei mir wurde vor 14 Tagen eine Retropatellare Chondropathie 3. Grades an der außenseite des linken Knies diagnostiziert.

Kurz ein paar Fakten zu mir. Ich bin 30 Jahre alt, 1,80m groß und 74kg leicht . Beruflich bin ich als IT Admin tätig und sitze dadurch leider sehr sehr viel. Regelmäßige Dehnübungen und Blackroll-Sessions gehören aber bereits seit Jahren zu meinem Arbeitsalltag. Ich spiele seit 10 Jahren (wieder) aktiv Fußball und bin seit einem Jahr neben dem Fußball auch noch fleißiger Läufer. Zudem bin ich regelmäßig mit dem Rennrad unterwegs, viel in den Bergen und ich habe mich dieses Jahr auf meinen ersten Triathlon vorbereitet. Dann vielleicht noch ein wichtiger Fakt der mit meiner Diagnose zusammenhängen könnte. Ich hatte schon als Kind / Jugendlicher extreme Probleme mit dem Bergab laufen und das wurde auch im erwachsenen Alter nie besser. Mir wurde immer gesagt, auch das Bergab laufen muss trainiert werden und das dies einige Zeit dauern kann.

Ansonsten hatte ich nie Probleme mit meinen Knien und noch keine Verletzung, allerdings habe ich eine extreme verkürzte Muskulatur an der Oberschenkelrückseite + Waden. Auch der Hüftbeuger ist extrem verkürzt und die Oberschenkelmuskulatur steht extrem unter Spannung und ist sehr oft verhärtet.


Nun meine Geschichte:

Als ich Mitte / Ende April 2018 das erste Mal ein ziehen an der linken außenseite bemerkt habe, dachte ich mir nichts dabei. Die Schmerzen wurden langsam aber stetig immer schlimmer und stechender. Das komische war, dass die Schmerzen unter voller Belastung (Fußballspiel oder Laufwettkampf) nicht oder kaum vorhanden waren. Unser Physiotherapeut sagte mir darauf, so lange es in der Belastung nicht schmerzt, kann es nichts schlimmes sein. Es muss sich hier um eine Muskelverletzung handeln, die bei erhöher Durchblutung an Schmerz abnimmt.

Darauf hin dachte ich mir, alles klar, dann kannst du ja weiter fleißig trainieren (3 Wochen mit nur einem Tag Ruhepause). In dieser Zeit gehörten auch Bergläufe mit 1000hm zu meinem Training. Dadurch wurden die Beschwerden deutlich schlimmer und ich bin teilweise 3 Tage lang keine Treppe hoch oder runter gekommen. Ich als alter Fuchs habe ich mir dann gedacht, probierst du doch mal die Patellasehnenbänder die noch Zuhause herumliegen. Die Schmerzen im rechten Knie waren durch die Bänder kaum noch vorhanden, aber auf der linken Seite war der Schmerz so gut wie unverändert (Mit der Diagnose auch kein Wunder).

Skeptisch wurde ich erst, als ich nach dem letzten Tempolauf (5km unter 3:45m) zwei Wochen Pause eingelegt hatte und die Schmerzen schlimmer anstatt besser wurden. Das war der Moment als mir selbst bewusst wurde.........jetzt hast du vermutlich wirklich irgendeine Verletzung. Aktuell ist an Joggen leider absolut nicht zu denken

Ich hatte nun einen Termin beim Orthopäden und anschließend zum MRT. Es wurde folgende Diagnose gestellt:
  • Retropatellare Chrondropathie (medial betont kleinvolumig drittgradig)
  • Signalgeminderter retropatellarer Knorpel
  • zusätzlich kleinvolumige tiefe Knorpeleinrisse
  • noch intakte subchrondrale Grenzlamella und ohne Nachweis eines subchrondroalem Ödems
  • Kein größerer reaktiver Gelenkerguss
  • kein freier Gelenkkörper

Entgegen vieler Patienten mit Knorpelschaden habe ich im Ruhezustand oder nach langen Autofahrten eigentlich gar keine Probleme. Meine Probleme treten eigt. nur bei Belastung auf. (Treppen steigen, Spazieren gehen, bergauf gehen)

Die Aussage zweier Orthopäden lässt sich wie folgt zusammenfassen: Entweder OP, Hyaluronspritze oder Laufen und Berge vergessen und sich damit abfinden.

Aktuell bin ich sehr viel auf dem Rennrad unterwegs, weil ich erstens einen Ausgleich brauche und zweitens soll Radfahren sehr gut sein. Der Knorpel braucht ja weiterhin "Bewegung" bzw. Belastung. Weiter gehört auch jeden Tag 30 Minuten Dehnen (pro Muskelgruppe mindestens 3 Minuten) zu meinem Tagesablauf.


Nun zu meinen Fragen:
  • Was kann ich tun um eine OP zu vermeiden?
  • Besteht eine reale Chance jemals wieder schmerzfrei Laufen zu können?
  • Welche Tipps könnt ihr mir geben?
  • Hat jemand Erfahrungen mit Nahrungsergänzungsmitteln (Glucosamine, MSM, Chondroitin, Vitamin D3, Vitamin E, Prolin, Glycin, Lysin)
  • Gibt es hier jemanden, bei dem sich der Knorpel wieder regeneriert oder sogar aufgebaut hat?


Mir ist durchaus bewusst, dass sich so eine Verletzung über Monate ziehen kann, aber ich bin keiner der den Kopf einfach in den Sand steckt.


Ich bedanke mich bei allen die meine kurze Geschichte gelesen haben und freue mich über jede Antwort!


Danke & Grüße,
Tobi
toto1988 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.07.2018, 07:37   #2
papa2jaja
Szenekenner
 
Registriert seit: 02.03.2016
Beiträge: 149
Hallo Toto, aus eigener Erfahrung würde ich vorschlagen, tatsächlich erstmal eine Weile nur zu Radeln, nicht zu lang, erstmal nicht zu heftig, und lieber zweimal täglich als eine Langstrecke.

Wenn es sich ein bisschen gebessert hat, würde ich die Leistung beim Radeln auf die gewünschte Leistung steigern, aber immer noch nicht laufen.

Nach meiner Erfahrung können sich solche Sachen schon bessern, und vielleicht kannst du nach sechs Monaten wieder ganz normal laufen.

Persönlich habe ich mal die Erfahrung gemacht, dass mein vorgeschädigtes Knie das Fußball spielen gar nicht mag, ich vermute aufgrund der Dreh- und Seitenbewegungen bei Beschleunigungs- und Bremsvorgänge (ist ja wie Bergablaufen) und der Haken, die man schlägt.
papa2jaja ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.07.2018, 11:05   #3
toto1988
sagt "Hallo allerseits!"
 
Registriert seit: 03.07.2018
Beiträge: 2
Servus Papa

danke für deine Einschätzung und deine Antwort. Beim Radeln habe ich schon bemerkt, dass sich mein Knie meldet, wenn ich zu sehr drücke. Auch 100km und mehr mag das Knie die darauf folgenden Tage nicht

Mir fällt es nur extrem schwer beim Radeln nicht zu "Drücken"

Ich werde versuchen mit wenig Druck zu fahren, allerdings habe ich auch bei der kleinsten Hausrunde mindestens 300hm dabei

Mein Ziel ist es wieder normal Joggen gehen zu können. Mit dem Kapitel Fußball habe ich bereits abgeschlossen.

Grüße
toto1988
toto1988 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.07.2018, 04:48   #4
papa2jaja
Szenekenner
 
Registriert seit: 02.03.2016
Beiträge: 149
"Normal Joggen" ist natürlich nicht das, was du bisher gemacht hast

Ich hab den Sport immer als Naturerlebnis, aus Spaß und um gesund zu bleiben (und nicht allzu fett zu werden) betrieben. Ich bin selten mehr als 110 Kilometer pro Woche gelaufen (Schnitt ca. 4:30/km), und höchstens 120 Kilometer am Stück geradelt (ca. 35er Schnitt) in meinen jungen Jahren. Meine ersten Knieprobleme kamen, als ich um die 53 Jahre alt war.

Bei mir also langjährige Dauerbelastung auf eher alltäglichem Leistungsniveau, bei dir viel kurzzeitigere, aber auch viel intensivere Belastung auf zumindest aus meiner Warte recht hohem Leistungsniveau.

Deine Schädigung kann also anders aussehen, als das, was sich bei mir ergeben hat. Aber ich würde die Hoffnung auf jeden Fall nicht aufgeben. Als mir das Knie so weh tat, ich das Bein nicht mehr strecken konnte und jede Beugebewegung mit deutlich spürbarem Rubbeln im Knie verbunden war, war ich mir auch nicht sicher, ob das wieder weggehen würde.

Letztendlich ist es aber wieder weggegangen. Es hat monatelang gedauert, aber ich renne und radle auch heute noch mit viel Freude jeden Tag durch die Pampas (und freue mich ehrlich gesagt immer ein bisschen, wenn ich (ganz selten mal) einen 20 Jahre jüngeren Kollegen aus der Puste bringen kann )
papa2jaja ist offline   Mit Zitat antworten
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