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Vegan geht nicht ohne Apotheke in Reichweite - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
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Alt 01.04.2018, 09:27   #1
Vicky
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Beiträge: 5.895
Vegan geht nicht ohne Apotheke in Reichweite

Hallo liebe Leute,

der Titel ist etwas reißerisch. Er stammt aus einem Interview, welches ich kürzlich las. Eigentlich sind es zwei Interviews:

1. Interview

2. Interview

Ich fand die Interviews interessant und ich finde mich ein bisschen darin wieder.

Ich habe immer äußerst angestrengt versucht, mich weitgehend vegan/vegetarisch (ich konnte nicht immer auf Käse verzichten ;-) ) zu ernähren. Seit mehreren Jahren (ich glaube ungefähr 8 Jahre???) esse ich mit wenigen Ausnahmen kein Fleisch, auf Eier hatte ich ebenfalls viele Jahre verzichtet. Milchprodukte hatte ich dagegen erst vor ca. 2 Jahren vom Speiseplan gestrichen. Dabei ging es mir nie richtig gut. Ich hatte oft das Gefühl, dass etwas an Nährstoffen fehlt. Das habe ich häufig mit den falschen Lebensmitteln versucht, zu kompensieren. Hat nicht geklappt. (Meist Süßzeugs).

Ich habe mit vegan/vegetarischer Ernährung starke Verdauungsprobleme und wurde zeitweise immer schlapper. Deshalb hatte ich vor einiger Zeit wieder begonnen, ab und zu Eier zu essen und 1 mal im Monat (ungefähr) Wurst oder Fleisch. Zuletzt häufiger. Meine Ernährungsform bröckelt schon seit einiger Zeit gewaltig. Nach diesem Essen mit tierischem Eiweiß und Fetten ging es mir immer sensationell gut. Ich hatte wieder Energie ohne Ende.

Aktuell bin ich beim Thema Ernährung sehr auf dem Weg zu einer ausgewogenen Mischkost (mit weniger Getreide allerdings). Mir fällt es derzeit noch recht schwer, das umzusetzen. Ich finde hier aber sehr plausibel, was die Barbara dazu in ihrem zweiten Interview sagt. (das wäre etwas zu lang, das zu zitieren. Der Teil beginnt mit der Frage: "Wie rechtfertigen Sie ethisch, dass Sie Fleisch und andere tierische Produkte essen?" ... und die nächste Frage dazu. ). Für mich ist Ernährung kein Dogma. Ich habe gar keine echte Bezeichnung für die Art, wie ich mich ernährt habe. Das hat sich so entwickelt. Manchmal entwickeln sich die Dinge aber eben auch für einen selbst ungünstig.

Ich würde das gern mal in der Runde diskutieren. Ist vegan/vegetarische Ernährung tatsächlich nicht für jeden Menschen geeignet? Warum ist das so? Habt Ihr eventuell Erfahrungswerte? Das Thema interessiert mich und ich zerbreche mir da schon eine ganze Weile den Kopf.

Vielen Dank :-)
__________________
Phantasie ist etwas, das sich manche Leute gar nicht vorstellen können.
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Alt 01.04.2018, 10:25   #2
Hikari
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Registriert seit: 08.02.2018
Ort: Norden NRW
Beiträge: 65
Ich habe seit meiner Geburt an Neurodermitis. Die ersten zwei Jahre habe ich nie Milchprodukte gegessen/ getrunken. In letzter Zeit bin ich aufgrund von Problemen mit der Haut darauf zurückgegangen. Seit ungefähr einem Jahr ernähre ich mich vegan und jeden zweiten Tag nahezu komplett vegetarisch. Bislang habe ich keine Entzugserscheinungen. Im Gegenteil mir und meiner Haut geht es besser und ich kann besser und mehr trainieren. Ich glaube, viele gehen das Thema Veganismus falsch an. Sie lassen einfach aus ihrer bestehenden Ernährung die tierischen Produkte weg und ersetzen sie mit den restlichen Produkten, die sie seit Jahren essen. Man sollte immer beachten, dass sich der Körper über die Jahre darauf eingestellt hat und nicht von heute auf morgen alles verändern kann. Wenn man weniger Fleisch ist, müssen beispielsweise die Proteine irgendwo anders her (Hülsenfrüchte oder Ähnliches). Ich denke, regelmäßige Blutuntersuchungen könnten für viele hilfreich sein und so viele gesund und langfristig beim Veganismus halten. Deine Herangehensweise mit hin und wieder tierische Produkte essen halte ich für eine sinnvolle Herangehensweise, wenn man Probleme hat, komplett vegan zu leben.
Hikari ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.04.2018, 11:27   #3
Vicky
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Registriert seit: 11.03.2011
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Beiträge: 5.895
Zitat:
Zitat von Hikari Beitrag anzeigen
Ich denke, regelmäßige Blutuntersuchungen könnten für viele hilfreich sein und so viele gesund und langfristig beim Veganismus halten.
Das heißt auch hier, dass diese Form der Ernährung besser unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden sollte?
__________________
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Alt 01.04.2018, 11:48   #4
FlyLive
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Zitat:
Zitat von Vicky Beitrag anzeigen
Das heißt auch hier, dass diese Form der Ernährung besser unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden sollte?
Sehe ich nicht so.
Wer sich auf Ernährungsformen abseits vom Mainstream einlässt, verfolgt damit ein Ziel und muss sich schon deshalb etwas um seine Ernährung kümmern. Meiner Ansicht nach, wird der Arzt dann eher weniger notwendig.
Wenn man Ernährungsgeschichten angeht um Trendy zu sein, ist das natürlich etwas anderes. Dann sollte man vielleicht doch öfter mal schauen lassen.

Inzwischen ist es doch aber eher so, das die unbekümmerten Esser (diejenigen, die nicht aufmerksam essen) öfter den Arzt benötigen oder man ihnen, wie aktuell ...den Zucker wegnimmt .

Was die Ethik angeht, empfehle ich jedem,der sich drüber Gedanken machen möchte, sein Haustier in die Pfanne zu werfen. Wer das könnte, ist auch bereit bedenkenlos Fleisch zu verzehren. Alle anderen, verschließen die Augen und Ohren um ihr Gewissen zu retten.
Das habe ich jahrelang auch getan - nichts sehen wollen, nichts hören wollen. Irgendwann wurde mir bewusst, das ich meinen Hund niemals leiden sehen will - geschweige denn, das ihn jemand in die Pfanne haut. Dann war Schluss mit Fleisch und das Herz für Tiere und Lebewesen größer als die Lust es zu essen.

Earthlings kann ich heute noch nicht länger als 5 Minuten ansehen. Selbst eine Doku, die vor 1 -2 Tagen im Ersten kam, schalte ich ab, weil ein Haifisch einer Schildkröte bei lebendigem Leib die Flossen abfrisst. Ich bin da extrem empfindlich, obwohl ich weiß, das die Natur genauso läuft.

Um aus einem mittelmäßigen Wohlgefühl meinerseits, ein gutes Wohlgefühl zu machen, wird auch künftig kein Tier mehr sein Leben lassen. So sozial bin ich inzwischen mit allen Lebewesen.

Aber ich entferne mich auch davon, anderen zu erzählen wie sie leben sollen. Jeder soll tun und lassen......sofern Dritte dadurch keinen Nachteil haben.
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Alt 01.04.2018, 11:59   #5
Vicky
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Zitat:
Zitat von FlyLive Beitrag anzeigen
...
Würdest Du Deinem Hund Getreide oder Gemüse als Futter (ausschließlich) anbieten?
Meine Katze tötet Insekten. Das ist ihr Jagdtrieb. Sie frisst sie aber nicht. Sie ist ein Tier. Deshalb kann ich ihr nicht erklären, dass ich das nicht gut finde. Nein... ich bin ihr gelegentlich fürs Fliegen jagen sogar dankbar...

Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin bei Tierleid ebenfalls extrem empfindlich. So etwas kann ich nicht sehen und gar nicht ab. Ich kann auch im Laden kein rohes Fleisch kaufen. Geht nicht. Totale Blockierung bei mir. Aber ich finde auch, dass wenn es um ethische Gründe für die Ernährung geht, wir zu radikalen Meinungen tendieren. Das ist nicht optimal. Ich denke durchaus, dass es in unserer ( = der Mensch) Hand liegt, die Bedingungen für Tiere zu verbessern und bewusster zu leben.
__________________
Phantasie ist etwas, das sich manche Leute gar nicht vorstellen können.

Geändert von Vicky (01.04.2018 um 12:06 Uhr).
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Alt 01.04.2018, 12:12   #6
FlyLive
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Beiträge: 4.784
Zitat:
Zitat von Vicky Beitrag anzeigen
Würdest Du Deinem Hund Getreide oder Gemüse als Futter (ausschließlich) anbieten?
Meine Katze tötet Insekten. Das ist ihr Jagdtrieb. Sie frisst sie aber nicht. Sie ist ein Tier. Deshalb kann ich ihr nicht erklären, dass ich das nicht gut finde. Nein... ich bin ihr gelegentlich fürs Fliegen jagen sogar dankbar...

Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin bei Tierleid ebenfalls extrem empfindlich. So etwas kann ich nicht sehen und gar nicht ab. Ich kann auch im Laden kein rohes Fleisch kaufen. Geht nicht. Totale Blockierung bei mir. Aber ich finde auch, dass wenn es um ethische Gründe für die Ernährung geht, wir zu radikalen Meinungen tendieren. Das ist nicht optimal. Ich denke durchaus, dass es in unserer ( = der Mensch) Hand liegt, die Bedingungen für Tiere zu verbessern und bewusster zu leben.
Sicher biete ich meinem Hund Getreide und Gemüse an. Er mag Karotten, Radieschen und rote Paprika etc.
Er isst gerne Reis und manchmal Nudeln.

Er ist aber auch Fleisch in Form von Hundeleberwurst oder eben Hundefutter.

Ich betrachte die Ernährung aus der Fähigkeit der Entscheidungswahl. Ich kann meinem Hund nicht erklären, das es besser ist auf Fleisch zu verzichten und Nachrichten und Zeitung liest er nicht.
Allerdings bin ich Mensch und kann mich informieren und entscheiden. Ich entscheide mich aus meiner Bildung heraus, gegen Fleischkonsum. Ich habe schließlich genügend Alternativen.

Geändert von FlyLive (01.04.2018 um 13:19 Uhr).
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Alt 01.04.2018, 12:14   #7
dherrman
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Beiträge: 621
Zitat:
Zitat von Vicky Beitrag anzeigen
Das heißt auch hier, dass diese Form der Ernährung besser unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden sollte?
Das fände ich komisch. Aber ich steh eh nicht so auf Arztbesuche.
Seit 20 Jahren ohne Vierbeiniges, davon 10 Jahre als Pescetarier. Aber Fisch fand ich irgendwann eklig zu Essen.

Veganer werde ich nie werden. Die Ersatzprodukte ( käuflich) finde ich suboptimal. Analog Käse und Wasser mit Sojabohnen in homöopatischer Dosis, zu Mondpreisen unterstütze ich nicht.

Daher mach in der Ernährung was dir gut tut. Wir sind z.B. in der Solawi in Tunsel und dort machen wir
nser Gemüse. Da gab es auch heftige Diskussionen warum Kühe angeschafft werden müssen. Aber ein Acker braucht nun mal Dünger. Und wenn der nicht aus der BASF stammen soll, oder aus Schweineborsten (die in der Bio Branche eingesetzt werden) dann eben so.

Vegan ist schwierig.... Aber nicht unmöglich. Wer kann soll es tun.

Vg
dherrman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.04.2018, 12:28   #8
Vicky
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Beiträge: 5.895
Zitat:
Zitat von FlyLive Beitrag anzeigen

Ich betrachte die Ernährung aus der Fähigkeit der Entscheidungswahl. Ich kann meinem Hund nicht erklären, das es blöd ist auf Fleisch zu verzichten und Nachrichten und Zeitung liest er nicht.
Allerdings bin ich Mensch und kann mich informieren und entscheiden. Ich entscheide mich aus meiner Bildung heraus, gegen Fleischkonsum. Ich habe schließlich genügend Alternativen.
Als denkender Mensch kannst Du Dich gegen ein Haustier entscheiden, denn für Dein Haustier wiederum sterben auch wieder Tiere. Es ist ein Kreislauf...

Verstehst Du, was ich mit dieser "radikalisierten Meinung" meinte? Ich glaube es täte allen gut, diese aufzulockern und sich mit Lösungen zu beschäftigen, statt sich in der Ernährungsfrage zu radikaliseren. Ich beschäftige mich aktuell damit, wie diese Lösung für mich aussehen könnte, denn offensichtlich ist, dass ich auf tierische Erzeugnisse nicht gänzlich verzichten kann.

Natürlich werden wir hier keine Lösung finden, aber ein paar Denkanstöße gibt es vielleicht.
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