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Vorschlag Interviegast: Felix Walchshöfer - Seite 3 - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
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Alt 14.07.2017, 10:02   #17
LidlRacer
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Zitat:
Zitat von flaix Beitrag anzeigen
Captain, ich höre deine Argumente und sie sind auch irgendwie schlüssig. Mir ist deine Position trotzdem zu extrem. Denn, wenn ich es richtig verstanden habe war der Sportler sogar in Begleitung eines Chaperon? Soll man dann den Sachverhalt nicht einfach dort belassen? Denn damit war ja die NADA involviert und fand es offensichtlich ok.
Ich gehe davon aus, dass es sich beim Chaperon lediglich um eine Hilfskraft handelt mit der einzigen Aufgabe, Sportler bis zur Dopingkontrolle nicht aus den Augen zu lassen. Er dürfte weder über fundierte Kenntnisse des Antidopingreglements verfügen, noch die medizinische Kompetenz haben, die Notwendigkeit einer Transfusion zu beurteilen.

Ich fände es auch sehr gut, wenn diese Grauzone endlich mal eindeutig geregelt und dementsprechend gehandelt würde.
Andererseits scheint mir die Aufregung partiell übertrieben. Wenn der Sportler genauso gut etwas trinken könnte, kann sein Vorteil durch die Infusion im Hinblick auf i.d.R. Wochen später stattfindende Wettkämpfe doch nicht sehr relevant sein, oder?
LidlRacer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2017, 10:04   #18
Trillerpfeife
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Registriert seit: 24.01.2016
Beiträge: 2.064
Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
Das stimmt nicht und das unkritische Verabreichen von Infusionen kann Notfälle sogar verschlimmern oder erst einen primär unkritischen Fall zu einem echten lebenskritischen Notfall machen.

Wenn bei einer Hyponatriämie (die durchaus oft bei Langdistanztriathlons und Marathonläufen in der Hitze auftritt wegen extremen Schwitzens und zu großer Zufuhr von Natriumarmen Getränken während des Wettkampfes) unkritisch Infusionen verabreicht werden, kann es erst durch die dann nochmal verstärkte Überwässerung zu einem Hirnödem kommen, an dem Sportler auch schon in der Vergangenheit verstorben sind.

Vor bzw. gleichzeitig zu einer begründeten Infusionsbehandlung muss Blut abgenommen werden, um den Natriumgehalt zu bestimmen, weswegen der Grundsatz der WADA, "wenn Infusionsbehandlung, dann auch zwingend stationäre Krankenhauseinweisung" medizinisch sinnvoll ist, schon alleine um den Sportler vor Fehlbehandlungen zu schützen, denn die oben erwähnte Laborkontrolle ist in einem provisorischen Feldlazarett nicht immer möglich, je nachdem welche Gerätschaften zur Verfügung stehen.
"durchaus oft" Panikmache!

Tragischerweise vorletztes Jahr in Frankfurt. Ansonsten ist mir nicht ein Fall bekannt. Ausserdem liegen die Leute in den Zelten ja nicht alleine.



Bedenklich finde ich eher wie Jens Kleve in Roth überredet wurde. Also quasi gegen seinen Willen.
Trillerpfeife ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2017, 10:04   #19
Harm
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Beiträge: 1.439
Ich stimme dem Captain hier vollkommen zu.
Ich bin zwar kein Mediziner aber, und Harald kann mich hier gerne korrigieren, ich bin der Meinung, die Infusionen im Medizinerzelt könnten komplett weggelassen werden.
Die richtigen Notfälle werden mit dem Krankenwagen (oder Helicopter) ins Krankenhaus gefahren und für den Transport wird die Infusion dann im RTW oder Heli gelegt.
Harm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2017, 10:11   #20
Trillerpfeife
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Registriert seit: 24.01.2016
Beiträge: 2.064
Zitat:
Zitat von Harm Beitrag anzeigen
Ich stimme dem Captain hier vollkommen zu.
Ich bin zwar kein Mediziner aber, und Harald kann mich hier gerne korrigieren, ich bin der Meinung, die Infusionen im Medizinerzelt könnten komplett weggelassen werden.
Die richtigen Notfälle werden mit dem Krankenwagen (oder Helicopter) ins Krankenhaus gefahren und für den Transport wird die Infusion dann im RTW oder Heli gelegt.
bin auch kein Mediziner, aber wärend meiner Zivi Zeit wurde mir erklärt, auch wenn es dem Patienten augenscheinlich gut geht ist es wichtig einen Zugang zu legen.

Wenn Leute ins Medizelt laufen oder gebracht werden würde ich erst mal davon ausgehen, dass sie es nicht mit den Duschen verwechselt haben sondern einen Grund haben.

Daher hat die Infusion auch den Sinn bei einer möglichen Komplikation schon einen Zugang im Patienten zu haben. Da kann man dann sehr gut ein Medikament geben.

die Infusion wird aus Kochsalzlösung bestehen und die Mineralien aufweisen die durchnschnittlicher Weise im Blut vorkommen. Also weder schaden noch nützen. Aber hier kann man mich gerne berichtigen.
Trillerpfeife ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2017, 10:18   #21
cruelty
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Beiträge: 511
Zitat:
Zitat von deirflu Beitrag anzeigen
Ganz ehrlich, ich finde es zum kotzen das hier so viele denken/schreiben "ach das ist schon ok, ein kleine Infusion kann nicht schaden...."
Dann können wir gleich zurück gehen zu alten Zeiten und die Infusion wird wieder zum Buchbaren extra
Das habe (zumindest) ich so weder geschrieben noch gemeint! Bitte siehe zukünftig davon ab, mir sowas zu unterstellen. Danke!

Ich habe lediglich versucht die Handlungsweise der Mediziner zu verstehen, die augenscheinlich Infusionen ohne zwingende Notwendigkeit setzten und ja persönlich keinerlei Vorteil davon haben, dass die Patienten schneller regenerieren. Meine Vermutung lag darin, dass die Motivation des Mediziners sehr schnell Infusionen zu setzen darin besteht, einer Verschlechterung des Zustands der Finisher vorzubeugen und das Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen dabei sehr gering ist.
Wie Hafu jetzt erklärt hat (Danke!), ist das nicht der Fall, sondern eher sogar das Gegenteil.
Darum frage ich mich jetzt noch viel mehr, warum machen die Mediziner das?
Das ist ja nicht eine einmalige Aktion hier in Roth gewesen, sondern konnte anderswo auch schon oft beobachtet werden.
cruelty ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2017, 10:20   #22
Hafu
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Registriert seit: 23.10.2006
Beiträge: 11.013
Zitat:
Zitat von Trillerpfeife Beitrag anzeigen
"durchaus oft" Panikmache!

Tragischerweise vorletztes Jahr in Frankfurt. Ansonsten ist mir nicht ein Fall bekannt. Ausserdem liegen die Leute in den Zelten ja nicht alleine.
...
Panikmache?

Hyponatriämie ist sehr häufig. Laut einer Untersuchung von Finishern des Boston-Marathons betrifft sie 13% aller Teilnehmer.


Dass man daran stirbt ist zum Glück selten. Du erwähnst den einen dokumentierten Fall von Frankfurt (der zum Glück nichts mit Infusionen zu tun gehabt hat), aber es gab schon mehrere Todesfälle von Marathonläufern in den vergangenen 30 Jahren, denn es gibt nunmal viel mehr Läufer als Triathleten.
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Hafu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2017, 10:24   #23
waden
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Ich möchte mich captains Meinung anschließen und folge Hafus Argumentation. Ich finde es generell absolut daneben, die Infusion als immanenten Teil des Events zu bagatellisieren.

Selbstverständlich wäre ich auch froh, eine zu bekommen, wenn ich sie denn wirklich brauche. Wenn man mir dafür dann aber z.B. eine 30-Minuten-Zeitstrafe gäbe, weil ich meine persönlichen Grenzen überschritten habe, fände ich das auch fair. Möglicherweise könnte das den lifestyligen Einsatz von Infusionen bremsen (oder dem Rennarzt das Leben erschweren)
waden ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2017, 10:28   #24
Trillerpfeife
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Registriert seit: 24.01.2016
Beiträge: 2.064
Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
Panikmache?

Hyponatriämie ist sehr häufig. Laut einer Untersuchung von Finishern des Boston-Marathons betrifft sie 13% aller Teilnehmer.


Dass man daran stirbt ist zum Glück selten. Du erwähnst den einen dokumentierten Fall von Frankfurt (der zum Glück nichts mit Infusionen zu tun gehabt hat), aber es gab schon mehrere Todesfälle von Marathonläufern in den vergangenen 30 Jahren, denn es gibt nunmal viel mehr Läufer als Triathleten.
ok will deine Zahlen und Worte wie "durchaus oft" oder "mehrere" Todesfälle jetzt nicht zerpflücken.

Jeder ist tragisch. Bei der Anzahl von Marathons und Langdistanzen jährlich weltweit behaupte ich einfach mal die Wahrscheinlichkeit an einer Infusion aufgrund einer Hyponatriämie zu sterben ist geringer als von einem Blitz erschlagen zu werden.

Und wie geschrieben. Wir wissen nicht was in der Infusion enthalten ist. Lasix wird es aber nicht sein.

Zu Felix Walchshöfer denke ich, so wie ich ihn hier aus dem Forum kenne. Er wird sicher etwas zu der Infusionsgeschichte schreiben, und zwar wenn er alle Fakten kennt und auch den Status des Medizinbreiches / Zeltes bezüglich der für die Challenge geltenden Antidopingbestimmungen.
Trillerpfeife ist offline   Mit Zitat antworten
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