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Ironman Wales 2017 - Seite 31 - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
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Alt 14.09.2017, 08:07   #241
Hafu
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Zitat:
Zitat von Hippoman Beitrag anzeigen
...Gibt`s da irgendwelche Tipps?

Wie waren die Schwimmbedingungen in diesem Jahr ?

Viele Grüße

Hippoman
... in einem geraden Jahr starten

Gemäß dem "Gesetz von LockerBaumeln" sind in geraden Jahren die Wetterbedingungen stets deutlich besser (das anspruchsvolle Höhenprofil bleibt aber, so dass es auch dann kein "Pussytriathlon" wird). In den vergangenen 7 Jahren war es wirklich so, dass in den geraden Jahren oft die Sonne geschienen hat und es wenig Wind und damit wenig Wellen gab.

In diesem Jahr fand ich die Wellen aber auch kein großes Problem. Es war zwar sehr windig, aber offensichtlich war die Windrichtung so, dass sich trotzdem eher wenig Wellen entwickelten.

Grundsätzlich hilft es außerdem, lange davor anzureisen, um oft genug im Meer zu schwimmen. Da stellt sich auch ein Gewöhnungseffekt an Meer, Wellen und die nicht ganz einfache Orientierung im Meer ein.
__________________
balancing triathlon with life

www.funkfamily.de
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Alt 14.09.2017, 08:42   #242
Hippoman
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Beiträge: 2.635
Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
... in einem geraden Jahr starten

Gemäß dem "Gesetz von LockerBaumeln" sind in geraden Jahren die Wetterbedingungen stets deutlich besser (das anspruchsvolle Höhenprofil bleibt aber, so dass es auch dann kein "Pussytriathlon" wird). In den vergangenen 7 Jahren war es wirklich so, dass in den geraden Jahren oft die Sonne geschienen hat und es wenig Wind und damit wenig Wellen gab.

In diesem Jahr fand ich die Wellen aber auch kein großes Problem. Es war zwar sehr windig, aber offensichtlich war die Windrichtung so, dass sich trotzdem eher wenig Wellen entwickelten.

Grundsätzlich hilft es außerdem, lange davor anzureisen, um oft genug im Meer zu schwimmen. Da stellt sich auch ein Gewöhnungseffekt an Meer, Wellen und die nicht ganz einfache Orientierung im Meer ein.


Das "Gesetz von LockerBaumeln" hab`ich auch in Erinnerung.

Mit dem anspruchsvollen Höhenprofil habe ich keine Probleme, weil ich hier in der Breisgau-Region eher Höhenmeter in den Schwarzwaldbergen als "Flachkilometer" in der Rheinebene bevorzuge.

Das mit der früheren Anreise bezüglich Gewöhnungseffekt an Meer,Wellen etc. ist ein guter Tipp.
Meine Gattin wird`s bestimmt freuen, dass der Wales-Aufenthalt dann ein wenig länger dauern wird.

Nächstes Jahr werde ich noch nicht starten, jedoch 2019 steht auf der langfristigen Planung, in der Hoffnung, dass das "Gesetz von LockerBaumeln" dann eine Ausnahme macht.

Viele Grüße

Hippoman
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www.koalahospital.org.au
( Ein absolutes MUSS für jeden Aussie-Tourist und Koala-Fan in Port Macquarie (NSW) ), wo auch der Ironman Australia stattfindet )

www.elbaman.it
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Alt 14.09.2017, 11:04   #243
flachy
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Ort: Lausitz
Beiträge: 1.482
Liebe Sportfreunde und Supporter,

immer noch habe ich jeden Morgen auf dem langen Weg nach Dresden Gänsehaut und merke, dass der Sonntag in Wales anders war als die Vielzahl an Rennen, die ich seit 1995 unter die Räder und Füße genommen habe.
Denn jeden Morgen startet meine kleine Tochter neben mir das Video der Awards-Ceremony, welche Grandmaster MC Krümel gedankenschnell und live vor Ort mitgeschnitten und danach verteilt hat.
Der Sound kommt wie bei einem Wacken-Mittschnitt und Dank BlueTooth aus allen Boxen des Lasters gedröhnt und ich fang immer wieder an, ein bissl zu heulen.
Es wird einfach nicht besser und zeigt mir morgens und abends, dass ich letzten Sonntag absolut mein körperliches Limit erreicht habe und eine zeitlang auf dem Rad auch darüber hinaus gegangen bin.

So dankbar ich für das Schwimmen war und meinen Atemrythmus "KAI---LUUU-AAA---KAI---LUUU-AAA" über die gesamte Strecke duchgezogen habe, so schwer mußte ich mir jeden Meter an Land erkämpfen.
Es folgten 567 Minuten Kopfarbeit, bei dem mich nix außer der Traum von Kona vorangebracht hat und den ich ab Kilometer 70 auf dem Rad bereits in den Traum vom Finish downgraden mußte.
Nach 112 Kilometern, keine 2 Kilometer von unserem B&B stoppte ich und fragte die Ordner zitternd&krampfend, ob ich mir trockene Klamotten holen dürfte, egal ob es mich 10 oder 30 Minuten kosten würde, es ging mir nur noch um's nackte Überleben ohne bleibende Kollateralschäden.
"Sure you can. We will write down your number and you can race, but you'll get DQ after your finish".
Jetzt schauten sie mich dreckig-triefendes, zitterndes Bündel Elend noch einmal genauer an und fügten hinzu: "If you'll finish".
Klapprig stieg ich wieder auf mein Höllenbike, wechselte meine "Motivationskassette" von "KAI-LU-A" in das legendäre Brüllen der TESTAMENT-Bandmitglieder auf dem verregneten DYNAMO-Metal-Festival der 90-er "FUUUCK!!! THEEE! RAAAIN!!!" streckte beide Mittelfinger am Unterlenker gegen den verfickten Drachen raus und weiter ging's, Finishen ist das ungeschriebene Gesetz und allererste Athletenpflicht!

Und dann schöpfte ich beim Erreichen der Wechselzone - auf dem letzten Loch pfeifend - doch wieder Mut und Zuversicht, auf dem Ali'i Drive als Aktiver im Herbst 2018 niederknien zu dürfen.
Denn die mir bereits in Massen entgegenkommenden Läufer sahen allesamt durch die Bank aus wie der Tod auf Lightweight-Tretern.
Deren Elend baut mich natürlich auf!
Ein scheinheiliges Selbstvertrauen, dass leider sofort beim Einbiegen in die Laufstrecke erneut jämmerlich in sich zusammenbrach.
Nur um sich dann langsam, ganz langsam und Schleppschritt für Schleppschritt durch das geniale Teambuilding mit DAGRO und unserem "Survival Platoon" erneut wieder als der Silberstreif am Horizont zu entwickeln.
Und auf der vierten Runde, als ich endlich die Kältekrämpfe abgeschüttelt hatte, meine Füße wieder spüren konnte und wußte "Ich schaffe das!" durchfuhr es mich mit einer unglaublichen Wucht, wie ich es bislang nur in Kona '15 sowie Lanzarote '95 erleben durfte - dieses ungeheuere Glücksgefühl, Gänsehaut, Kloss im Hals, Tränen ohne Ende, der Rotz lief - purer Stolz und all diese Glücksgefühle.





Mehr Rennbericht wird es von mir zu Wales und bis Kona 2018 nicht geben.
Es war am Sonntag einfach zu wenig Rennen und zu viel Wille, den ich nicht deteillierter beschreiben mag, im Spiel.
Also denn, ich wünsch' allen Athleten eine geile Zeit und wir sehen uns zu den Sonnenaufgängen in der Ironweek '18 auf dem Ali'i Drive, im Kona Aquatic Center oder Pier - wär geil, ein paar weitere Verrückte dort wieder zu treffen, ich behalt' Euch im Auge.
SPORT FREI!
flachy ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2017, 11:13   #244
Mosh
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Registriert seit: 19.01.2007
Beiträge: 1.092
Zitat:
Zitat von flachy Beitrag anzeigen
Liebe Sportfreunde und Supporter,

immer noch habe ich jeden Morgen auf dem langen Weg nach Dresden Gänsehaut und merke, dass der Sonntag in Wales anders war als die Vielzahl an Rennen, die ich seit 1995 unter die Räder und Füße genommen habe.
Denn jeden Morgen startet meine kleine Tochter neben mir das Video der Awards-Ceremony, welche Grandmaster MC Krümel gedankenschnell und live vor Ort mitgeschnitten und danach verteilt hat.
Der Sound kommt wie bei einem Wacken-Mittschnitt und Dank BlueTooth aus allen Boxen des Lasters gedröhnt und ich fang immer wieder an, ein bissl zu heulen.
Es wird einfach nicht besser und zeigt mir morgens und abends, dass ich letzten Sonntag absolut mein körperliches Limit erreicht habe und eine zeitlang auf dem Rad auch darüber hinaus gegangen bin.

So dankbar ich für das Schwimmen war und meinen Atemrythmus "KAI---LUUU-AAA---KAI---LUUU-AAA" über die gesamte Strecke duchgezogen habe, so schwer mußte ich mir jeden Meter an Land erkämpfen.
Es folgten 567 Minuten Kopfarbeit, bei dem mich nix außer der Traum von Kona vorangebracht hat und den ich ab Kilometer 70 auf dem Rad bereits in den Traum vom Finish downgraden mußte.
Nach 112 Kilometern, keine 2 Kilometer von unserem B&B stoppte ich und fragte die Ordner zitternd&krampfend, ob ich mir trockene Klamotten holen dürfte, egal ob es mich 10 oder 30 Minuten kosten würde, es ging mir nur noch um's nackte Überleben ohne bleibende Kollateralschäden.
"Sure you can. We will write down your number and you can race, but you'll get DQ after your finish".
Jetzt schauten sie mich dreckig-triefendes, zitterndes Bündel Elend noch einmal genauer an und fügten hinzu: "If you'll finish".
Klapprig stieg ich wieder auf mein Höllenbike, wechselte meine "Motivationskassette" von "KAI-LU-A" in das legendäre Brüllen der TESTAMENT-Bandmitglieder auf dem verregneten DYNAMO-Metal-Festival der 90-er "FUUUCK!!! THEEE! RAAAIN!!!" streckte beide Mittelfinger am Unterlenker gegen den verfickten Drachen raus und weiter ging's, Finishen ist das ungeschriebene Gesetz und allererste Athletenpflicht!

Und dann schöpfte ich beim Erreichen der Wechselzone - auf dem letzten Loch pfeifend - doch wieder Mut und Zuversicht, auf dem Ali'i Drive als Aktiver im Herbst 2018 niederknien zu dürfen.
Denn die mir bereits in Massen entgegenkommenden Läufer sahen allesamt durch die Bank aus wie der Tod auf Lightweight-Tretern.
Deren Elend baut mich natürlich auf!
Ein scheinheiliges Selbstvertrauen, dass leider sofort beim Einbiegen in die Laufstrecke erneut jämmerlich in sich zusammenbrach.
Nur um sich dann langsam, ganz langsam und Schleppschritt für Schleppschritt durch das geniale Teambuilding mit DAGRO und unserem "Survival Platoon" erneut wieder als der Silberstreif am Horizont zu entwickeln.
Und auf der vierten Runde, als ich endlich die Kältekrämpfe abgeschüttelt hatte, meine Füße wieder spüren konnte und wußte "Ich schaffe das!" durchfuhr es mich mit einer unglaublichen Wucht, wie ich es bislang nur in Kona '15 sowie Lanzarote '95 erleben durfte - dieses ungeheuere Glücksgefühl, Gänsehaut, Kloss im Hals, Tränen ohne Ende, der Rotz lief - purer Stolz und all diese Glücksgefühle.





Mehr Rennbericht wird es von mir zu Wales und bis Kona 2018 nicht geben.
Es war am Sonntag einfach zu wenig Rennen und zu viel Wille, den ich nicht deteillierter beschreiben mag, im Spiel.
Also denn, ich wünsch' allen Athleten eine geile Zeit und wir sehen uns zu den Sonnenaufgängen in der Ironweek '18 auf dem Ali'i Drive, im Kona Aquatic Center oder Pier - wär geil, ein paar weitere Verrückte dort wieder zu treffen, ich behalt' Euch im Auge.
SPORT FREI!
Ich glaube ich habe bisher jeden deine Einträge hier auf TS gelesen. Der war definitiv anders

Danke für's teilen.

Mosh
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Mosh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2017, 11:56   #245
Hafu
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Benutzerbild von Hafu
 
Registriert seit: 23.10.2006
Beiträge: 10.919
Zitat:
Zitat von flachy Beitrag anzeigen
Liebe Sportfreunde und Supporter,

...
Heute morgen beim Radeln in die Arbeit habe ich mir noch überlegt, erstmal seit längeren wieder einen detaillierteren Rennbericht zu verfassen und auf unsere Website zu stellen.
Einfach aus dem Gedanken heraus, dass Wales 2017 auch für einen Starter wie mich, der ungefähr schon so lange Triathlon macht wie du, etwas besonderes war und vielleicht auch in Zukunft sein wird, aber da ich jetzt schon weiß, dass ich es niemals so gut hinkriegen würde, Gefühle in Worte zu fassen, wie du ( ), verlässt mich jetzt fast schon wieder der Mut...

Gestern abend vor der Glotze habe ich übrigens auf Youtube nach Rennvideo-Schnipseln vom WE gesucht und es ist erstaunlich wieviel da schon online ist.

Mit den Suchwörtern "Ironman Wales 2017" findet man so einiges. Kein Video ist handwerklich so richtig gut, meist so typische Amateurvideo, aber auf vielen Videos kann man die Rennatmosphäre, die Kälte den Regen nachempfinden und die epische Grundstimmung wird transportiert.
Ich konnte ungefähr eine Stunde lang nicht aufhören, alle Treffer zu sichten. Auf einem Video ist das Absingen der Walisischen Nationalhymne vor dem Start, als das gesamte Publikum wie in einem vollbesetzten Fußballstadion mitgesungen hat: Gänsehaut pur!

Auf einem anderen Video filmt ein Junge mit seinem Handy 6 Minuten lang eine (gar nicht so enge) nasse Kurve am Ende einer der unzähligen Abfahrten. Eigentlich unspektakulär, aber die meist schweigenden vorbeirollenden Athleten, meist dick eingepackt in Regenklamotten, von denen vermutlich jeder gerade heftig mit dem Gedanken des Aufgebens kämpfen muss, sind das Ansehen des Videos schon wert.

Und im Hintergrund hört man bei jedem einzelnen Athleten einen anderen Zuschauer oder Streckenposten brüllen: "Well done, Be careful, slippery". Das muss man sich mal vorstellen. Der hat das sicher nicht nur diese 6 Minuten lang gemacht, sondern 5-6 Stunden lang. 2000 Athleten, 2 Runden= 4000mal jeden einzelnen angefeuert und gleichzeitig vor der Kurve gewarnt. Und das bei einem Wetter, wo man eigentlich selbst als Helfer friert und Motivationsprobleme haben könnte.

Diese aufopferungsbereiten, wetterfesten Fans sind halt auch nahezu ein Alleinstellungsmerkmal von Wales. Saundersfoot war voll fast wie der Solarer Berg und das bei heftigem Wind dort und strömenden Regen.
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Alt 14.09.2017, 12:08   #246
Eber
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Ort: Karlsruhe
Beiträge: 2.221
Und noch was: kalt war's eigentlich nur, weil quasi "fränkisch kurz kurz" befohlen wurde
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hmh ??
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Alt 14.09.2017, 12:10   #247
jannjazz
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Ort: Metropolregion Hamburg, auf dem Dorf
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Zitat:
Zitat von flachy Beitrag anzeigen
Mehr Rennbericht wird es von mir zu Wales und bis Kona 2018 nicht geben.
Das wird nicht nötig sein, diese Story sucht ihresgleichen.
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Funkateers lend me your ears! N'Dambi "Soft And Wet"
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Alt 14.09.2017, 12:12   #248
Eber
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Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
Heute morgen beim Radeln in die Arbeit habe ich mir noch überlegt, erstmal seit längeren wieder einen detaillierteren Rennbericht zu verfassen und auf unsere Website zu stellen.
...
Super, da freu ich mich drauf nach Feierabend zu lesen.
PS: Flachy ist in literarischer Sicht unschlagbar. Das sollte uns nicht entmutigen...
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hmh ??
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