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Da fasse ich mir echt an den Kopf… - Seite 1256 - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
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Alt 30.12.2017, 05:16   #10041
Nobodyknows
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Benutzerbild von Nobodyknows
 
Registriert seit: 10.06.2009
Beiträge: 3.411
Zitat:
Zitat von Trimichi Beitrag anzeigen

Hoffe, dass bei den Asilanten und Sührern keine so hohen Messlatten angelegt werden. Wobei, gleiches Recht für alle!
Hoffe, Du fühlst dich nach diesem Kommentar besser.
Zeigt er doch, was Du so bei Diskussionen in sozialen Hetzwerken drauf hast.
Bist ein toller Kerl, Trimichi!

Ehrfürchtig grüßt
N.
Nobodyknows ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2017, 07:29   #10042
Trimichi
Szenekenner
 
Registriert seit: 10.06.2009
Beiträge: 2.432
Zitat:
Zitat von Nobodyknows Beitrag anzeigen
Hoffe, Du fühlst dich nach diesem Kommentar besser.
Zeigt er doch, was Du so bei Diskussionen in sozialen Hetzwerken drauf hast.
Bist ein toller Kerl, Trimichi!

Ehrfürchtig grüßt
N.
Tut mir leid. Ich hatte mich nur gegen den bösen Lidlracer verteidigt. Ich darf das..

Außerdem hatten wir es gestern übertrieben mit dem Training in den barracks. Der Bizeps war vielleicht groß. Ok, war wohl zuviel Testosteron im Spiel. Freut euch und frohlocket, in Berlin gibt es sichere und unsichere Zonen zur Silvsternacht. Find ich megagut!! What to say, Silvester und Asylant, dass kann ich schwer auseinanderhalten orthographisch. Erstens.

Es ging später darum, wie man einen Nahkampfspezi mit GSG9 Ausbildung, der für die Mafia arbeitet, unschädlich macht, falls er durchdreht. Anschließend gab es einen Umtrunk, wir diskutierten über den Rührer. Tut mir leid, ich war wohl gedanklich beim Rührer. Nicht Sührer! Rührer! Kennst du auch den Rührer? Zweitens.

So oder so, Restalkohol, hier gibts Rühreier. Ist das nicht rührend?

Vielen dank!!

Drittens: Entschuldigung.


M.
Trimichi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2017, 09:45   #10043
MattF
Szenekenner
 
Registriert seit: 27.04.2011
Beiträge: 5.237
Zitat:
Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
Ja, schwer einzuschätzen. Es gibt jedoch eine Konstante in all dem Wirrwarr. Und diese Konstante ist das ständige Abnehmen der Religiosität bei zunehmender Bildung und zunehmendem Wohlstand, sofern man den Durchschnitt der Bevölkerung betrachtet (also keine Inseln oder Stände). Darauf scheint einigermaßen Verlass zu sein.

Kannst du das an Daten und Fakten ausserhalb Deutschlands nachweisen?

Ich würds mir wünschen allerdings glaub ich nicht dran. Hab gerade gelesen, dass das Christentum in Europa tatsächlich etwas auf dem Rückzug ist, im Rest der Welt aber boomt.

https://www.nzz.ch/meinung/der-chris...tik-ld.1341149


Wobei es da etwas oberflächlich letztlich um das Weihnachtsfest geht, was mit Christentum eigentlich wenig zu tun hat.

Aber ich sehe im Moment nicht, dass weltweit Religion zurück geht und die Bildung nimmt ja auch weltweit zu,




.
Zitat:
Zitat von Jörn Beitrag anzeigen

Diese ständige Erosion religiöser "Werte" und Gruppen, und immer nur in eine Richtung, ist schon ziemlich deutlich, oder irre ich mich?
Kommt sicher auch darauf an was man unter Religion versteht.

Manche verstehen den "Glauben" der Appel Jünger an ihr Produkt schon als Religion.

Man hat Appel und Samsung Kunden einer MRT unterzogen und erkannt, wenn Appel Nutzer ihr Produkt sehen, werden Gehirnregionen stimuliert wie bei Gläubigen bzw. bei Vorgängen die einem allgem gut tun, während Samsung Kunden reational an ihr Produkt heran gehen. Sehr verkürzt!(Quelle kann ich dir gerne noch raus suche, ist aber insgesamt ein Artikel aus der Katapult).

http://www.katapult-shop.de/epages/8...7/Products/108


Religion schafft Identität und Gruppenzugehörigkeit. Das ist aktuell ein Bedürfnis des Menschen, bzw. viele Menschen leben unbewusst danach, dass sie dem Strom folgen.

Für eine Zukunft gibt es daher 2 Möglichkeiten.


1. Man ersetzt Religion durch andere identitätsstiftende Konstrukte, wo man dann fragen kann: Sind die wirklich besser?

2. Man bringt die Aufklärung zu Ende. Da sind viele Christen nämlich kaum weiter als Muslime, auch wenn das gerne behauptet wird. Wir lassen uns verführen (führen) manipulieren und das gerne, weil Konsumieren ein gutes Gefühl gibt. Egal ob ich einen Gottesdients, ein neues TT oder ... konsumiere.

MfG
Matthias
MattF ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2017, 13:46   #10044
keko#
Szenekenner
 
Registriert seit: 06.11.2015
Beiträge: 11.216
Zitat:
Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
Ja, schwer einzuschätzen. Es gibt jedoch eine Konstante in all dem Wirrwarr. Und diese Konstante ist das ständige Abnehmen der Religiosität bei zunehmender Bildung und zunehmendem Wohlstand, sofern man den Durchschnitt der Bevölkerung betrachtet (also keine Inseln oder Stände). Darauf scheint einigermaßen Verlass zu sein.

Auch was die religiösen Gruppen als "religiös" bezeichnen, wird immer weniger religiös. Damit meine ich, dass es sich immer weiter von den ursprünglichen Traditionen oder Geboten entfernt und dem säkularen Mainstream annähert, vor allem dann, wenn damit Annehmlichkeiten für einen selbst verbunden sind. (Beispielsweise der Umgang mit Sex.) Lediglich Randgruppen radikalisieren sich -- aber genau das macht es eben aus: dass sie zu Randgruppen geworden sind.

Diese ständige Erosion religiöser "Werte" und Gruppen, und immer nur in eine Richtung, ist schon ziemlich deutlich, oder irre ich mich?
Wäre DE ein abgeschlossenes Land, würde ich dir sofort zustimmen. Denn dann wären Religionen hier tatsächlich auf dem absteigenden Ast. Aber wir erleben stetige Zuwanderung aus christlich geprägten osteuropäischen Ländern oder eben starke Zuwanderung aus muslimischen Ländern seit der Flüchtlingskrise. Ich sage es mal mit einem Augenzwinkern: wenn sich das deutsche Atheistenpaar mit 30+ überlegt, ein Kind zu bekommen und junge, religiöse Zuwanderer in dem Alter schon 2 oder 3 Kinder haben und zudem die Vererbungstheorie von Klugschnacker greift, kann sich das in wenigen Generationen komplett drehen. Das ist dann einfache Mathematik, in dem Fall trifft Zerfall auf Wachstum
keko# ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2017, 13:49   #10045
qbz
Szenekenner
 
Benutzerbild von qbz
 
Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 3.499
Zitat:
Zitat von MattF Beitrag anzeigen
.......
2. Man bringt die Aufklärung zu Ende. Da sind viele Christen nämlich kaum weiter als Muslime, auch wenn das gerne behauptet wird. Wir lassen uns verführen (führen) manipulieren und das gerne, weil Konsumieren ein gutes Gefühl gibt. Egal ob ich einen Gottesdients, ein neues TT oder ... konsumiere.
......
Sicher verwandelt unsere Gesellschaft alles und jedermann/frau in Waren, damit sich das Kapital überall verwerten kann.
Die Weltreligionen setzen in meinen Augen heute vor allem da an, wo unser Wirtschaftssystem auf grossen, weltweiten sozialen Ungleichheiten beruht, und Menschen sich selten nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen entwickeln können, sondern Angst haben müssen vor Hunger, Mangelversorgung, Obdachlosigkeit. Das Leben des einzelnen erscheint abhängig von wirtschaftichen und politischen Gesetzmässigketien, die hinter dem Rücken der Menschen ablaufen und die sie weder bestimmen noch kontrollieren noch durchschauen. Um die Ängste zu betäuben, braucht es deswegen das Opium für das Volk. In DE zählen ca. 30 % der Menschen als nichtreligiös, weltweit ca. 16 % .

Geändert von qbz (30.12.2017 um 14:24 Uhr).
qbz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2017, 14:04   #10046
qbz
Szenekenner
 
Benutzerbild von qbz
 
Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 3.499
Zitat:
Zitat von keko# Beitrag anzeigen
Wäre DE ein abgeschlossenes Land, würde ich dir sofort zustimmen. Denn dann wären Religionen hier tatsächlich auf dem absteigenden Ast. Aber wir erleben stetige Zuwanderung aus christlich geprägten osteuropäischen Ländern oder eben starke Zuwanderung aus muslimischen Ländern seit der Flüchtlingskrise. Ich sage es mal mit einem Augenzwinkern: wenn sich das deutsche Atheistenpaar mit 30+ überlegt, ein Kind zu bekommen und junge, religiöse Zuwanderer in dem Alter schon 2 oder 3 Kinder haben und zudem die Vererbungstheorie von Klugschnacker greift, kann sich das in wenigen Generationen komplett drehen. Das ist dann einfache Mathematik, in dem Fall trifft Zerfall auf Wachstum
Mehrheitlich passen sich die hier aufgewachsenen späteren Migrantengenerationen bei der Kinderanzahl irgendwann an, je nach sozialem Status.
Aber Du hast natürlich recht: Die Flüchtlinge bringen aufgrund ihrer besonders starken sozialen Unsicherheit und Ungesicherheit ihres Lebens Traumatisierung und Ängste mit und erscheinen für religiöse Ideen empfänglicher als der deutsche Durchschnittsbürger. Ausserdem bieten gerade die religiösen Gemeinden den Migranten ein Stück alte Heimat / Vertrautheit, unabhängig ob es osteuropäische Juden, orthodoxe oder aramäische Christen oder Moslems sind.

Geändert von qbz (30.12.2017 um 14:23 Uhr).
qbz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2017, 15:21   #10047
Jörn
Freier Beobachter zur Erfassung der allgemeinen Lage
 
Registriert seit: 22.09.2006
Beiträge: 2.483
Was ist mit der zweiten Generation? Die Kinder der Flüchtlinge? Sie wachsen in einer freiheitlichen, säkularen Gesellschaft auf. Google beantwortet mühelos viele Fragen, die sich frühere Generationen noch ergebnislos gestellt haben. Beispielsweise gibt Google in 0,01 Sekunden eine Antwort auf die Frage: "Wie kann das Universum aus dem Nichts entstehen?". Immer weniger Menschen werden daher überhaupt einen Grund finden, sich mit Engeln und Geistern zu beschäftigen, wenn bereits alle wesentlichen Fragen zufriedenstellend beantwortet wurden.

Natürlich sind diese Antworten teilweise komplex. Das öffnet die Tür für Scharlatane. Ein gutes Beispiel dafür ist Astro-TV und die Anruf-Sendung "Objektiv" von k-tv (katholisches TV), bei denen die Anrufer (meist alte Frauen) eine verblüffende Einfalt demonstrieren, was bei allem Verständnis für unterschiedliche Lebenswege durchaus Spott verdient hat. Sowas wird's sicher immer geben. Aber wird es gesellschaftlich relevant sein?

Ich finde, man darf sich von kleinen Auf- und Abbewegungen nicht den Blick für das größere Bild verstellen lassen. Immer mehr Fragen, die früher zur Domäne der Religionen gehörten, werden von der Wissenschaft beantwortet. Aber nicht nur die Fragen/Antworten werden daraufhin der Wissenschaft zugestanden, sondern die gesamte Domäne. Beispielsweise ist die Frage der Krankheiten eine rein wissenschaftliche Domäne geworden, und niemand würde hier auf die Idee kommen, einen Pastor dazu zu konsultieren. Im Gegenteil: Wenn jemand böse Geister oder irgendwelche Jungfrauen als Ursache für eine Krankheit vermutet, gilt er bereits nicht mehr als gläubig, sondern als verrückt (zumindest als verschroben). Die Kirchen wollen diese Domäne gar nicht zurückgewinnen, weil es absurd wäre (der aktuelle Papst mit seinem Teufelswahn ist eine Ausnahme).

Es gibt nicht ein einziges Beispiel für eine Domaine, bei der die Wissenschaft einst die beste/populärste Antwort lieferte, und bei der die Religion diese Rolle zurückgewinnen konnte. Was einmal verloren war, blieb verloren. Die hier und da aufflammende neue Religiosität (derzeit in Afrika und Latein-Amerika) verfügt über ein immer kleiner werdendes Spielfeld.

Dafür gibt es ein ziemlich spektakuläres Beispiel:

Ohne dass es großartig bemerkt wurde, hat die Religion es aufgegeben, die Welt erklären zu wollen. Stattdessen hat man umgeschwenkt auf "Moral", und zwar so erfolgreich, dass heute allgemein angenommen wird, dies wäre schon immer das zentrale Anliegen des Christentums oder der Bibel gewesen.
Tatsächlich spielt "Moral" in der Bibel kaum eine Rolle. Auch menschlich-seelische Bedürfnisse spielen dort kaum eine Rolle. Das Wohlergehen des einzelnen Individuums sind 95% der Bibeltexte völlig schnuppe. (In der Bibel sterben kleine Kinder am laufenden Band; über die Trauer der Eltern erfährt man nichts. Eine Mutter kocht irrtümlich, von Gott geblendet, ihren Sohn. Außer Schadenfreude gibt die Bibel dazu keinen Kommentar.)
Jörn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2017, 16:44   #10048
qbz
Szenekenner
 
Benutzerbild von qbz
 
Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 3.499
Zitat:
Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
......
Es gibt nicht ein einziges Beispiel für eine Domaine, bei der die Wissenschaft einst die beste/populärste Antwort lieferte, und bei der die Religion diese Rolle zurückgewinnen konnte. Was einmal verloren war, blieb verloren. Die hier und da aufflammende neue Religiosität (derzeit in Afrika und Latein-Amerika) verfügt über ein immer kleiner werdendes Spielfeld.
......
Die Ergebnisse der Naturwissenschaften sind objektiv, ihre Verwendung jedoch bleibt interesse- und machtgeleitet (z.b. durch Patente und Monopolabsprachen, private Aneignung von kollektiv erarbeitetem Wissen). Solange das so bleibt und Arme keine Medikamente und keine Gesundheitsversorgung sowie keine Möglichkeit für die freie Anwendung von Wissenschaftsergebnissen (Patente) erhalten, leben die Religionen weiter. Sie lenken sehr gut von den eigentlichen Ursachen ab und helfen, für Feldzüge zu mobilsieren. Erst eine gerechtere Welt schafft IMHO auch eine Welt mit weniger Religion und Religionskriegen.

Geändert von qbz (30.12.2017 um 17:40 Uhr).
qbz ist offline   Mit Zitat antworten
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